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Test: Medal of Honor - Vanguard
Der 2. Weltkrieg aus der Sicht eines Fallschirmspringers der 82. Airborne Division ...
Ego-Shooter, die im Zweiten Weltkrieg spielen, gibt es mittlerweile wie Sand an der Normandie. Medal of Honor: Vanguard, was soviel wie Vorhut bedeutet, spielt für das Genre der WKII-Shooter eigentlich keine allzu wichtige Rolle mehr, ist aber immerhin schon mal als kleiner Vorgeschmack auf MoH: Airborne zu verstehen, welches für 360, PS3 und PC erscheinen wird.Auftakt: SizilienDie erste von vier Kampagnen, Operation Husky, stellt die Luftlandung der Alliierten auf Sizilien nach und beginnt wie so oft mit einem Schwarz-Weiß-Filmchen, das grob den geschichtlichen Hintergrund des Geschehens skizziert. Dann geht es auch schon los: In der Rolle von Frank Keegan, eines Korporals der 82. Airborne Division, erlebt ihr, wie ein Flugzeug im Anflug auf die Insel von einer Explosion erschüttert und zerfetzt wird. Mit Glück schafft es der Held, seinen Fallschirm zu öffnen und unbeschadet die felsige Küste zu erreichen. Allzu viel solltet ihr von den Fallschirmsprüngen allerdings nicht erwarten, denn bei einer Flugzeit von nicht mal 10 Sekunden bietet sich leider kaum Gelegenheit, die Aussicht zu genießen und Kontrolle über den Schirm zu gewinnen. Und da es ohnehin nur je einen solchen Flug zu Beginn einer Kampagne gibt, haben Titel wie Just Cause oder meinetwegen auch Pilotwings (SNES) in dieser Hinsicht mehr zu bieten. Und wir wollen natürlich hoffen, dass auch Airborne mehr zu bieten haben wird ...Erkenntnis des Frontberichts: Nazis sind AnalphabetenSchon bald nach der Landung auf feindlichem Terrain macht sich die erste Ernüchterung breit. Von den bemerkenswert kurzen Fallschirmsprüngen mal abgesehen verläuft nämlich alles wie gehabt: Man erobert Bunkeranlagen, kämpft sich durch Schützengräben, platziert Sprengsätze an FLAK-Stellungen, stiehlt Pläne und jagt mit Bazookas deutsche Tiger-Panzer in die Luft. Auch die verfügbaren Waffen – darunter M1 Thompson, MP40, M1 Garand, das fest montierte MG42 und die billigen 98k-Karabiner der Gegner – kommen mir irgendwie bekannt vor. Sehr bekannt, um genau zu sein. Für kurze Überraschungsmomente sorgen lediglich die alliierten Fallschirmspringer, die an wenigen Stellen aus der Luft zu Hilfe eilen, wobei ein paar davon nach der unglücklichen Landung aus einem Baum oder Kirchendach befreit werden müssen.Mein persönliches Highlight war aber der Anblick eines Plakates mit einem deutschen Arbeiter darauf. Das Motto: „ARBEITEN SIE UND GEWINN“. Hä? Das war aber noch nicht alles – zwei Räume weiter prangt an einer Wand der Schriftzug „Deutsche Dünger-Fabrick“. Tja, hätten die Nazis mal nicht ihre ganzen Bücher verbrannt ... Härter als deutsche Tiger: holländische SupertraktorenMoHV ist also nicht gerade ein Shooter, der mit neuen Ideen und bombastischer Action zu beeindrucken weiß. Begegnungen mit motorisierten Einheiten kommen zwar vor, wurden allerdings recht einfallslos inszeniert. Denn zum einen gibt es nicht viele solche Einheiten und zum anderen sind diese zumeist auch noch immobil. Schade auch, dass man nicht selber mal Panzer oder ähnliches fahren darf. Auffallend auch die simplen Fahrzeug- und Schadensmodelle. Zivile Fahrzeuge wie Traktoren und in der Gegend herumstehende Lastwagen sind, von den Scheiben mal abgesehen, nicht mal zerstörbar. Der Zerstörungsfaktor des Umfeldes beschränkt sich ebenfalls auf das Nötigste. Auch Explosionen und Rauch kommen in Vanguard reichlich kurz. Der direkte Rivale Call of Duty 3 hat diesbezüglich deutlich mehr zu bieten. |
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