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Test: NBA 2K3

Körbchengröße: PS2
 
Neben den NHL und NFL Ablegern aus der 2K3-Reihe sind nun auch die „Big Guys“ aus der amerikanischen Basketballliga auf Konsole eingetrudelt. Neben realistischer Grafik und aufwendigen Präsentationen der Mannschaften und Spieler verspricht Sega den charakteristischen hohen Simulationsgrad wieder beizubehalten.

Was haben wir denn da

Nach einem treibenden Intro aus echten Spielszenen der NBA bekommt man Lust auf mehr. Was da so alles gedunkt und getrickst wird erfreut das Spielerherz und lässt einem, im komplett auf englisch gehaltenen Titel, die Optionen nur schnell überfliegen, bevor das Quickmatch angewählt wird. Doch betrachten wir es nüchtern, handeln, als wären wir beim Intro blind und taub gewesen und erforschen die Menüvielfalt. Neben den obligatorischen Spielmodi, wie Playoff, Season und Exibition wird auch ein umfassender Franchise-Mode geboten, in dem ihr die Möglichkeit habt euch neben dem Spielen an sich noch in den Bereich des Managers vorzuwagen.
Raus aus dem Ledersessel und rein in schwitzige Freizeitklamotten heißt es dagegen im netten Streetball-Modus. Hier können Spieleranzahl, Wetterbedingung und Tageszeit eingestellt werden. Dadurch und durch verschiedenste Locations wird für genügend Abwechslung gesorgt.

Gib’ mir einen Ball!

Bevor es richtig losgeht sollte jeder erst einmal ein Blick auf die Pad-Belegung werfen. Zwar mag es den Durchschnittszocker nicht besonders fremd vorkommen mit dem linken Analogstick die Spieler zu steuern oder durch Druck auf A zu passen. Beim genaueren betrachten fallen jedoch eine große Menge an Finessen auf. Per Knopfdruck lässt sich so zu jedem Spieler auf dem Platz direkt werfen, Tricks ausführen, antäuschen und und und...
Das Erlernen der Steuerung verlangt Zeit und Übung, zahlt sich jedoch mehr als aus. Besonders in Mehrspielerpartien lässt sich der Anfänger vom Profi leicht unterscheiden. Leider wird hier aber auch eine Schwäche von NBA 2K3 offenbart. Das langsame Meistern mag zwar seinen Reiz haben, bei Anfängern dürfte das Fehlen eines richtigen Tutorials allerdings nicht als Pluspunkt zu verbuchen sein. Die einzige Chance bietet sich hier in einem Modus, in welchem ihr in einer leeren Halle frei auf die Körbe werfen könnt und euch angezeigt wird, wie gut der Abwurf war. Ansonsten hilft nur üben, üben, üben.

Shaquille o'Neal Superstar

NBA Spieler verdienen einen Haufen Kohle und werden behandelt wie Superstars, genauso sind Spiele immer wieder ein Ereignis und werden im Land der Special-Effects gern lustvoll praktiziert. Um dieses auch auf der heimischen Flimmerkiste möglichst effektvoll rüberzubringen und in der Darstellung nicht hinter dem Gameplay zurückzubleiben hat man bei NBA 2K3 eng mit dem amerikanischen Sportsender ESPN zusammen gearbeitet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Aufwendige Spieleinführung mit Vorstellung der Mannschaft und Spieler, besonders in Szene gesetzte Wiederholungen und ein hervorragendes (leider nur) englischsprachiges Kommentatoren-Duo gefallen auf ganzer Linie.
Die Grafik an sich weiß leider nicht ganz zu überzeugen. Zwar sind Animation und Spielermodelle klasse (Fachmänner werden fast jeden virtuellen Spieler erkennen), insgesamt wirkt alles jedoch leicht steril, was aber wohl nicht auch zuletzt durch die Hallenthematik verstärkt wird. Trotzdem, ein regeres Publikum hätte NBA 2K3, auf den regelmäßig vollen Rängen bei NBA Spielen, schon vertragen können. Leicht verschönerte Texturen und man wäre auf dem heutigen Stand der Technik.
Um diesen Absatz aber nicht negativ ausklingen zu lassen, sei hier noch erwähnt, dass man sich bei Sega Sports die Mühe gemacht, jedes Stadium der NBA zu implementieren, inklusive unterschiedlicher Beleuchtung und Tribünen.

Spiel mit mir

Für Konsoleros, die neben ihrem Videospiel-Hobby und den vielen hervorragenden Titeln es noch geschafft haben Kontakt zur „realen“ Welt aufzubauen und sich Freunde angelacht haben, darf natürlich ein schöner Multiplayer-Modus nicht fehlen. Hier habt ihr zwar leider nicht die Möglichkeit online gegen andere Spieler auf der ganzen Welt zu zocken. Nein, dies ist der Xbox vorbehalten. Aber zumindest die verbindlichen vier Leute können vor einem Fernseher Platz nehmen. Hier hat neben der Grafik auch im Multiplayer-Modus Microsofts Konsole ganz klar die Nase vorn.
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NBA 2K3

Packshot
American Sports
von Infogrames, Sega
USK-Freigabe keine Angabe
GamecubeMärz 2003
PS2März 2003
XboxApril 2003

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