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Test: Guitar Hero II
Rockt der zweite Teil noch genauso wie sein genialer Vorgänger?Es darf wieder gerockt werden: Nachdem Red Octane von Activision geschluckt wurde, bringen die Entwickler den zweiten Teil des erfolgreichen Musikspiels unter neuer Flagge auf die PlayStation 2. Nach bekanntem Prinzip verwandelt ihr wieder mal euer Wohnzimmer in einen Konzertsaal. Aber hat Guitar Hero 2 außer einer neuen Songauswahl auch frische Ideen zu bieten?Rock´n´Roll SuperheldNachdem der Innovationsbonus verflogen ist, mussten die Entwickler dieses Mal eine Schippe drauflegen: Statt die Axt wie im Vorgänger zu knapp über 30 Songs zu schwingen, dürft ihr eure Nachbarn diesmal mit insgesamt 64 Songs erfreuen. Hierbei gilt nach wie vor, dass man sich seine Lieblingssongs erst erarbeiten muss, da zu Beginn nur eine kleine Auswahl freigeschaltet ist. Neu sind die Zugaben: Jedes Mal, wenn ihr ein paar Songs gespielt habt, fordern die Fans eine Zugabe. Tut ihr dem Publikum den Gefallen, schaltet ihr diese Songs ebenfalls für ein schnelles Spiel oder den Multiplayer-Part frei. Das sorgt für zusätzliche Motivation, da man immer unbedingt wissen möchte, welchen Bonussong das Spiel als nächstes für einen bereithält.Insgesamt hat die Musikauswahl meiner bescheidenen Meinung nach etwas nachgelassen: Zwar sind wieder namhafte Bands wie Stone Temple Pilots, Aerosmith, Kiss und Nirvana vertreten, echte Überflieger wie im ersten Teil sind allerdings rar. Bei vielen Songs hat man zudem das Gefühl, dass sie schlicht und ergreifend nicht für die Gitarre geschrieben wurden, da sie entweder zu sehr in die Pop-Ecke abdriften oder mit langen Schlagzeugsoli garniert sind. Bei einigen Liedern merkt man auch leider sehr schnell, dass alle Songs nur gecovert wurden: Einzigartige Sänger wie Glenn Danzig oder Zakk De La Rocha von Rage Against the Machine kann und sollte man nicht imitieren. Musikalisch ist die gesamte Tracklist aber wieder top. Ohne die Gesangsspur würde man keinen Unterschied zu den Originalen bemerken. Trotz aller Kritik - Aufgrund der insgesamt größeren Auswahl wird auch dieses Mal wieder jeder seinen persönlichen Favoriten finden. Alle Verstärker auf 11!Wie bereits im Vorgänger ist das Highlight des Spiels der geniale Gitarrencontroller. Dieser kommt erneut in Form einer lizenzierten Gibson SG daher (diesmal in rot), natürlich inklusive Umhängegurt. Das bewährte Spielprinzip wurde ebenfalls übernommen: Während der Songs laufen im Rhythmus fünf farbige Symbole vom oberen zum unteren Bildschirmrand. Sobald sie unten angekommen sind, müsst ihr nicht nur die entsprechende Taste auf dem Controller drücken, sondern den Ton – oder Akkord – auch noch mit einem Wipphebel am Korpus im richtigen Moment anschlagen. Bei langen Tönen könnt ihr zudem noch mit einem ebenfalls vorhandenen Tremolo für Extrapunkte sorgen. Trefft ihr eine Reihe von sternförmigen Symbolen, lädt sich eure Starpower auf. Sobald der Balken gefüllt ist, dürft ihr dank Bewegungssensor den Gitarrenhals hochreißen, mit wilder Mine die Starpower entfesseln und eine Zeit lang besonders viele Punkte einheimsen. |
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