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Test: King of Fighters XI
Ring frei zur mittlerweile elften Runde. Kann man hier noch Fortschritt erwarten?Jenseits der dreisten Spielepolitik seitens EA, was die zahlreichen jährlichen Sportfortsetzungen angeht, geschieht im fernöstlichen Japan Ähnliches bei den Beat’ em Ups. Bestes Beispiel ist hier die X-te, nein mittlerweile XI-te Neuauflage von SNK’s Vorzeigeprüglers King of Fighters aus dem Jahr 1994. Seitdem erschien nahezu jedes Jahr ein Nachfolger, der sich kaum anders spielte. Hier und da mal ein paar neue Moves, vielleicht ein Pixel mehr - und das war es auch schon. Dieses Jahr kommt King of Fighters XI als Arcade-Umsetzung auf die PS2 und ihr dürft jetzt schon raten, ob SNK seine Tradition brach oder nicht.Wer will noch mal, wer hat noch nicht?Es gibt Menschen, die haben seit Jahren nichts Anderes zu tun, als sich regelmäßig zu prügeln. Und so schickt SNK auch dieses Jahr wieder hastenichgesehen viele potenzielle Helden (insgesamt 47) in den Ring, um den Stärksten unter sich auszumachen. Eine Story dazu gibt’s schon lange nicht mehr, mittlerweile wird sich nur noch aus Prinzip gekloppt. Zumindest vermittelt uns das erwartungsgemäß unspektakuläre Bilderintro diesen Eindruck.Natürlich gesellen sich auch diesmal ein paar neue Charaktere zum traditionellen Ensemble, darunter Kasumi, Kula oder Ramon. Dafür mussten allerdings Altbekannte wie Andy, Billy oder Joe weichen. Natürlich hat jeder der Helden seine eigenen Specialmoves und Kampfstile. Jeden einzelnen Charakter zu beschreiben, würde Leseraugen müde machen, jedoch dürfte auch diesmal für so ziemlich jeden was geboten werden. Vom skurrilen Breakdancer bis hin zum muskulösen Koloss ist alles dabei, von schnell und agil bis hin zu langsam und durchschlagend. Zu den bereits im Startensemble wählbaren Figuren gesellen sich nach dem Freispielen noch fünf Zwischenbosse, was eine Gesamtauswahl von 52 bedeutet, was wiederum so ziemlich Rekord im Genre sein dürfte. Endboss in allen Modi ist diesmal Nemesis Magaki, der auch in diesem Sequel traditionell als nahezu unschaffbar gilt und für einigen Frust sorgen wird, versprochen. Insgesamt ist der Schwierigkeitsgrad einmal mehr sehr happig. Anfangs lachen wir uns noch über die stupiden Begegnungen kaputt, doch spätestens nach zwei bis drei Runden, in denen der Schwierigkeitsgrad sprunghaft ansteigt, vergeht uns das Lachen und das trotz einstellbarer Stufen. Nur für ProfisWieder einmal gilt: King of Fighters ist leicht zu lernen, aber unendlich schwer zu meistern. Wer aus dem Genre gar nichts zuvor gespielt hat, wird sich an den ersten Kämpfen dank Button Mashing zwar noch erfreuen, beißt aber beizeiten ins Pad, wenn einen die KI an die Wand spielt. Spätestens hier ist der Könner und Veteran gefragt, der die Specialcombos, Teammoves und Supercancels im Schlaf beherrscht.Erfreulich ist allerdings, dass SNK wieder aufs Teamplay setzt. Denn nur hier dürfen wir standardmäßig drei Helden in den Ring schicken, die sich im Kampf jederzeit auswechseln und sogar mit verschiedenen Fähigkeiten kombiniert einsetzen lassen. Zusätzlich wird vor Kampfbeginn noch ein Teamführer bestimmt, der zusätzlich über einen speziellen Finisher verfügt. Das Ausprobieren und Tüfteln mit den einzelnen Charakterkombinationen macht Laune, allerdings auch hier nur für den fortgeschrittenen Beat’em Upler. Im Hauptmenü wird man zunächst verwirrt sein über die verschiedenen Spielmodi. Hier ist von Arcade Play bis hin zu Teamplay oder Singleplay einiges dabei. Ernüchternd stellen wir aber schnell fest, dass sich alles bis auf winzige Änderungen in der Mechanik nahezu gleich spielt: Ein Team wird ausgewählt und sich mit dem anschließend durch die diversen Areale gekämpft. Hier wird deutlich, dass auch dieses King of Fighters seine Wurzeln in der Spielhalle hat. Kurzweilige Action steht dabei weit über langfristiger Motivation und die Entwickler versäumten es, ihre Umsetzung entsprechend für das heimische Spielen anzupassen. Alles beim AltenImmerhin hat sich bei der Optik doch etwas getan. Zwar wurden die Charaktere auch diesmal kaum überarbeitet, jedoch können die neuen Arenen punkten, dank hoher Auflösung und meist hübscher Grafiken. Bei den sonstigen Innovationen sieht es eher mau aus. Konsequente Weiterentwicklung der Serie? Fehlanzeige. Wer bereits einen der Vorgänger sein eigen nennt, kann sich diesen Teil eigentlich sparen. Und natürlich macht King of Fighters erst im Multiplayer so richtig Spaß. Der Sound ist wie immer gelungen, allerdings gibt’s auch hier bis auf die gelungene Begleitmusik nichts Neues zu entdecken. |
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