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Guitar Hero: Rocks the 80s
Sonstige
von Activision, Red Octane
PS2August 2007
  Infosheet News (11)

Test

 

Bewertungen

GameCaptain
84 %
Test lesen
Magazine: 70 %
Unsere Leser: 85 %
Deine:
70 %
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Screenshots zum Test

Screen 1
Diese Haare...
Screen 2
Die paar Noten sind noch gar nichts. Spielt mal den "Schwer"-Modus!
Screen 3
Sogar der freispielbare Rocko Schnitter hat sich eine bunte Brille aufgesetzt
Screen 4
Akkorde werden bei den Entwicklern offenbar immer beliebter

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Den Spruch hat man schon so oft gehört: „Alles kommt irgendwann wieder.“ Schaut man sich dieser Tage mal auf der Straße um, kommt einem diese Floskel plötzlich gar nicht mehr so falsch vor: Jeder scheint auf einmal wieder in hautengen Karottenjeans herumzulaufen (ganz Mutige tragen sogar Spandex), natürlich inklusive hoher und quietschbunter Basketballstiefel. Die 80er Jahre sind wieder in! Hoffen wir nur, dass nicht bald wieder Leute mit hoch toupierten Haaren die Straßen bevölkern…

Nicht alles war schlecht!

Von den gruseligen Modetrends mal abgesehen, hatten die 80er auch einiges zu bieten: Gute Musik zum Beispiel. Der Heavy Metal erlebte seine endgültige Geburtsstunde, der Rock´n´Roll entwuchs seinen Kinderschuhen und die ersten Punkbands machten sich in England breit. Grund genug also für die Jungs von Red Octane, der legendären Dekade ein eigenes Guitar Hero zu widmen. Ein eigenes Spiel? Nicht ganz, denn Guitar Hero Rocks The 80s nutzt das Grundgerüst von Guitar Hero 2Weitere Infos. Genau genommen ist es ein Guitar Hero 2 mit anderen Texturen (bunten Texturen!) und natürlich neuen Songs.
Allerdings lässt sich darüber streiten, ob die 80er-Edition ein eigenständiger Spross der Familie ist oder nur ein Vollpreis-Addon. Viele Funktionen des zweiten Teils haben es nämlich nicht in die 80er Jahre geschafft. Zum Beispiel gibt es 30 Songs. Punkt. Keine versteckte Bühne mehr, die weitere fünf Songs liefert, keine Songs von kleinen Bands im Laden zum freispielen und einkaufen. Sogar die Anzahl der spielbaren Charaktere wurde halbiert. Die übrigen bekannten Gesichter aus den Vorgängern rocken lediglich in anderen Klamotten. Habt ihr den mittleren Schwierigkeitsgrad gemeistert (was nach spätestens drei Stunden erledigt sein sollte), habt ihr praktisch alles gesehen. Sogar die Bühnen wurden unverändert aus Teil zwei übernommen. Ja, es gibt noch ein paar Gitarren zu erstehen und ja, auch neue Lackierungen dürfen erworben werden. Allerdings fehlt etwas Exklusives. Etwas, das man in den Vorgängern noch nicht gesehen hat. So bleibt die einzige Langzeitmotivation, im ebenfalls bekannten Multiplayer-Part mit oder gegen einen Freund anzutreten und die Tracklist hoch- und runter zu spielen.

Some Killers, more Fillers

Die Auswahl der Musikstücke weiß auf den ersten Blick zu gefallen: Echte Klassiker wie Dio´s „Holy Diver“, „Bang your Head (Metal Health)“ von Quiet Riot oder die geniale Midtempo-Nummer „Balls to the Wall“ von Accept lassen jedes Rock´n´Roll-beseelte Herz höher schlagen. Zum Schluss geht es mit „Caught in a Mosh“ von Anthrax sogar in feinster Thrash Metal Manier auf zur Sehnenscheidenentzündung. Und um das frickelige „Play with me“ von Extreme fehlerlos zu meistern, sind mehr als ein paar Anläufe nötig. Oft kommt man allerdings ins Grübeln, wer eigentlich die Songs aussucht. Da bekommt man mal einen Song von Iron Maiden serviert, und was passiert? Man darf „Wrathchild“ nachspielen. Nicht unbedingt ein Titel, der Maiden berühmt gemacht hat. Genauso verhält es sich mit Judas Priest: „Electric Eye“ ist zwar nicht schlecht, die Bandgeschichte der Briten gibt allerdings deutlich mehr her. Manchmal erinnert das Spiel gar an echte Arbeit, z.B. wenn man sich durch das furchtbar langweilige und schnulzige „Lonely is the Night“ von Billy Squier quält.
Die Mischung an verschiedenen Stilen ist im großen und ganzen aber gut gelungen, außer Bands der New Wave of British Heavy Metal gibt es auch Punk von den Dead Kennedys oder Glamrock von Twisted Sister („I wanna Rock!“ Und ob ich will!). Bis auf ein paar Ausnahmen sind wieder alle Songs gecovert, größtenteils sehr professionell und gelungen. Schwierig wird es nur bei Ausnahmemusikern wie Dio: Auch der beste Sänger kann eine solche Stimme einfach nicht imitieren.
Für alle, die es interessiert: Eine Xbox 360-Ausgabe ist übrigens nicht geplant, wahrscheinlich werden die Songs irgendwann in kleinen Häppchen zum kostenpflichtigen Download angeboten, als Addon für Guitar Hero 2. Zwar gibt es für die PlayStation 2 wieder ein Bundle, aufgrund des eingeschränkten Umfangs sollten Einsteiger allerdings lieber zu einem der Vorgänger greifen.
 
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