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Enemy Territory: Quake Wars
Taktik-Shooter
von Activision, id Software
PCSeptember 2007
PS3Mai 2008
360Mai 2008
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Screen 1
Deckung suchen ist immer gut
Screen 2
Mit dem Quad kann man schnell flüchten
Screen 3
Auch Boote sind mit von der Partie
Screen 4
Die fliegenden Einheiten steuern sich schwierig

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Ganze neun Monate brauchten die Entwickler, um Enemy Territory: Quake Wars für die Konsole umzusetzen. Wer nun auf neue Inhalte gehofft hat, muss eine Enttäuschung hinnehmen. Es handelt sich um eine 1:1 Portierung, die leider nicht ganz geglückt ist.

Die Strogg brauchen Nachschub

Die Strogg sind grausame Wesen, die zum Teil aus lebendem Gewebe und zum anderen Teil aus Maschinenteilen bestehen. Da sie sich nicht fortpflanzen können, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als andere Lebewesen zu assimilieren und umzuformen. Da das Weltall ziemlich rar an Geschöpfen aus Fleisch und Blut ist, kommt ihnen die Erde gerade recht. Die Strogg starten eine Invasion und die Global Defence Force (GDF) bläst zum Gegenangriff.
Wie in so ziemlich jedem Multiplayer-Shooter ist die Story vollkommen nebensächlich. Auf zwölf Schlachtfeldern rund um den Globus wird gekämpft, mehr braucht man nicht zu wissen. Nach einer rund zehnminütigen Installation darf man sich in einem - für eine Konsole komfortablen - Browser einen Server aussuchen und in die Schlacht stürzen. Bevor es aber losgeht, steht trotz der Installation, eine gehörige Ladezeit an. Ist es dann soweit, hat man die Qual der Wahl.

Mensch oder Maschine?

Fünf Soldatenklassen stehen je Partei zur Auswahl. Es gibt bei der GDF den Soldaten, Techniker, Sanitäter, Feldagenten und den Geheimagenten. Die Strogg haben die Gegenstücke zur Auswahl, die sich allerdings nicht nur vom Aussehen her unterscheiden. Der Sanitäter der Menschen heilt und belebt gefallene Kameraden wieder. Der Versorger der Strogg kann das auch, aber er hat auch noch die Möglichkeit, getötete Feinde als Wirt zu nutzen und nach einem Ableben dort wieder zu spawnen. Um diesen Vorteil der Außerirdischen etwas auszubremsen, dauert das Heilen und Wiederbeleben allgemein etwas länger.
Interessant ist die Klasse des Technikers. Diese Jungs können todbringende Verteidigungstürme aufstellen, Minen und Sprengsätze legen und gegebenenfalls entschärfen. Hinterlistig sind die Geheimagenten. Sie benutzen tote Körper, um ihr Aussehen zu verändern. Als getarnter Spion kann man so hinter den Linien für viel Unruhe sorgen.
Das Auswahlmenü der verschiedenen Klassen ist im direkten Vergleich zur PC-Fassung etwas aufgeräumter und übersichtlicher.

Geschenkt ist geschenkt, oder?

Wer stets eine Klasse favorisiert, bekommt nach und nach Verbesserungen. Der Sani erhält z.B. ein besseres Medipack und kann Fahrzeuge per Lufttransport anfordern oder der Soldat erhält für den Raketenwerfer eine schnellere Zielerfassung. Diese Goodies sind sinnvoll und motivieren bei einer Klasse zu bleiben, doch leider sind sie nicht von langer Dauer. Je nach Spielmodus behält man sie für eine gewisse Zeit, wechselt man beispielsweise einen Server sind die tollen Sachen allesamt passé. Gleiches gilt wenn man eine Kampagne beendet hat.
Die Kampagne ist das Kernstück von Quake Wars. Auf drei hintereinander folgenden Karten müssen verschiedene Missionen erfüllt werden. So gilt es z.B. auf einer Map ein abgestürztes Raumschiff, das von den Menschen geborgen wurde, wieder zurück zu erobern. Dafür müssen die Strogg erst einmal die ersten Verteidigungslinien durchbrechen und danach drei Energiequellen zum Raumschiff bringen. Die GDF muss das natürlich verhindern. Wer sich nicht an diesen Hauptaufgaben beteiligen will, darf je nach Klasse andere Nebenaufgaben in Angriff nehmen. Per Druck auf das Steuerkreuz kann der Geheimagent eine andere Mission wählen, beispielsweise einen weiteren Einstiegspunkt hacken oder der Soldat einen nebensächlichen Verteidigungswall sprengen. Dafür gibt es dann gesonderte Erfahrungspunkte, die ab einer gewissen Höhe zu einer Beförderung führen. Ebenfalls gibt es für Kills, Heilungen usw. Punkte. Dumm ist allerdings, dass man keine Unterstützungspunkte bekommt. Wenn man einen Feind fast getötet hat (die Lebensenergie des Gegners sieht man), ein Kamerad daher kommt und eben den tödlichen Treffer landet, gibt es gar nichts. Da man für die Punkte lediglich im Rang aufsteigt und nicht wie bei der Konkurrenz dauerhaft Extras freischalten kann, zerrt das an der Langzeitmotivation.

Spiel auf Zeit

Übrigens sind die Schlachtfelder und Aufgaben in der Kampagne sehr abwechslungsreich geraten. Mal muss etwas gehackt, mal ein geheimer Gegenstand von A nach B transportiert werden. Besonders nett ist der Kampf um ein Slipgate. Hat die Menschheit dieses Sternentor eingenommen und ist hindurch gegangen, kommt man plötzlich mitten in einer Eiswüste an, obwohl auf der anderen Seite noch mediterranes Klima herrschte.
 
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