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Manchmal ist es wirklich zum heulen. Da wird ein neues Spiel angekündigt: die ersten Screenshots sehen lecker aus, die Previews klingen viel versprechend und eine frühe, wenn auch sehr kurze Demo macht schon Lust auf mehr. Nur muss man dann allzu oft feststellen, dass das Endergebnis die hohen Erwartungen nicht erfüllen kann, weil es schlicht unfertig auf den Markt geworfen wird.Das ist ärgerlich, weil in vielen Fällen Potenzial vorhanden ist. So auch bei BlackSite, dem Nachfolger von Area 51. Die PS3-Fassung kommt jetzt mit etwas Verspätung. Hat man die Zeit genutzt um die Schnitzer der anderen Fassungen auszubessern? Alieninvasion Nr. 1543Die Story von BlackSite liest sich so wie die Beschreibung eines typischen Sci-fi B-Movies, gewürzt mit einer guten Prise Verschwörungstheorie. Die Geschichte nimmt ihren Anfang im Irak-Krieg, wo eine Gruppe der Delta-Force sich auf einen lange geplanten Spezialeinsatz vorbereitet. Laut Geheimdienstinformationen soll sich in einem kleinen Dorf ein geheimer Bunker befinden, in dem Massenvernichtungswaffen gehortet werden. Aeran Pierce (in dessen Rolle der Spieler schlüpft) und sein Team sollen in den Komplex eindringen und sie sicherstellen. Was die Soldaten tief im Bunker finden, sind jedoch keine Massenvernichtungswaffen, sondern ein schwebendes, kristallartiges Objekt. Bevor man das Ding näher untersuchen kann, wird der Trupp allerdings von käferähnlichen Monstern attackiert. Die Soldaten können nur mit knapper Not entkommen und verlieren dabei einen ihrer Kameraden.Zwei Jahre später: die Einheit wurde mittlerweile nach Nevada verlegt. Die USA führen nach wie vor ihren unpopulären Irak-Krieg, worüber sich in der Bevölkerung Unmut breit macht. Das Militär ist mit seinen Ressourcen am Ende, da droht neues Unheil: militärische Extremisten haben die „Area 51“ eingenommen und richten in der näheren Umgebung ein Blutbad an. Fans von Verschwörungstheorien oder Filmen wie Independence Day ist letztere sicher ein Begriff. Dort werden offiziell neue, streng geheime Flugzeuge getestet. Inoffiziell sollen dort aber (auch) abgestürzte Ufos und deren Insassen aufbewahrt werden. Die Area 51 ist jedoch schon vor geraumer Zeit geschlossen worden und seit dem ein Niemandsland. Oder doch nicht? Die Armee hat bereits versucht, mit den Extremisten Verbindung aufzunehmen. Jedoch ohne Erfolg. Truppen wurden in das nahe gelegene Dorf Rachel gebracht, um die Area 51 zu stürmen, aber der Funkkontakt brach ab. Jetzt muss der Spieler ran und wird mit seinem Trupp zur Unterstützung geschickt... GameplayBlackSite ist ein reinrassiger Egoshooter, in dem man zu 90% damit beschäftigt ist, in absolut linearen Levels zum Ausgang zu gelangen und dabei haufenweise riesige Alienkrabbelkäfer, humanoide Hightech-Söldner und allerlei Mutantengesocks über den Haufen zu ballern. Selbst bei den sonst schon genretypischen Schalterrätseln nimmt das Programm den Spieler weitestgehend bei der Hand: sobald man mit irgendwas im Level interagieren muss, erscheint davor ein auffälliges Symbol. Drückt man z.B. vor einer entsprechend markierten Tür dann die Aktionstaste, geht selbige auf oder, was meistens der Fall ist, die Kollegen eilen herbei und erledigen das.Apropos Kollegen: Der Spieler ist fast nie alleine unterwegs, sondern wird meistens von mindestens zwei weiteren Teammitgliedern begleitet. Als da wären: Vorzeigesoldat Logan Somers, der farbige Mitchell Ambrose, die Ärztin Noa Weis und Oberstiernacken Cody Grayson, die coolste Sau im Spiel und nie um einen Spruch verlegen. Hier wären wir dann auch bei einer Eigenheit des Spiels angelangt: die Teamkameraden sind nämlich unsterblich. Werden sie getroffen, fallen sie einfach um und bleiben solange liegen, bis der Spieler die aktuelle Gegnerwelle ausgeschaltet hat, nur um dann wieder aufzustehen als wäre nichts gewesen. Da gewinnt man häufig den Eindruck, dass die Burschen keinen Bock mehr haben und sich denken „Mach du mal und weck mich, wenn's weitergehen kann“. Dazu kommt noch eine Art zweistufiges Moralsystem. Kämpft der Spieler besonders gut, ist die Truppenmoral hoch und die Kollegen kämpfen ebenfalls geschickter. Ballert man ständig daneben, tritt das Gegenteil ein, was paradoxerweise dazu führt, das eher schlechte Schützen es noch schwerer haben und gute Spieler eher unterfordert werden. Anders als seine Teamkollegen ist der Spieler jedoch nicht unverwundbar. Wie in vielen Shootern neueren Datums verträgt die Spielfigur einige Treffer, bis sich das Blickfeld rot verfärbt. Spätestens dann sollte man aber irgendwo in Deckung gehen, denn sonst droht schnell der Bildschirmtot. Nach ein paar Augenblicken regeneriert sich die Gesundheit wieder und man kann weiterkämpfen. Beim Exitus muss man am letzten Speicherpunkt wieder ins Spiel einsteigen. Ein Schnellspeichern ist nicht möglich, dafür liegen die Speicherpunkte aber (zumindest in den meisten Fällen) nicht allzu weit auseinander. | ||||||||||||||||||||||||||||||
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