Da
Burnout Revenge
schon wieder einige Zeit auf dem Buckel hat, haben sich die Entwickler bei Criterion hingesetzt, um wenigstens alle PlayStation 2- und PSP-Besitzer mit einem neuen Actionraser zu versorgen. Ob es sich nur um einen lieblosen Aufguss oder doch ein neues Juwel der Serie handelt, erfahrt ihr in unserem Test.
Vollgas statt Realismus
Eines ist sicher: Am Grundprinzip von
Burnout wird sich so schnell nichts ändern. Auch bei
Burnout Dominator geht es nicht darum, mit optimal eingestellten Stoßdämpfern die Idealline zu finden. Im Vordergrund steht vielmehr der altbewährte Mix aus Action, Geschwindigkeit und möglichst viel virtuellem Schrott. Für alle, die keinen der zahlreichen Vorgänger gespielt haben: Bei
Burnout geht es nicht nur darum, als erster ins Ziel zu kommen. Während der Rennen sammelt ihr Boost, indem ihr z.B. durch den Gegenverkehr rast oder eure Konkurrenten mit einem beherzten Rempler in die Leitplanken befördert. Wer rücksichtsvoll fährt, hat schon verloren.
Legt man die Disc das erste Mal ins Laufwerk, fällt einem zunächst die frappierende Ähnlichkeit zum Vorgänger
Burnout Revenge auf. Tatsächlich hat man bei Criterion die Engine des Vorgängers recycelt und nur am Gameplay geschraubt. Allerdings riecht es auch hier ziemlich bald nach Flickwerk: Statt das Konzept von
Revenge weiter zu verfolgen, haben die Entwickler einen Schritt zurück in Richtung
Burnout 3
gemacht. Geblieben ist jedoch der „Welt Tour“-Modus, in dem ihr euch durch die einzelnen Klassen hocharbeitet. Sitzt ihr am Anfang noch in langsamen Karren von der Stange, werden im Laufe des Spiels die Wagen immer schneller und schicker, bis ihr euch irgendwann in der namensgebenden „Dominator“-Klasse behaupten müsst. Serientypisch bestreitet ihr dabei nicht nur klassische Rennen und „Eliminator“-Rennen, sondern müsst eure Medaillen auch in verschiedenen Herausforderungen verdienen. So gilt es in den „Road Rage“-Events, möglichst viele Gegner unter Zeitdruck von der Strecke in einen Takedown zu rammen. In „Maniac“-Rennen winkt eine Medaille für besonders riskanten Fahrstil, während man in einer „Burnout“-Herausforderung möglichst viele Burnouts in Serie auf den Asphalt legen muss. Die 24 Strecken sind übrigens allesamt neu programmiert, es gibt sogar eine (nicht originalgetreue) deutsche Autobahn zu erobern.
Alles Altmetall?
Der Singleplayer-Modus und die Technik sind allerdings auch alles, was vom Vorgänger geblieben ist: Spielerisch bedienen sich die Entwickler bei den früheren
Burnout-Teilen. Man darf also nicht mehr die zivilen Autos auf der eigenen Spur touchieren oder gar als Geschosse gegen die Kontrahenten einsetzen. Jeder Zusammenstoß mit dem Verkehr führt wieder, wie vor
Revenge in jedem
Burnout-Teil, unweigerlich zum Crash. Nach einem solchen darf man aber wieder in Zeitlupe das Wrack in seiner Flugbahn steuern, um eventuelle Widersacher mit ins Verderben zu reißen. Um gleich mehrere Gegner mitzunehmen, kann man auf Knopfdruck den Crashbreaker zünden, und so sein Auto und die Wagen der Konkurrenz in die Luft jagen.