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Metal Slug Anthology
Action
von SNK, Ignition
PS2Juli 2007
  Infosheet

Test

 

Bewertungen

GameCaptain
80 %
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Screenshots zum Test

Screen 1
Auch der Fat-Man ist wieder am Start
Screen 2
Wenn grad kein Panzer da ist, muss auch mal ein Elefant herhalten
Screen 3
Explosionen und Effekte sind liebevoll detalliert
Screen 4
Einer der Bosse. Man beachte vor allem den schadenfreudigen Sultan
Screen 5
Selbst Shooterelemente werden uns ab und an geboten
Screen 6
Im dritten Teil können uns Gegner in Zombies verwandeln. Was dann passiert...naja, seht selbst

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Metal Slug steht seit Jahren für lustige Jump&Run-Action in der Spielhalle, die es mittlerweile auf sieben Teile geschafft hat. Ab und zu wurde auch mal einer dieser Klassiker für die heimischen Konsolen umgesetzt, bekam aufgrund der kurzen Spielzeit aber eher selten Traumnoten. Ist ja auch klar bei einem Arcade-Game, das darauf aus ist, in der Spielhalle kurzweilig Spaß zu bringen, aber eben nicht mehr. Jetzt kamen die Entwickler endlich auf die Idee, einmal mehrere Teile in einer Sammlung zu veröffentlichen. Und der zehnte Geburtstag der Spielserie bietet sich dafür doch mehr als an. Also warfen sie alle jemals erschienenen Teile auf eine Scheibe - heraus kommt: Metal Slug Anthology.

Mal wieder die Welt retten, hm?

Metal Slug sorgt seit einem Jahrzehnt für unkomplizierte 2D-Sidescroller-Action. Die Story ist für ein Arcade-Spiel natürlicher eher nebensächlich. Am Anfang der Serie geht es noch gegen Nazis ins Gefecht, welche natürlich so humoristisch aufgezogen werden, wie das ganze Spiel selbst. Später wird die Erde von Aliens überfallen, welche sich die Nazis natürlich zu Gehilfen machen. Im aktuellsten Teil sechs gesellen sich dann noch fiesere Außerirdische dazu und stürzen mal eben das bisherige Imperium.
In jedem Teil geht es darum, diesen Gegnern den Krieg zu erklären und sie durch mehrere, stets lineare Levels zu jagen, zu erschießen oder zu erstechen. Wer glaubt, das klingt nach langweiliger Ballerei, der irrt. Metal Slug hat sich nicht umsonst seinen Kultstatus ergattert.
Zu Beginn von fast jedem Teil (außer dem ersten) können wir uns einen von mehreren wählbaren Helden aussuchen. Diese tragen so aussagekräftige Namen wie Marco oder Thelma. Erst im sechsten Teil besitzen die verschiedenen Charaktere zusätzlich besondere Eigenschaften, so dass die Wahl dort sogar eine taktische Komponente annimmt. In den älteren Teilen wird nur nach Sympathie entschieden, wobei jeder Charakter wirklich drollig ist. Im sechsten Teil bauten die Entwickler sogar noch ein Easteregg ein. Wer die King of FightersWeitere Infos-Serie aus demselben Haus kennt, kann sich über ein Wiedersehen mit Clark und Ralf freuen.
Metal Slug verschlägt uns dabei an so ziemlich jeden denkbaren Ort dieser Welt. Mal kämpfen wir gegen Mumien in Ägypten, ein anderes Mal gegen Yetis im Himalaja.

Nehm ich den Panzer, das Flugzeug oder doch lieber den Esel?

Nach der Auswahl geht’s direkt los: Mit Pistole, Granate und Messer oder Axt bewaffnet, stürzen wir uns ins Geschehen. Per Knopfdruck löst sich ein Schuss, Dauerfeuer gibt’s nicht, also gilt: gepflegtes Button Mashing auf dem Pad. Die Steuerung gestaltet sich dabei erwartungsgemäß arcadelastig und unkompliziert. Wir ballern uns also durch die Herden von teils skurrilen Gegnern und am Ende eines Levels wartet immer ein meist noch skurrilerer Boss.
Auf dem Weg dorthin befreien wir immer wieder lustig aussehende Geiseln, die uns dann die ein oder anderen Wummen zustecken. Hier bietet sich eine Vielzahl von nützlichen aber auch urkomischen Waffen. Mit dem simplen Maschinengewehr fällt es leichter, sich durch die Areale zu kämpfen. Interessanter wird’s da aber noch mit Laser, Raketenwerfer oder Shotgun. Abseits dieser Standardwaffen finden wir auch noch ab und zu solche Geschichten wie den Iron Lizard, ein Maulwurfartiges Geschoss, das auf die Gegner zufährt, oder die Gummigeschosse, die wild auf dem Weg umherspringen.
Neben den aufsammelbaren Handwummen steht des öfteren auch mal ein Panzer oder gar Mech im Level herum, in den wir natürlich prompt hineinhüpfen. Diese Vehikel verfügen über deutlich höhere Feuerkraft und halten bis zu drei gegnerische Schüsse aus. Sind wir ohne Panzerung, ist nämlich nach einem Treffer Sense. Überhaupt zieht der Schwierigkeitsgrad rapide an und ist vor allem in den letzten Levels eines jeden Teils nahezu unschaffbar. Zum Glück haben wir aber im Gegensatz zum Automaten unendlich Continues, auch wenn es irgendwann nervt, diese zum 20. Mal zu aktivieren.

Es lebe 2D

Die Anthology beinhaltet insgesamt sieben Teile, darunter Teil eins bis sechs, welcher erst 2006 erschien. Den siebten Teil bildet Metal Slug X, welches zwischen dem zweiten und dritten erschien. Wie auch in der Spielhalle macht Metal Slug erst so richtig Spaß, wenn man es zusammen mit einem Freund spielen kann. Zu zweit ballert es sich auch wesentlich einfacher durch die Welt.
Jeder der Metal Slug-Teile bietet einen ganz eigenen Charme und auch wenn die Spiele an sich nicht sonderlich lang sind, so können sie im Gesamtpaket für einige Stunden ans Pad fesseln.
Grafisch hat mir Metal Slug stets gefallen. Die Serie wurde bewusst in 2D gehalten, aber so liebevoll und detailreich umgesetzt, dass es einfach Spaß macht, sich in dieser Welt zu bewegen. Der Sound ist ebenfalls gelungen und ebenso typisch für die Serie wie deren Gewand. Anders als in bisherigen Umsetzungen gibt es allerdings keine Ergänzungen oder Specials in den Spielen, hier wurde lediglich die Automatenversion 1:1 umgesetzt.
 
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