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![]() 3D-Shooter von Activision
Wir erinnern uns: Gleich zu Beginn des Xbox 360-Launchs vor einem Jahr hatte sich Call of Duty 2 vorbei an der Konkurrenz und in die Herzen der Shooterfans gebombt. Haben wir jenen Teil Serienschöpfer Infinity Ward zu verdanken, so wurde Call of Duty 3 nun wieder von Treyarch entwickelt. Die Befreiung der Normandie: Operation OverlordWar der Vorgänger noch an sehr unterschiedlichen Kriegsschauplätzen wie Stalingrad, El-Alamein und Point du Hoc angesiedelt, so spielt das Geschehen diesmal komplett in Nordfrankreich zur Zeit der alliierten Invasion, im Sommer 1944 – genauer gesagt: in den zwei Monaten zwischen D-Day und 25. August, als Paris von den deutschen Besatzern befreit wurde. Viele Szenen und Kulissen des Spiels erinnern nicht von ungefähr an Kriegsfilme wie Der Soldat James Ryan. Um ein möglichst authentisches Abbild der Szenarien zu erschaffen, wurde eigens ein gewisser Lt. Col. Hank Keirsey als militärischer Berater engagiert, der unter anderem überlebende polnische Zeitzeugen interviewte.Der Handlung des 14 Missionen umfassenden Spiels liegt zwar eine chronologische Abfolge der Ereignisse zugrunde, aber leider noch immer keine richtige Story. Zudem wirken die Geschehnisse etwas zusammenhangslos, weil ihr vier Charaktere verschiedener Nationalitäten spielt, die nicht allzu viel miteinander zu tun haben. Als da wären: ein US-Infanterist, ein kanadischer Infanteriemechaniker, ein polnischer Panzerfahrer und ein britischer, von französischen Widerstandskämpfern begleiteter SAS-Kommando-Mann. Heile Welt: Der AuftaktEs beginnt eigentlich noch recht gemütlich in einem militärischen Camp der Amerikaner. Die Sonne scheint, ein Grammophon dudelt vor sich hin und am sommerblauen Himmel gleiten friedlich drei Thunderbolt-Jäger der US Airforce dahin. Derweilen joggen in der Nähe ein paar Kameraden gefolgt von einem Sherman Panzer vorbei. Ein gewisser Private Huxley bringt uns bei, wie man schießt und Granaten wirft, dann kann´s auch schon losgehen – mit fünf anderen Frontschweinen in einem Truppentransporter. Der allradbetriebene 2,5 Tonner meistert die windungsreiche Matschstraße zunächst ohne Probleme. Ein wenig Staub wirbelt auf, die Männer schimpfen und husten. Doch plötzlich wird es hektisch: Erst sieht man nur alliierte Soldaten wie aufgeschreckte Gazellen über die Straße hasten, dann regnet es auch schon die ersten Granateneinschläge! Die Deutschen greifen an! Ein in Panik geratener Infanterist schafft es noch fast, aufzuspringen, als ein Volltreffer eintrudelt und ihn mitsamt unserem Laster in die Luft jagt. So endet die Spazierfahrt unerwartet in einem Fiasko. Game over, denkt ihr? Nein, es fängt gerade erst an ...Die Hölle auf Erden: Saint LoWir erwachen aus kurzer Ohmacht in Saint Lo, wo zufällig gerade eine der schwersten Schlachten des Krieges tobt. Was in einer heilen Welt begann, nimmt spätestens hier apokalyptische Ausmaße an. Obwohl uns ein Stahlgewitter aus donnernden Einschlägen umgibt, dringen die Kameraden und meine Wenigkeit mutig vor und nutzen marode Grabsteine und schräg stehende Steinkreuze eines alten Friedhofs als Deckung. Die Ruinenstadt wäre eigentlich eine prächtige Kulisse, um mal Urlaub zu machen, wären da nicht die emporschießenden Erdfontänen und MG-Salven überall!Obwohl unser Vordringen weitgehend auf linearen Pfaden erfolgt, könnt ihr in manchen Situationen statt eines frontalen Angriffs auch mal über die linke oder rechte Flanke vorgehen. Darüber hinaus habt ihr manchmal die Wahl, eine von zwei oder drei verschiedenen Routen einzuschlagen. Die möglichen Ziele werden euch daraufhin auf dem Radar unten links angezeigt. Einmal müsst ihr zum Beispiel entscheiden, ob ihr ein Lagerhaus über das Dach, den Keller oder noch einen dritten Eingang infiltrieren wollt. Ein Schwerpunkt des Geschehens liegt zweifellos auf dem urbanen Häuserkampf. In mehrstöckigen Wohnhäusern, Bunkern und Industrieanlagen warten immer wieder strategisch wichtige FLAK-Geschütze oder stationäre MGs im Gebälk eines Dachstuhls darauf, sabotiert oder erobert zu werden. Ansonsten kämpft ihr euch wie gehabt durch verregnete Schützengräben und Flussläufe, durchkämmt Wälder und Felder und so weiter ... Das Feuern auf Kameraden wird nicht toleriert!Eine frei konfigurierbare Tastenbelegung gibt es zwar nicht, doch dürften mehrere zur Verfügung stehende Controllerbelegungen den meisten Ansprüchen genügen. Wieder mal müsst ihr aufpassen, wo ihr hinschießt, denn das Feuern auf Kameraden führt schnell zu einem vorzeitigen Abbruch einer Mission. Von den über 15 zeitgenössischen Waffen des Spiels könnt ihr wie gehabt nur zwei Exemplare plus Granaten gleichzeitig mit euch herumtragen, doch könnt ihr oft genug die Waffen Gefallener gegen eure eigenen eintauschen. So ist auch Munitionsknappheit selten mal ein Problem. Im Nahkampf kommt statt des Kinnhakens diesmal ein Kolbenschlag zum Einsatz.Einige Sabotageakte und auch eine Kranaktion, eine Flussüberquerung per Boot und ähnliches werden manchmal in Form eines spielinternen Minispielchens entschieden. Reflexartig müsst ihr dann im Bild eingeblendete Knöpfe drücken oder den Control Stick kreisförmig rühren, um einen Mechanismus in Gang zu setzen. In einigen gescripteten Nahkämpfen befreit ihr euch so aus einer Umklammerung und stoßt am Ende womöglich den Todfeind die nächste Brüstung von einem Turm herunter. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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