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Test: Need for Speed Carbon
Der Lack der aufgemotzten Autos aus NfS Carbon glänzt fast so schön wie die PS3 selbst - aber was taugt das Spiel auf der Sonykonsole?
Need for Speed Carbon konnte bisher auf allen Plattformen nicht gerade mit Topwertungen glänzen. Hat Entwickler EA die PlayStation 3-Version deshalb noch mal aufgepeppt, oder steht hier nur eine 1:1-Umsetzung der Xbox 360-Fassung in den Regalen?Alles wie gehabtGleich vorweg: Es wurde gegenüber der Xbox-360-Version schlichtweg nix verändert, geschweige denn verbessert.Also warten wir auch auf der PS3 in der durch Neonreklame erhellten Dunkelheit, neben protzig dröhnenden Autos mit nervösem Gasfuß auf das Zeichen der süßen kleinen Starterin. Da sind wir also wieder. Als namenloser Fahrer landen wir nach den Wirren des Vorgängers Need for Speed Most Wanted im dunklen Underground der fiktiven Stadt Palmont City. Hier treffen wir alte Bekannte aus längst vergessenen Tagen und finden dank einer zwar wendungsreichen, aber dennoch plumpen Story neue Freunde und Feinde.Natürlich tragen wir wieder sämtliche Fehden auf den Straßen aus. Dafür starten wir bei Checkpoint-Rennen, auf Rundkursen, Radarfallen-Rennen oder zeigen unser ganzes Können bei klassischen Driftevents in der Stadt. Dabei setzen wir Nitro für den besonderen Schub ein und nutzen den altbekannten Speedbreaker, um in Zeitlupe etwa geschickt den Bullen zu entkommen. Dank der einblendbaren Karte finden wir uns in der neuen Stadt natürlich (bedingt) sofort zurecht, finden Autohändler oder den eigenen Unterschlupf, sowie die zahlreichen Rennen. Entweder wir cruisen in freier Fahrt zu den Orten unserer Wahl oder lassen uns quasi „hinbeamen“. Nebenbei fahren wir neue Autos und Tunigteile frei und kaufen vom eingefahrenen Geld neue Wagen. Kurzum: Alles wie eh und je – Gäähhnn! Erobern statt FreischaltenEigentlich könnten wir hier schon den Test beenden, hätten es da nicht einige „Neuerungen“ ins Spiel geschafft. Eine davon ist das Erobern der Karte. Die in vier große Bezirke unterteilte Karte der Stadt ist wiederum in Sektoren aufgeteilt. Diese werden von verschiedenen Gangs, bzw. Crews besetzt. Zu Beginn des Karriere-Modus gründen wir daher eine eigene Crew, erstellen uns ein schickes Wappen und mischen so Sektor für Sektor auf. Durch siegreich beendete Rennen der bekannten Arten erobern wir so quasi Stück für Stück die Karte.Klingt verdammt spannend, ist aber am Ende nur eine andere Art des Freifahrens von Rennen, da natürlich zu Beginn nicht alle Sektoren zur Verfügung stehen. Damit das ganze etwas spannender wirkt, versuchen die feindlichen Crews ab und an, unsere bereits eroberten Sektoren anzugreifen. Sie fordern uns also zu einem Rennen heraus, das wir annehmen und siegreich beenden müssen, damit wir diesen Sektor nicht wieder verlieren. Das Erobern der ersten drei Bezirke (ca. 65% der Karriere), entpuppt sich als fast schon zu leichter Spaziergang. Erst wenn wir diese drei in unserem Besitz haben, sind wir würdig, in Bezirk 4 unseren Hauptgegner und seine Crew anzugreifen und schlussendlich fertig zu machen. Blocker oder SchlepperNach siegreichen Rennen klopfen einige Verlierer meist reumütig bei unserem Team an und fragen nach einer offenen Stelle. Jeder Charakter, den wir dann rekrutieren, hat seine Vor- und Nachteile. Die Neuen gehören entweder zu den Blockern, den Schleppern oder den Scouts. Je nachdem, wen wir also aus unserer Crew bei einem Rennen mitnehmen, blockiert unser Teammitglied auf Knopfdruck die Gegner, zieht uns am Kontrahenten vorbei oder zeigt uns Abkürzungen, die wir dann nutzen können. Kommen die Bullen uns bei einem Rennen in die Quere, ist es nicht verkehrt, einen Blocker als Teamkollegen bei uns zu haben, der die Ordnungshüter beschäftigt.Doch leider gilt auch für dieses neue Feature: Klingt spannend, ist aber in der Praxis nicht so toll umgesetzt. So sind wir leider nur auf ein Crew-Mitglied beschränkt, das wir zum Rennen mitnehmen können. Daher können wir auch nur einen Befehl geben und nicht wirklich während der Rennen taktieren wie etwa in Ford Street Racing , das diese Art Feature um Längen besser umgesetzt hat. Auch ohne die Crew gewinnen wir die Rennen, so dass wir dieses Feature nur zu Testzwecken genutzt haben. Zumindest bringen die Crew-Mitglieder wenigstens noch Boni und sorgen so u.a. für Preisnachlässe bei Tuningteilen.Tokyo Drift lässt grüßenNeu sind auch die Canyon-Duelle im aktuellen Need for Speed-Teil - ganz sicher eine Anleihe aus dem Kinofilm The Fast and the Furious: Tokyo Drift . Meist fahren wir diese Art Rennen in sogenannten Bosskämpfen, die es in geringer Zahl auf der Karte gibt. Nach einem klassischen 1-gegen-1-Rennen treffen wir uns mit dem Boss im nahen Gebirge wieder. In Phase 1 des Duells startet der Kontrahent vor uns und wir müssen versuchen, so dicht wie möglich hinter ihm herzufahren. Auf den engen und kurvigen Bergstraßen ist überholen so gut wie unmöglich und so gibt es bereits Punkte für dichtes Auffahren. Nitro und Speedbraker sind hier übrigens abgeschaltet. In Phase 2 legen wir vor, unsere eingefahrenen Punkte versucht der Gegner nun durch dichtes Verfolgen wieder wett zu machen. |
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