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Test: Rainbow Six: Vegas

Sieben Monate später: Die Taktik-Shooter-Referenz stürmt die PS3
 Rainbow Six: Vegas
Mühsam nähren sich die PS3-Eichhörnchen: Nur langsam werden die Spiele, die schon auf der Xbox 360 erschienen sind, auch für Sonys NextGen-Boliden umgesetzt – mit wechselhaften Ergebnissen. Sieben Monate nach der Veröffentlichung von Rainbow Six: Vegas auf dem Microsoft-Gerät, kommen nun auch Playstation-3-Besitzer in den Genuss des Taktik-Shooters. In der Hoffnung, dass bei einem Spiel, welches von uns einen GameCaptain-Award bekam, bei der Umsetzung nicht viel falsch gemacht werden kann, habe ich mich nun ein zweites Mal mit Logan Keller auf die Anti-Terror-Reise durch Mexiko und Las Vegas begeben. Mit wechselhaften Erfolg und einem trägen SixAxis-Controller…

Alte Geschichte mit einem neuen Helden

Was die Hintergrundgeschichte anbelangt, so hat sich im Vergleich zur Xbox-Variante nichts geändert: Der Drei-Mann-Trupp muss die Welt retten und hat es wieder einmal mit Gewalt-Touristen zu tun, allgemein als Terroristen bekannt. Für einen Taktik-Shooter eine altbekannte, aber auch solide Basis. Der Weg bis zum Finale des Solo-Modus führt euch durch verlassene Straßen und Häuser in Mexiko und – wie es der Titel schon verrät – durch die Casinos von Las Vegas.
Frisch im Dienst und zum ersten Mal als Teamleader aktiv, übernimmt der Spieler im Story-Modus den Elite-Soldaten Logan Keller. Neben Anführer Keller sind im Alpha-Team auch noch der Elektronik-Spezialist Gabriel Nowak und der Sprengstoff-Experte Kann Akahashi vertreten. Hier nun schon einmal ein Makel des Spiels: Während ihr Keller steuert, könnt ihr Nowak und Akahashi nur im Doppelpack bewegen – jeden Akteur einzeln agieren zu lassen, ist leider nicht möglich. Dabei wäre bei einigen Casino-Missionen ein Kreuzfeuer von drei Seiten hilfreich, ohne dass das Spiel dadurch zu einfach würde. Trotzdem bleibt die taktische Komponente ein tragender Faktor und die Befehle, die ihr den beiden Team-Kollegen gebt, sind ebenso einfach zu erteilen, wie sie von den Waffenbrüdern umgesetzt werden.
Doch Moment, hier gibt es den zweiten Knackpunkt im Spiel: Die KI der Kollegen hat mitunter ärgerliche Aussetzer, die entweder euch selbst oder die künstlichen Mitstreiter in Lebensgefahr bringen. Zwar sind diese Blackouts äußerst selten, fallen aber gerade deswegen auf, weil der Rest des Spieles hochwertig umgesetzt wurde.

Wer braucht schon eine Krankenversicherung?

Die Steuerung des Anführers Logan Keller ist komplex, aber eingängig. Und schon nach wenigen Spielminuten ist klar: Mit einem Rambo-Auftritt ist das Spiel nicht zu bewältigen. Es geht vor allem darum, immer wieder Deckung zu suchen und nach alternativen Wegen Ausschau zu halten. Habt ihr euch hinter einem Müllcontainer verschanzt, könnt ihr aus der Deckung heraus gezielt schießen oder blind mit vorgehaltener Hand ballern, um den Gegner zu beschäftigen. Das macht vor allem dann Sinn, wenn ihr euren Teamgefährten Zeit verschaffen wollt, während sie zu einem taktisch klügeren Punkt hasten. Dabei wurde die Tasten und Knöpfe des Controllers im Vergleich zur Xbox-Variante etwas umbelegt, was für mich im ersten Moment gewöhnungsbedürftig war, für den Erst-Spieler aber ebenso eingängig, im Grunde genommen sogar besser umgesetzt wurde.
Zwei schwere Waffen könnt ihr mitnehmen, dazu kommen noch eine Pistole und zwei Arten von Granaten. Die Auswahl an Waffen ist üppig, zumal ihr euch auch bei den Gegnern bedienen könnt. Allerdings trennen sich die Kontrahenten nur nach dem Tod von ihren Schießprügeln und die KI der Feinde ist extrem gut gelungen: Statt wie Opferlämmer in die Schusslinie zu laufen, gehen die Gegner in Deckung, nehmen euch sogar in die Zange. Gerade in den späteren Levels der Solo-Spieler-Missionen kommen dann – wenn auch größtenteils geskriptet – zahlreiche Feinde auf euch zu und ihr müsst sowohl mit der Waffe als auch taktisch voll auf der Höhe sein, um am Ende zu überleben.
Die Krankenkasse wird an Logan Keller nicht reich: Das Gesundheits-System ist regenerativ, was bedeutet, dass sich Logans Körper nach einem Treffer selbst erholt und ihr nach kurzer Pause in sicherer Deckung wieder erstarkt den Feinden entgegen treten könnt. Werden eure Mitstreiter angeschossen, können sie mithilfe eines Wunderserums wieder geheilt werden. Entweder ein Team-Kamerad übernimmt den Medicus-Job oder ihr macht es selbst. Stirbt einer aus dem Dreier-Team, geht es zurück zum letzten automatischen Speicherpunkt – manuell kann ein Spielstand nicht gesichert werden. Mitunter liegen diese Checkpoints aber ein wenig weit auseinander, so dass ihr einige knackige Passagen immer wieder spielen müsst, um endlich zum nächsten Speicherpunkt zu kommen. Einerseits hat das einen großartigen Übungseffekt, zumal das Spielen einen Heidenspaß macht, andererseits ist der mitunter happige Schwierigkeitsgrad sicher nicht für Einsteiger geeignet. Ärgerlich ist hier bei der PS3, dass bei so einem Speicherpunkt auch noch nachgeladen wird, was den Spielfluss nicht unerheblich ausbremst. Die viel zitierte technische Überlegenheit kommt damit nicht zum Tragen, was den Besitzern der Sony-Konsole nicht schmecken wird – doch dazu später noch mehr.
Screen 1
Den Gegner im Visier, die FSK18-Beschränkung macht Sinn.
Screen 2
Stimmungsvolles, hitziges Ambiente in Mexiko
Screen 3
Alles im Überblick: Der Güterbahnhof ist voller Terroristen...

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Rainbow Six: Vegas

Packshot
Taktik-Shooter
von Ubisoft
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
PCDezember 2006
PS3Juni 2007
360November 2006

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