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Test: Ratchet & Clank: Tools of Destruction
Ein Lombax, ein Roboter und ganz viel Spielspaß.
Nach der „erwachsenen“ Thematik ihres ersten PS3-Spiels Resistance machen die kreativen Köpfe von Insomniac jetzt endlich bei der Action-Jump & Run-Reihe weiter, mit der sie sich einen Platz in den Herzen vieler PS2-Besitzer erobert haben. Nun sollen Ratchet und Clank unter Beweis stellen, dass sie auch auf der neuen Konsolengeneration nichts von ihrem alten Charme eingebüßt haben.Vergessene Völker und TyrannenSchon von den ersten Schritten (oder vielleicht Schüssen) an fühlen sich Fans sofort heimisch. Storymäßig setzt Tools of Destruction nach dem Ende des gelungenen PSP-Ausflugs Size Matters an und lockt die Freunde in eine neue Galaxie - natürlich hat bei der ganzen Angelegenheit auch mal wieder der unverwüstliche „Superheld“ Käptn Qwark seine feigen Finger im Spiel. Das wirkliche Problem heißt jedoch Percival Tachyon, seines Zeichens ein kleinwüchsiger, aber umso fieserer intergalaktischer Möchtegern-Imperator, der es sich zum Ziel gesetzt hat, auch noch den allerletzten Lombax - kein Geringerer als Ratchet selbst - auszulöschen.Begleitet wird das sympathische Langohrs auch diesmal wieder vom gänzlich aus der Art geschlagenen kleinen „Killerroboter“ Clank, der neuerdings seltsame Visionen von mysteriösen Wesen namens Zoni (nein, keine Ostdeutschen…) durchlebt, die nur er sehen kann. Was es mit diesen schwebenden Kreaturen auf sich hat, muss am besten jeder selbst herausfinden. Urzeitechsen und Blechbüchsen-FreibeuterIm Zuge der Galaxie-Erkundung wird alles abgeklappert, was die Standard-Genrepalette hergibt: Futuristische Metropolen, Dschungelplaneten, Raumstationen, Sumpfgebiete etc., bevölkert von allerhand variantenreichem Weltraumgesocks wie Robotern unterschiedlichster Machart, Wächterdrohnen, Echsenkreaturen und monströsem Gewürm. Alle hinterlassen, genau wie zerstörbare Gegenstände, Bolts (funkelnde Schrauben und Muttern), die althergebrachte Währung der Ratchet-Spiele. Neu dabei ist hier außerdem das kristallähnliche Material Raritanium, welches zum Aufmotzen der Waffen benötigt wird. Dazu gleich mehr.Das Highlight der Reihe waren neben der humorvollen Ader seit jeher die schlagkräftigen bis abgedrehten Waffen als Ergänzung zum üblichen Jump & Run-Gehüpfe beziehungsweise dem treuen Schraubenschlüssel des Hauptdarstellers, und natürlich ist den Machern in diesem Bereich auch jetzt wieder kein Aufwand zu groß. Die Herstellerfirma Gadgetron ist nach wie vor im Geschäft und liefert an Verkaufsautomaten wie gewohnt reichhaltige (mit der Zeit verfügbare) Auswahl in geprüfter Qualität. Das abwechslungsreiche Sortiment an Zerschrottungs-Instrumenten umfasst neben einigermaßen herkömmlichen Gerätschaften wie durchschlagenden Granaten oder zielsuchenden Raketen unter anderem Waffen mit Eigenleben – verspritzte, harmlos aussehende Schleimtröpfchen verwandeln sich, sobald Gegner in die Nähe kommen, in gefräßige Monster. Viel Spaß versprechen außerdem messerscharfe, von Wänden abprallende Kreissägeblätter, die steuerbaren Mini-Wirbelstürme des „Tornadowerfers“ oder der „Schockzerstörer“, eine obercoole Elektropeitsche. Disco-Helden und Flieger-AsseZurück zum Thema Upgrades – hierfür haben sich die Entwickler diesmal ein entfernt an Final Fantasy XII mit seinem Lizenzbrett erinnerndes System ausgedacht. Durch erbeutetes Raritanium kann man in einem einfachen Gitternetz gezielt bestimmte Erweiterungen erwerben und so auch die umliegenden Feldern bis hin zu brachialen Spezialattacken der einzelnen Wummen zum Kaufen freischalten. So lassen sich etwa Wirkungsradius und Schaden vergrößern, bessere Bolt- und Raritanium-Ausbeuten erzielen oder Munitionskapazitäten erhöhen. Allerdings können manche Angriffswerkzeuge wie der Discokugel-ähnliche „Groovitron“, welcher Widersacher unfreiwillig das Tanzbein schwingen lässt, nicht verbessert werden – sie gehören zu einer neuen Ausrüstungs-Art, die nur in begrenzten Mengen gefunden oder gekauft werden kann. So auch Ratchets neuer Kampfroboter „Mr. Zurkon“, der seine Feinde nicht zuletzt mit coolen Sprüchen bombardiert… Apropos bombardiert – auf viel Geballer darf man sich nun auch mal wieder in ein paar Weltraumshooter-Levels einstellen, die aber fast etwas zu altbacken präsentiert werden. Das Schiff bewegt sich auf ziemlich vorgegebenen Bahnen und man nimmt einfach alles aufs Korn, was sich bewegt. |
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