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Test: Soul Calibur IV

Schwerter + wippende Brüste + Star Wars = Hit?
 Soul Calibur IV
Die Sache mit den Beat’em Ups ist schwierig geworden. Zum einen sind da die High-End-Konsolen, die mit Grafik protzen, zum anderen gibt es als eine Art Innovation immer krudere und komplexere Button-Kombinationen, um wilde Combos ausführen zu können. Fans des Genres wird das eventuell nicht stören, aber neues Käuferpotential wird auf diese Weise eben nicht generiert. In diesem Sinne ist Soul Calibur IV kein klassisches Spiel des Genres, denn die Steuerung ist angenehm leicht zu erlernen, das Spiel selbst ist flüssig und hübsch anzusehen – aber es gibt auch hier ein paar Fußfehler und dann eben auch die klassischen Funktionen, die ein Beat’em Up hat oder haben muss.

Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier…

…dann steht das Christkind, Quatsch, die Helden von Soul Calibur IV stehen vor der Tür. Und zwar geballt und massiv. Wenn es Prügelspiele gibt, dann nimmt die Soul-Calibur-Reihe einen Sonderstatus ein, denn hier geht es in erster Linie um den Schwertkampf. Trotzdem wird sich jeder, der sich mit TekkenWeitere Infos, Virtua FighterWeitere Infos oder auch Dead or Alive auskennt, auch hier heimisch fühlen. Prügelarien in schönster Grafik bietet das neue Machwerk von Namco, allerdings krankt der Titel an der Modus-Armut.
Für Solisten gibt es zwar den „Geschichte“-Modus, aber das ist nur das Kämpfen in fünf Runden gegen insgesamt elf Kontrahenten und einen Finalgegner, der etwas mehr vertragen kann, als die anderen. Je nach Kämpfer gibt es dann auch andere Endgegner. Warum dieser Modus als „Geschichte“ bezeichnet wird, weiß sicher nur Namco. Leztlich geht es immer um die verfluchten Schwerter „Soul Edge“ und „Soul Calibur“, die zusammengeführt oder einfach nur von anderen Charakteren besessen werden wollen. Auch wenn in netten Zwischensequenzen noch ein paar Bilder gezeigt werden, auch wenn es vor Beginn des ersten Kampfes einen ausführlichen Text zu lesen gibt, nein, mit einer Geschichte hat das Spektakel nichts zu tun. Im normalen Modus hat ein halbwegs geübter Kämpfer in 15 Minuten mit einem Helden „seine“ Geschichte durch – gut, dass es mehr als 32 Helden in weiblicher und männlicher Couleur gibt. Mehr, weil es zusätzlich 50 Speicherplätze gibt, um eigene Charaktere zu erstellen, mehr, weil es zusätzlich noch Bonus-Charaktere gibt, so dass zumindest in diesem Punkt Auswahl herrscht. Unter den Charakteren gibt es einige Neulinge, aber auch die „üblichen Verdächtigen“, die schon aus den Vorgängern bekannt sind.

Darf es noch ein Modus mehr sein?

Für den Solisten steht neben dem „Geschichte“-Modus noch der „Schicksalsturm“ bereit, der etagenweise aufwärts und abwärts bekämpft werden darf – dafür gibt es Geld, das dann in Kleidung und Waffen umgesetzt werden kann. Außerdem gibt es den Arcade-Modus, bei dem es gradlinig nur um Punkte geht – in beiden Modi kann der Schwierigkeitsgrad nicht gewählt werden, das geht nur bei der Geschichte. In allen drei Einzelspieler-Modi können weitere Charaktere, Waffen und Kleidungsstücke freigeschaltet werden, denn zu Beginn des Spiels sind nur eine begrenzte Anzahl von Helden und Stoffteilen verfügbar. Obligatorisch ist der Trainingsmodus, der zu einem Beat’em Up dazugehört, wie das Schwert zu Soul Calibur.
Neu dabei ist nun endlich ein Online-Modus – aber das ist nur ein halbherziger Bereich, denn mal abgesehen von minimalen Lags, die noch zu verzeihen wären, gibt es nur den Kampf gegen einen anderen Gegner. Kein Tag-Team, was sich bei so einem Prügelspiel angeboten hätte, ist dabei, es gibt keine Turniere, sondern schlicht und ergreifend die Kämpfe. Punkt, Aus, Ende. Gut, ich will nicht zu viel meckern, immerhin gibt es einen Online-Modus, immerhin können online die selbst erstellten Charaktere gezeigt werden – und wer seinen Helden munter auflevelt, der ist vermutlich auch konkurrenzlos gut und kann sich in den Ranglisten nach oben arbeiten.
Natürlich kann auch zu zweit an einer Konsole gegeneinander gekämpft werden – die direkte Art des Vergleichs macht immer noch am meisten Spaß und wer ein paar Freunde hat, die sich gern virtuell prügeln, der kommt hier voll auf seine Kosten.
Screen 1
Na, das sieht doch schon mal gelungen aus...
Screen 2
...auch im Kampf ist es schick anzusehen...
Screen 3
Yoda in Aktion
Screen 4
Einige Bonus-Charaktere sehen sehr verspielt aus...

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Soul Calibur IV

Packshot
Beat´em Up
von Ubisoft, Namco
USK-Freigabe ab 16 Jahren
PS3Juli 2008
360Juli 2008

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