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Test: Free Running
Für alle Fans des Extremsports kommt jetzt die passende Umsetzung.
Extremsportarten werden immer beliebter. Bestes Beispiel ist das französische Parkour oder auch Free Running genannt. Hier springen, klettern und hangeln sich Wagemutige zwischen Häuserschluchten, Dächern oder irgendwelchen anderen geeigneten Anlagen hin und her. Das Ganze sieht zwar sehr stylisch aus, erfordert aber eine Menge körperliche Fitness und Kontrolle. Nun kommt ein Spiel, das diesen Sport und das damit verbundene Gefühl möglichst gut umsetzen will. Ist den Entwicklern das gelungen?Für Geduldige und GeübteNach einem elend langen Ladebildschirm gelangen wir ins Hauptmenü, wo wir leider auch recht wenige Auswahlmöglichkeiten finden. Story und Multiplayer sind die einzigen Modi, die hier angeboten werden. Entscheiden wir uns also erstmal für den Storymodus. Bereits bei der Auswahl des Spielers (eigene Charakterkreation ist leider nicht möglich) können früh Parallelen zum offensichtlichen Vorbild Tony Hawk´s gezogen werden. Auch hier unterscheiden sich die einzelnen Charaktere in Attributen wie Ausdauer oder Sprungkraft.Anfangs können wir nur trainieren und müssen sämtliche Trainingsmissionen absolvieren, um überhaupt einen richtigen Level spielen zu können. Das Tutorial gestaltet sich aber einsteigerfreundlich und macht uns gut mit der Steuerung des Spiels vertraut. Einmal absolviert, werden wir auch schon auf die harte Free Running-Welt losgelassen. Wie die aussieht? Wir klappern, wie auch in den ersten Tony Hawk-Teilen, nacheinander diverse Gebiete ab und erledigen dort Aufgaben wie z.B. in einer gewissen Zeit möglichst viele Punkte machen oder das Erreichen einer bestimmten Stelle. Erfüllen wir die Vorgaben, schalten sich nach und nach immer mehr Gebiete frei, die dann ähnliche Begebenheiten beinhalten. Ziel des Spiels ist es, alle Aufträge zu erledigen und die Gebiete komplett abzuschließen. Natürlich lassen sich dann auch Extras freischalten, wie neue Spieler, Klamotten oder Tricks. Da der Schwierigkeitsgrad ab der Mitte enorm anzieht, wird es selbst für geübte Free Runner nicht leicht, das Spiel zu schaffen. Sollten sie es dennoch tun, sehen sie nach ca. 8 Stunden die Credits, der hohe Frustfaktor natürlich abgezogen. I believe I can flyFree Running orientiert sich nicht nur vom Aufbau her am guten Tony, es spielt sich auch fast so, nur mit dem Unterschied, dass wir eben nicht auf dem Board unterwegs sind, sondern zu Fuß. Das nimmt dem Spiel allerdings kaum die Dynamik - rasante Trickkombinationen sind hier genauso möglich wie im Pendant. Was jedoch stört, ist die Trägheit der Steuerung, die unseren Versuchen eine hohe Wertung zu erzielen mitunter gehörig die Tour vermasselt. Die virtuellen Charaktere bewegen sich teilweise arg lahm und reagieren dementsprechend auf Tasteneingaben. Überhaupt verlangt uns das Spiel viel Fingerfertigkeit ab - die spektakulären und zugleich komplizierten Tricks funktionieren nur über wahre Tastenakrobatik. Wer das allerdings schafft, kann sich an flüssigen und schön anzusehenden Bewegungsabläufen erfreuen.Löblich: Man kann an so ziemlich allem in einem Areal seine Tricks vollführen. Free Running hat im Vergleich zu Tony allerdings auch einen Unterschied: Der Spieler kann hier nämlich verletzt werden. Misslingen uns zu viele Tricks und küssen wir dabei zu oft den Boden, geht die Lebensanzeige drastisch runter und erfordert im schlimmsten Fall einen Neustart des Levels. MauerblümchenTechnisch zeigt sich Free Running kaum spektakulär. Die Areale wirken wesentlich lieb- und lebloser als in den Tony-Vorlagen. Dafür machen aber immerhin die Athleten eine gute Figur und überzeugen durch authentische Bewegungsabläufe.Wirklich nervig sind hier aber vor allem die kaum zumutbaren Ladezeiten. An jeder erdenklichen Stelle lädt das Spiel nach, und das nicht zu kurz. Der Sound ist gelungen, jedoch gewöhnungsbedürftig. Die Hip-Hop-Riffs, welche uns meist während unserer Einlagen begleiten, klingen zwar passend, sind aber nicht jedermanns Sache. An den Effekten gibt’s wenig zu meckern, der Großteil der Geräusche kling stimmig, nur ein paar mehr Umgebungseindrücke hätten der Atmosphäre gut getan. Über die Sprachausgabe kann man eigentlich auch nicht meckern, schließlich wurde einiges mit bekannten Sprechern eingedeutscht, und wenn eine freche Dame bei jedem gelungenen Trick diesen mit einem lauten Ruf ansagt, kommt echtes Feeling auf. Wer alleine genug hat, kann sich auch mit einem Freund zusammen in den Parkour wagen. Hier stehen zwar nur klassische Modi, wie „Wer macht in der Zeit am meisten Punkte“ zur Verfügung, der Wettkampf sorgt aber für einigen kurzweiligen Spaß zu zweit. |
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