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Test: Gran Turismo 5: Prologue
Teurer Appetithappen oder vollwertiges Rennspiel?Verschoben, verschoben und wieder verschoben - kurz umrissen ist das die Geschichte vom ersten und viel erwartenden Gran Turismo für Sonys NextGen-Konsole aus dem Hause Polyphony Digital. Während das eigentliche Spiel wohl erst 2009 erhältlich sein wird, gibt’s jetzt immerhin mit Gran Turismo 5 Prologue (GT5p) schon einmal einen Appetithappen. Haute Cuisine oder nur Bockwurst?Überteuerte Demo oder preiswertes Rennspiel?Doch bevor wir fahren - die Installation dauert eh ca. 15 Minuten - schauen wir uns erst einmal den Umfang an. GT5p kostet auf Herstellerempfehlung, egal ob als Download- oder Blu-Ray-Version, immerhin knapp 40 €. „Ein stolzer Preis für eine erweiterte Demo“ krakeelen die einen, während die anderen gern bereit sind dieses Salär für über 70 Autos und sechs Strecken inklusive -varianten auszugeben.Der Umfang des voll lizenzierten Fuhrparks stimmt auf alle Fälle für den Preis. Das Spiel stellt uns im Verlauf solche Karossen wie BMW M3 Coupe '07, Mercedes-Benz SL 55 AMG '02 oder Nissan GT-R '07 in die virtuelle Garage. Als Schmankerl wartet gar ein Ferrari F1 2007 auf seinen Bändiger. Doch ehe man hier Hand anlegen darf, vergeht einiges an Spielzeit, da man vom Startgeld anfänglich gerade mal einen „schnöden“ Alfa Romeo 147 TI 2.0 TWIN SPARK '06 oder Suzuki Swift Sport '07 bekommt. An Strecken bietet das Spiel richtige Knaller wie die originalgetreuen Nachbildungen des Suzuka Circuit, Fuji Speedway und Daytona International Speedway, inklusive deren bekannte Varianten. Dazu gesellt sich der schon aus dem Ur-Gran Turismo bekannte High Speed Ring, eine fulminante Hatz durch London's City, plus die aus Gran Turismo HD bekannte Eiger Nordwand. Dennoch hätte es hier etwas mehr sein dürfen. Beim Spielprinzip nichts NeuesDas Spielprinzip des Karriere-Modus kommt ganz klassisch daher. Man muss in 40 Veranstaltungen, aufgeteilt in vier Klassen mindestens immer mit Platz 3 abschließen und nebenbei Geld einfahren, um die jeweils nächste Klasse freizuschalten. Meistens absolviert man ganz normale Rennen, darf aber auch Zeitrennen fahren. Zudem obliegen die meisten Rennen einer Wagentypbeschränkung, manche dürfen gar nur mit einem bestimmten Auto gefahren werden. Damit wird man immer wieder gezwungen, verschiedene Wagen zu kaufen, die man eigentlich nicht mag. Auch die eingefahrenen Credits reichen selbst beim besten Haushalten nicht für den Durchmarsch durch die Klassen. Viele Rennen, am besten natürlich die, wo man locker gewinnen kann, muss man daher mehrfach fahren, um den Geldbeuten aufzustocken. Das zieht leider das Spiel künstlich in die Länge, dennoch kann man die Karriere in wenigen Tagen abschließen.Nebenbei steht immer noch der Arcade-Modus auf dem Plan. Geld gibt es hier keins zu gewinnen, dafür stehen zusätzlich auch sehr anspruchsvolle Drift-Wettbewerbe auf dem Programm. Auch sonst ist der Schwierigkeitsgrad nicht immer gut balanciert. Einige Rennen gewinnt man im Handumdrehen, während es bei anderen zig Anläufe braucht. Liegt auch sicher daran, das es keine Qualifikation gibt und man meist vom letzten Startplatz die Rennen beginnen muss. The Real Driving SimulatorWie nicht anders zu erwarten, ist GT5p fahrerisch sehr anspruchsvoll. Das Spiel zwingt einem förmlich zum Abschalten der Fahrhilfen, wie u.a. ABS, ESP, Aktivlenkung, Ideallinie und Traktionskontrolle, da erst ohne diese und mit der entsprechenden Fahrzeugbeherrschung, Top-Rundenzeiten möglich sind. Für letztere erweist sich die unterstützte Six-Axis-Funktion als Hemmnis. Doch auch so kann man mit dem PS3-Pad einfach nicht präzise genug dosieren, weshalb GT5p förmlich nach einem Lenkrad schreit. Wir haben das Spiel mit einem Logitech Momo (weitere Logitech-Lenkräder werden unterstützt) getestet und uns dann auch über Force-Feedback-Effekte freuen können. Damit wird jeder Ausbruchsversuch des Autos bereits im Ansatz am Lenkrad spürbar.Zu spüren bekommt man leider auch immer wieder, dass einem einer der bis zu 15 KI-Gegner unvermittelt ins Heck knallt. Und das auf einer 15 Meter breiten Rennstrecke. Die KI fährt meist stur auf der Ideallinie, macht aber auch hin und wieder Fehler. Diese sind aber dann wohl geskriptet, da die Fehler bei Rennwiederholungen immer an denselben Stellen passieren. Ganz sicher eine der Baustellen für das finale Spiel, genau wie der Einbau eines vernünftigen Tunings und Wagen-Setups. Zunächst geht da bis auf die Reifenwahl nix, erst wer sich bis zur Klasse S durchgekämpft hat, kommt ganz plötzlich in den Genuss eines Schnelltunings. Bodenfreiheit, Feder, Stoßdämpfer, Aerodynamik, Gangübersetzung, usw. lassen sich dann endlich per Schieberegler einstellen und die Setups auch speichern. Warum es dies nicht in den drei unteren Klassen gibt, bleibt wohl das Geheimnis der Entwickler. |
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