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Test: Test Drive: Unlimited

Warum die PS2-Version deutlich von den anderen abgehängt wird...
 Test Drive: Unlimited
Nach Xbox 360- und PC-Version dürfen auch PS2-Besitzer mit Test Drive Unlimited (TDU) einen Rennspielurlaub auf Hawaii buchen. Wie bekommen die Entwickler Eden Games (u.a. V-Rally 1-3Weitere Infos) und Publisher Atari den riesigen Spielumfang auf die technisch veraltete PS2?

Hula-Hula

Um die Frage gleich aufzunehmen: Mit einem Rotstift. Dem fallen in der PS2-Version nämlich viele der von den anderen Versionen her bekannten Features zum Opfer. Gleich zu Beginn der erste Einschnitt: Das Spiel gibt nur ein männliches Alter-Ego vor. Ein Auswählen aus verschiedenen Charakteren gibt es nicht. Ist die Spielfigur auf der Hawaii-Insel Oahu gelandet, geht es sofort zur Autovermietung, um mit einem fahrbaren Untersatz die ersten der insgesamt 1600 km Straße zu erkunden. Die anhand von GPS-Daten und Satellitenfotos originalgetreu nachgestellte Insel, auf der es übrigens immer taghell ist und nie regnet, ist eine riesige Spielwelt. Um etwa eine Inselumrundung zu fahren, werden ziemlich genau 189 km fällig. Selbst bei einer schwer zu haltenden Durchschnittsgeschwindigkeit von 189 km/h dauert dies ziemlich genau eine Stunde. Übrigens ist genau diese Inselumrundung eines der finalen Rennen im Spiel!
Doch so weit kommt man anfangs noch nicht, da es vorerst gilt, eine Bleibe zu finden und dafür einen Immobilienmakler anzusteuern. Hier kauft man sich vom kargen Startkapital die erste Wohnung im Hochhaus in der City oder im ruhigen Haus auf dem Lande. Wichtig ist natürlich die Anzahl der Stellplätze in der Garage. Anfangs kommen hier „nur“ vier Wagen unter. Wer es sich später finanziell leisten kann, darf sich eine edle Luxusvilla kaufen, deren Garagenvolumen natürlich um einiges größer ist. Das Zuhause entpuppt sich bei nüchterner Betrachtung als eine Art schmucker Rahmen für die sonst üblichen trockenen Menüs bei Rennspielen. Von hier aus kann der Spieler Statistiken einsehen, die Wagen in der Garage bestaunen und seine Spritztouren starten.

Mittendrin statt nur dabei

Die Verflechtung von Online- und Offline-Modus hat es in einer abgeschwächter Form auch in die PS2-Version geschafft. Der PS2-Spieler muss allerdings vor jedem Spielstart selbst entscheiden, ob er im Online- oder Offline-Modus spielen will. Die PS2-Version erkennt nicht automatisch, wie die PC- oder die Xbox 360-Version, ob die Konsole gerade online ist oder nicht.
Der Mitverkehr auf der Insel wird entweder von der Konsole gesteuert oder von Menschenhand gelenkt. Ist man online, wird die Hawaii-Insel quasi zu einem riesigen MMO-Rennspiel. So reicht es zum Beispiel schon einen Gegner mit Lichthupe herauszufordern, einen Zielpunkt zu wählen und ab geht das Rennen. Im Offline-Modus werden die Gegner quasi auf der baugleichen Insel von der Konsole berechnet.
Wer online spielt, dem stehen dann auch noch weitere Funktionen wie Sofort-Herausforderungen oder Freundeslisten zur Verfügung. Außerdem kann man sich mit Freunden in Drive-Ins treffen und von hier aus die Rennen mit bis zu sieben Gegnern starten oder auch selber leiten. Leider wurde das Feature des Autohandels oder -tausches zwischen den Onlinespielern für die PS2 nicht eingebaut. Rennen im Splitscreen-Modus sind übrigens ebenfalls nicht möglich.

Dein Freund der Autoverkäufer

Leider wurde auch beim Fahrzeugumfang kräftig mit dem Rotstift hantiert. Zwar sind auch hier überall auf der Insel jede Menge Autohäuser bekannter Marken wie Mercedes, Alfa Romeo oder Ford verstreut. Doch leider warten „nur“ ca. 90 Fahrzeuge auf einen Fahrer. Außerdem sucht man die Motorräder vergeblich! Die Leistungen der Autos kann man übrigens mit drei leistungssteigernden Kits verbessern. Der Drang nach optischen Tuningmaßnahmen kann auch gestillt werden. Allerdings können die Fahrzeuge nur mit Bauteilen und Farben ausgestattet werden, die auch in den original Katalogen der Hersteller zu finden sind.
Bei Überlandfahrten findet man am Wegesrand die Autohäuser und kann ihnen per Knopfdruck sofort einen Besuch abstatten. Es lohnt sich jedes Autohaus abzuklappern, da nicht jeder Händler immer alle Modelle auf Lager hat. Tuningwerkstätten, Autolackierer oder Immobilienmakler findet man ebenfalls beim Cruisen über das frei befahrbare Inselstraßennetz. Ersatzlos gestrichen wurden die Boutiquen. Somit kann man seinen Charakter auch nicht mit neuen Klamotten, Sonnenbrillen oder anderen Dingen verändern. Der leichte Rollenspieltouch geht der PS2-Version also vollkommen ab.
Screen 1
Gib Gummi
Screen 2
Alfa Innenraum
Screen 3
Gut sortierter Autohändler
Screen 4
Offen fahren kein Problem – es regnet eh nie im Spiel

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Test Drive: Unlimited

Packshot
Renn-Simulation
von Atari
USK-Freigabe ohne Altersbeschränkung
PCMärz 2007
PS2März 2007
360September 2006

» Alle Infos  » Preisentwicklung

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