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Test: Burnout Paradise

Geht es der Burnout-Serie wie Need for Speed, oder kommen wir hier wirklich ins Rennfahrer-Paradies?
 Burnout Paradise The Ultimate Box
Für Kinder ist es der prall gefüllter Spielzeugladen, für manche Frau ist es die Schuhboutique und für den dazugehörigen Ehemann ist es die Stammkneipe. Die Rede ist vom Paradies. Rennspielfreaks bekommen jetzt im neuen Burnout Paradise sogar eine ganze Stadt als ihr Paradies. Angeschnallt und Vollgas: Paradise City wartet auf den NextGen-Konsolen Xbox 360 und PlayStation 3 – und nur auf diesen - auf Crashsüchtige Rennfahrer zum austoben.

Fahr doch wohin du willst

Die wichtigste Neuerung des 2008er Burnout-Jahrgangs ist der Verzicht auf ein geradliniges Spielkorsett. Die knallharten Tür-an-Tür-Duelle, die wilden Drängeleien und die Crashevents werden jetzt nicht mehr in einem Menü ausgewählt und finden auch nicht mehr nacheinander statt. Vielmehr ist man in der offenen Stadt Paradise City mit über 250 Meilen Straßennetz, samt zig Abkürzungen, Sprungrampen und mit dem öffentlichen Straßenverkehr unterwegs. Ganz ähnlich wie in Need for Speed – CarbonWeitere Infos nur mit viel mehr Tempo und ohne Polizei. Das Stadtgebiet bietet dabei ganz verschiedenes Terrain: Da düst man durch ein Industrieviertel, rauscht an der Strandpromenade entlang, biegt auf die Autobahn ab um letztendlich im kurvigen Gebirge seine Runden zu drehen. Erstaunlich was die Entwickler da alles in Paradise City untergebracht haben, wenn man bedenkt, dass die Stadt im Grunde nicht all zu groß ist, da man in wenigen Minuten von einem Ende zum andern düsen kann. Test Drive UnlimitedWeitere Infos bietet da wesentlich mehr Freiraum zum fahren an und – um gleich ein kleines Manko am Anfang zu erwähnen – mehr Orientierungshilfen. Da man die Burnout-Strecken in vielen Rennmodi frei wählen muss, auf fette Orientierungspfeile zu zugunsten eines echten Spielgefühls verzichtet wurde, die Minimap zu klein und der eingeblendete Kompass unbrauchbar sind, muss man die Stadt sehr gut kennen um nicht während der hektischen Rennen die Orientierung zu verlieren. Immerhin blinken am oberen Bildrand in Kreuzungsnähe die Straßenschilder und zeigen die empfohlene Route an, doch das registriert bei voller Konzentration auf die superschnellen Rennen kaum einer. Einmal verfahren und die KI-Gegner sind so gut wie nicht mehr einzuholen. Frustrierende Neustarts sind für orientierungsschwache Spieler so an der Tagesordnung.

An jeder Kreuzung was los

Dafür wartet an so ziemlich jeder Kreuzung einer der ca. 200 Wettbewerbe des Spiels. Einfach an die Kreuzung ranfahren, die entsprechenden Knöpfe auf dem Pad drücken und schon startet ein Event. Da gibt es die klassischen Rennen von A nach B bei denen der Erste im Ziel gewinnt. Doch Vorsicht: Takedowns sind hier natürlich erlaubt. Ab mit den Gegnern in die Streckenbegrenzung oder in den Gegenverkehr! Natürlich versuchen die Gegner das selbe mit dem Spieler. Passt man nicht auf und crasht selber ständig kommt das Böse erwachen. Man ist nicht mehr unkaputtbar - nach vier Crashs ist das Rennen neuerdings vorbei.
Im Modus Stunt sammelt man indes Punkte durch Drifts, wilde Sprünge oder zerstört Schilder. Für besonders weite Sprünge gibt es einen höheren Multiplikator. In Road Rage muss man nicht als erster im Ziel sein, sondern in der vorgegebenen Zeit entsprechend viel Takdowns eingefahren haben. Der Kampf gegen die Zeit nennt sich Burning Route. Hier bekommt man als Belohnung aufgemotzte Wagen, darf aber dafür nur mit bestimmten Fahrzeugen teilnehmen. In Marked Man ist man auf der Flucht vor mehreren Gegnern, die einen als Beute jagen und zerstören wollen.
Sobald man über Xbox-Live oder dem PlayStation Network angemeldet und verbunden ist, kann man auch jedes Offline-Rennen wie in Test Drive UnlimitedWeitere Infos einfach per Kanopfdruck online gegen bis zu sieben weiteren menschliche Gegner fahren. Dazu dürfen auch eigene Rennen erstellt, Ranglisten eingesehen oder Freundeslisten bearbeitet werden. Als Clou werden die jeweiligen Kameras der Konsolen unterstützt und die jubelnden Sieger oder schmollenden Verlierer eingeblendet. Einen Splitscreen-Modus für Spaß an einer Konsole gibt es leider nicht.

Es ist Showdown

Was früher die Crash-Kreuzung war ist jetzt der Showdown-Modus. Auch dieser ist nicht mehr starr auf eine Location festgelegt, sondern er kann an jeder Stelle, am besten natürlich an einer viel befahrenen Kreuzung, per Knopfdruck aktivieren werden. Dann überschlägt sich der Wagen des Spielers mehrere Male und man versucht durch steuern so viele Autos wie möglich zu schrotten. Größere Fahrzeuge oder Busse bringen Boni und neuen Schwung bekommt man, in dem man ständig neue Wagen rammt. Bleibt crashwilliges Futter aus, kommt der Wagen zum stehen und es wird abgerechnet. Spaß pur, wenn auch nicht mehr so knifflig, wie noch bei den Crash-Kreuzungen des Vorgängers.
Screen 1
Vollgas durch Paradise City
Screen 2
Da haben wir eine Abkürzung gefunden
Screen 3
Es geht hart zur Sache
Screen 4
Selbst das Schienennetz kann befahren werden
Screen 5
Die Map von Paradise City

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PCFebruar 2009
PS3Januar 2008
360Januar 2008

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