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Test: Lost

Ab auf die Insel! Horrortrip oder spannender Abenteuerurlaub?
 Lost
Die Mysterie-Serie Lost begeistert weltweit sehr viele Zuschauer und etliche Foren beschäftigen sich mit den unheimlichen Geschehnissen auf der Insel. Da liegt es doch eigentlich sehr nahe, dass man mit der Lizenz schnell ein Spiel bastelt, um am Hype mitzuverdienen. Ist Lost also ein billiges Lizenzprodukt oder hat man es geschafft den Flair der Serie einzufangen?

Ein Überlebender des Fluges 815

Das Action-Adventure beginnt mit dem dramatischen Absturz des Fluges 815 über unbekanntem Gebiet. Man schlüpft in die Rolle von Elliott Maslow, der in der Serie bisher nicht vorkam und seit dem Crash an Amnesie leidet. Zu Beginn weiß er nicht mal seinen Namen und nach dem ersten Besuch „der Anderen“ traut ihm keiner über den Weg. Nach und nach gewinnt er das Vertrauen der Überlebenden und erfährt viel über seine Vergangenheit. Er war Journalist und arbeitete gerade an einem sehr heißen Fall. Laut Locke hält die Insel für jeden ein Schicksal bereit und als Elliott einen Kompass mit der Gravierung Via Domus (lat. für Heimweg) findet, wird klar was er zu tun hat. Er muss von dem Eiland verschwinden und seine Story veröffentlichen.

Sieben spielbare Folgen

Erzählt wird die spannende Geschichte ganz genauso wie es im TV der Fall ist. Insgesamt gibt es sieben Episoden. Hat man eine beendet, werden alle wichtigen Ereignisse der Folge zusammengefasst und stilistisch mit den Anfangsworten „bisher bei Lost“ nochmals dargestellt. Leider ist die mysteriöse Geschichte, die von der Qualität her auch bestens in die Serie gepasst hätte, schon nach sechs bis maximal sieben Stunden beendet.
Gespielt wird aus der Third-Person-Perspektive. Während der ersten Marschroute quer durch den Dschungel, fällt einem schnell die Kamera auf, die um Elliotts Hals baumelt. Die Kamera stellt ein wichtiges Spielelement dar, denn damit geht es zurück in die Vergangenheit. An bestimmten Stellen im Spiel gibt es Rückblenden, die die Ereignisse des Protagonisten vor dem Absturz aufdecken. Bevor es losgeht, sieht man ein Foto, das in Fetzen gerissen ist und nur einzelne Fragmente wie z.B. einen Mann mit einem Koffer, erkennen lässt. Diesen Mann muss man in der darauf folgenden Schwarz/Weiß-Sequenz fotografieren. Man muss genau den richtigen Moment, inklusive korrekter Schärfe und Zoomeinstellung erwischen. Sollte man den Augenblick verpassen, was keine Seltenheit ist, lässt sich die Sequenz per Knopfdruck erneut starten. Ist das Foto exakt getroffen, wird die Vergangenheit spielbar und ein weiteres Stück Wissenslücke schließt sich.

Journalist und Elektrotechniker

Neben diesen Aufgaben als Reporter, muss sich Elliott häufig als Elektrotechniker beweisen. Immer wieder müssen an einer Schalttafel Relais eingesetzt werden, um beispielsweise eine Tür zu öffnen. Das funktioniert, indem man eine bestimmte Höhe an Strom zu einem Schalter leitet. Jedes Relais zieht dabei eine gewisse Höhe ab, so dass man geschickt kombinieren muss, um das gewünschte Ziel zu erreichen. Neben dieser viel zu häufig auftauchenden Aufgabe, gibt es immer wieder Denksportaufgaben, wie man sie aus Eignungstests kennt, also vervollständige diese Zahlenreihe usw. Allgemein sind die Aufgaben nicht sonderlich abwechslungsreich ausgefallen. Meist wird man auf einem linearen Weg von A nach B geschleust, um irgendein Teil zu holen oder eine Maschine abzustellen, die das Weiterkommen verhindert.
Soweit der Adventure-Teil. Action gibt es in Form von kurzen Jump&Run-Einlagen, bei denen man z.B. vor dem schwarzen Rauch flüchten muss. Wird man erwischt oder ist ein Zeitlimit erreicht, geht die Partie wieder von vorne los. Das wäre an sich nicht schlimm, aber besonders gegen Ende laufen vorher ellenlange Zwischensequenzen ab, die man nicht abbrechen kann. Wenn man dann zum x-ten Mal diese Szene zu gesehen bekommt, zerrt das tierisch an den Nerven und auch an der Atmosphäre.
Screen 1
Das Vertrauen von Kate gewinnt man schnell
Screen 2
Hier das Spielchen mit den Relais, das sehr häufig vorkommt
Screen 3
Die Luke spielt natürlich auch eine Rolle
Screen 4
Jack sieht als Standbild gut aus, in Bewegung jedoch nicht ganz so gut

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Lost

Packshot
Action-Adventure
von Ubisoft
USK-Freigabe ab 12 Jahren
PCFebruar 2008
PS3Februar2008
360Februar2008

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