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Test: Ferrari Challenge
Ein Schmankerl für Ferraristi, oder echte Konkurrenz für GT 5 Prologue?
Seit 1993 gibt es die Ferrari Challenge, bei der Amateurfahrer in der Copa Shell und Profifahrer in der Trofeo Pirelli mit ihrem Ferrari F430 in einer italienischen, europäischen oder in einer amerikanischen Meisterschaft um Siege kämpfen. Entwickler System 3 bringt die Rennserie jetzt mit Ferrari Challenge – Trofeo Pirelli auch auf die PS3. Nur was für Ferraristi?Probefahrt mal andersGleich zu Beginn des Spiels wird man quasi sofort ins kalte Wasser, bzw. an das Lenkrad eines F430 geschmissen und muss auf der hauseigenen Teststrecke in Fiorano zeigen was man kann. Für gute Fahrleistungen (optimales Bremsen, Lenken, Gas geben) gibt es Punkte. Dadurch analysiert das Spiel den Fahrstil und gibt bekannt, ob man für das Spiel würdig ist oder sich weiter auf der Teststrecke um einen besseren Fahrstil bemühen sollte. Der britische Rennfahrer und TV-Moderator Tiff Needell steht einem dabei mit hilfreichen Tipps in Englisch (Untertitel in deutsch) zum optimalen Fahrstil zur Seite.Beim weiteren Hangeln durch ein verkorkstes und wenig übersichtliches Menü, fiel der Punkt Herausforderung auf. Sieh an, dahinter verbergen sich die drei Meisterschaften in Italien, Europa oder Amerika, die man nacheinander oder einzeln absolvieren kann. Als Grundlage für das Spiel hat man die Originaldaten der 2007er Ferrari Challenge-Saisons herangezogen und (viele) Teams samt Fahrern und Autos mit Sponsoren lizenziert übernommen. Bei den 16 Rennstrecken der 2007er Saison gerät das Herz des Rennspielers in Verzückung. So sind nicht nur die allseits bekannten Strecken wie Spa, Monza oder Hockenheim, sondern auch die weniger oft versofteten Kurse wie Homestead (Florida, USA), Vallelunga (Italien) oder Mont-Tremblant (Quebec, Kanada) befahrbar. Wie in der echten Ferrari Challenge bestreiten alle Fahrer die Rennwochenenden mit einem Qualifying (ohne man startet als Letzter) und zwei Rennläufen nur mit dem F430. Ärgerlich: Die Rennlänge lässt sich nur entweder auf fünf oder 15 Minuten einstellen, andere Möglichkeiten gibt es nicht. Meiner hat 500 PSIm Chaos-Menü findet sich auch noch ein Arcademodus. In vier Schwierigkeitsgeraden gilt es hierbei auf jeweils vier Strecken Zielplatzierungen zu erreichen, was zum Ende hin wirklich richtig knackig wird. Nervig: Ein Speichern zwischen den vier Rennen ist, genau wie während eines Rennwochenendes in der Meisterschaft, nicht möglich. Als Autos dienen im Arcademodus die Ferrari, die man sich im Meisterschaftsmodus freigefahren hat.Freigefahren wird im Spiel sowieso ständig irgendetwas. Seien es nach und nach die Ferrari, die Strecken für die weiteren Modi Schnelle Rennen und Zeitfahren oder Spielkarten für das Trumpfkarten-Minispiel. Hierbei versucht man der clever agierenden PS3 ihre Karten zu stibitzen. Dazu wählt man aus sechs Kategorien wie PS, Hubraum oder Preis. Wer den besten Wert hat, gewinnt die Karte des Gegners, wer zuerst keine Karten mehr hat, verliert. Eine nette Spielerei, die besonders Ferraristi freuen wird, werden hier doch zahlreiche Ferrari der gesamten Firmengeschichte als Karten mit den wichtigsten Daten und einem Bildchen angezeigt. Nicht zu vergessen, gibt es noch 21 Trophäen, die man sich im Modus Trophäenrennen erfahren und irgendwo anders in den Tiefen des Menüs auch anzeigen lassen kann. Die Trophäenrennen finden auf jeweils drei verschiedenen Strecken statt und dürfen, genau wie der Arcademodus, mit jedem einzelnen Ferrari für sich absolviert werden. Ferraris sammeln schwer gemachtDas Spiel bietet wahrlich einen Ferrari-Rennmarathon, dem allerdings mit zunehmender Spieldauer die Motivationspuste aufgrund der immer gleichen Strecken ausgeht. Dazu kommt, dass in allen Modi immer alle Rennteilnehmer mit dem gleichen Ferrari fahren. Es sind also nie unterschiedliche Modelle auf der Strecke. Einzig das Sammeln der 22 Ferrari, wie 250 Testa Rossa, 250 LM oder 550 Maranello GT hält einen länger bei der Stange.Doch freigefahren heißt noch nicht in der Garage. Bei sämtlichen absolvierten Rennen in den verschiedenen Modi fährt man Credits ein, für die man dann erst die freigeschalteten Autos kaufen oder für Testfahrten mieten kann. Auch hier umständliche Bedienung: Für jeden Neuerwerb muss man zwingend ein Vinyl-Set speichern, auch wenn man nur die Standardlackierung nutzt und gar nicht an der Wagenoptik mit den umfangreich zur Verfügung stehenden Grafikmöglichkeiten Hand anlegen will. |
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