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Test: Blazing Angels: Squadrons of WWII
Luftkampf im 2. Weltkrieg: Gibt es eine sanfte Landung oder heftige Turbulenzen?
„Nur Fliegen ist schöner“ versprach ein Opel-Werbeslogan in den 70er Jahren, heute kann jeder mit seiner PS3 herausfinden, ob das auch stimmt: Blazing Angels: Squadrons of WWII versetzt den Spieler in den Luftkampf des 2. Weltkriegs, wo er sich durch die Geschicke der amerikanischen Fliegerpiloten manövrieren kann. Das Spiel ist nicht neu, denn immerhin dürfen die Xbox-360-Besitzer schon etwas länger in die Luft gehen: Gibt es für Sonys Konsole eine verbesserte Version oder haben sich die Programmierer frühzeitig mit dem Schleudersitz aus dem Staub gemacht?Im Grunde genommen ist alles schon gesagtTreffender als der Erzähler der Kampagne, der gleichzeitig auch die Spielfigur ist, mit der ihr ins Flugzeug steigt, treffender kann ich es auch nicht formulieren: „Es ist schon alles gesagt worden, was es über den 2. Weltkrieg zu sagen gibt“ – wer so in das Spiel einsteigt, führt sich selbst ad absurdum. Wenn den Entwicklern nicht bald mal etwas Neues einfällt, dann versinken wir Spieler wohl allesamt in Langeweile oder werden zu Geschichtsprofessoren. Das, was die Hintergrundgeschichte in Blazing Angels: Squadrons of WWII so erzählt, dürfte demnach wirklich jedem schon bekannt sein: Ob nun die Luftschlacht über England, der D-Day, die Schlacht um Midway oder das Bombardement auf Deutschland – niemand braucht das mehr, das Ganze ist so außergewöhnlich wie ein Regentag in Norddeutschland.Gut, mal abgesehen vom drögen Szenario: Neben der Kampagne gibt es für die kommenden Fliegerasse noch einen erweiterten Einzelspielermodus mit zwei Mini-Kampagnen für Jäger und Bomber sowie dem Duell mit zeitgenössischen Fliegerassen und einen Arcade-Modus, in dem sich der Spieler mehreren Wellen von Feinden allein stellen muss. Komplettiert wird das Ganze vom Multiplayer-Modus, der mit seiner Online-Funktion für eine Menge Spaß sorgt – lagfrei und flüssig ist das Spielgeschehen im Internet, hier gibt es wenig zu meckern. Nostalgische Filmchen und altbackenes MissionsdesignEin stimmungsvolles, auf alt getrimmtes Intro bereitet den Spieler auf das vor, was ihn in der Luft so erwartet: Zahlreiche Flugzeuge und Kämpfe in einigen tausend Metern Höhe. Leider verspricht das Intro etwas zu viel, denn sobald es während des Spiels auf dem Bildschirm etwas voller wird, gibt es ärgerliche Einbrüche in der Framerate, bei engen Kurven ist der Tearing-Effekt extrem zu sehen – und das bei einer Konsole, die technisch solchen Krankheiten gewachsen sein muss. Dass dann auch die Zwischensequenzen im Kampagnen-Modus sehr dürftig geraten sind und mehr einem „Wochenschau-Bericht“ ähneln, sorgte bei mir auch nicht für einen Jubel-Ausbruch. Schließlich noch ein Hinweis für die Besitzer von Röhren-Fernsehern: Das Menü flimmert auf herkömmlichen Geräten derart stark, dass es sinnvoll ist, so schnell wie möglich ins Kampfgeschehen zu wechseln – auch das ist enttäuschend und sorgt für eine technische Zwei-Klassen-Gesellschaft.Gut, wenn ich gerade so im Fluss des Meckerns bin: Die Missionen sind derartig berechenbar und linear, dass der Spielspaß immer wieder nahe dem Absturz ist. Zwar sind die mitunter 15- bis 20-minütigen Aufträge mit hinreichend Speicherpunkten versehen, an denen bei Misserfolg wieder eingestiegen werden kann, doch der Spieler hat keinen Einfluss auf den Verlauf der Mission und kämpft sich zäh durch die gescripteten Wellen von Jägern und Bombern. Rollen, Gieren und Überkopf – die tollkühne Kiste in AktionKeine Sorge, es gibt auch Positives von Blazing Angels: Squadrons of WWII zu berichten: Das Fluggefühl während des Spiels ist wirklich großartig – solange die Bildfrequenz aufgrund einer Explosion nicht gerade in den Keller geht. Die unterschiedlichen Flugzeuge haben alle ihre Stärken und Schwächen, wobei diese vor allem in der Bewaffnung und den Schadenspunkten zur Geltung kommen. Grafisch sind die flinken Luftikusse fein detailliert umgesetzt worden, das sieht wirklich gut aus.Und nach nur kurzer Eingewöhnungszeit lässt sich die Propellermaschine – später stehen auch die deutschen ME262-Jets in den Solo-Modi zur Verfügung – angenehm einfach durch die Luft manövrieren. Während mit dem linken Ministick gelenkt und das Höhenruder bedient wird, benutzt ihr den rechten Stick für die Schubkontrolle und das Seitenruder, so dass im Simulationsmodus auch das Gieren des Flugzeugs möglich ist. Die R1-Taste bedient die Maschinengewehre, die L1-Taste ist für die Bomben- oder Torpedo-Abwürfe zuständig. In der Steuerung hat der Spieler die Wahl zwischen dem Arcade- oder dem Simulationsmodus: Wer eine echte Herausforderung sucht, sollte den Simulationsmodus aus der Cockpit-Perspektive testen – so macht das Fliegen zum einen noch etwas mehr Spaß und lässt dank guter Rundumsicht auch ein fast schon authentisches Ambiente zu. |
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