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Test: Star Wars: The Force Unleashed
Ist die Macht mit Lucas Arts? Unser Spoiler-freier Test verrät es.
Wer große Erwartungen weckt, muss sich daran messen lassen. So gesehen war Lucas Arts, deren InHouse-Projekte technisch schon lange nicht mehr überzeugen konnten (die letzten wurden ohnehin von externen Stuidios entwickelt), ganz schön forsch, als sie mit Star Wars: The Force Unleashed das beste Star Wars Spiel aller Zeiten ankündigten und ein Macht-Gefühl versprachen, wie man es noch nie gespielt hat.Darum geht esDie Geschichte von The Force Unleashed dreht sich um einen jungen Mann mit dem Codenamen Starkiller. In der ersten Mission, einer Art Prolog, steuert man Darth Vader auf der Wookie-Welt Kashyyyk, um einen der letzten Jedi zu finden. Doch dabei stößt Vader auf dessen Sohn, der weitaus mächtiger ist als sein Vater. Vader erkennt das Potential und nimmt den Jungen als seinen geheimen Sith-Schüler, um mit ihm zusammen später einmal den Imperator zu stürzen.Jahre später schickt er den jungen Mann aus, um die letzten verbliebenen Jedi zu finden und zu töten und so zu prüfen, ob er bereit ist, sich dem Imperator entgegen zu stellen. Aber da der Imperator nichts von dem Jungen wissen darf, müssen alle Zeugen, auch imperiale Sturmtruppen, beseitigt werden. “Aus dem Weg räumen“ wörtlich genommenZu Beginn sind die Fähigkeiten von Starkiller noch beschränkt. Er kann mit seinem Lichtschwert Schläge austeilen und Schüsse abwehren, hoch springen, schnell laufen und mit der Macht einen Stoß ausführen oder Dinge/Gegner greifen und dann bewegen oder herumschleudern. Dinge die man mit der Macht bewegen kann, werden mit einem blauen Fadenkreuz markiert, wenn Starkiller sie ansieht. Das ist zu Beginn etwas fummelig, wenn man mit ihm immer genau in die richtige Richtung schauen muss. Das Bewegen (linker Stick Richtung, rechter Stick Höhe) geht nach einiger Übung aber schnell von der Hand und erhöht nicht nur die Macht-Atmosphäre sonder erleichtert das Spiel ungemein. Vorn wartet ein Trupp Sturmtruppen? Dann nehmen wir einfach ein in der Nähe stehendes Fass und schleudern es auf die Gruppe. Oder wir werfen die Gegner einfach aus sicherer Entfernung in den nächstbesten Abgrund oder gegen einen Energieschild.Das ist zum Teil schon ganz witzig gemacht, wenn die Sturmtruppen (und andere Gegner) wild strampelnd in der Luft hängen und die umstehenden sich ducken. So lebensecht wie versprochen sieht das alles aber doch nicht aus, man hat immer den Eindruck mit Marionetten zu spielen. Ärgerlich ist auch, dass man eben nicht alles greifen und wegschleudern kann, sondern nur was den Entwicklern in den Kram passte. Gerade bei etwas größeren Zwischengegnern stört das die Atmosphäre. Hier setzt das Spiel statt auf die Machtkräfte von Starkiller voll auf Quick-Time-Events (QTE). So bekommt man es im zweiten Level mit einem AT-ST (zweibeiniger Läufer) zu tun. Man drischt dann also mit dem Schwert wild hopsend auf ihn ein, bis dessen Lebensbalken genug herabgesunken ist, dann startet das QTE und plötzlich faltet der Junge das Ding zusammen, als sei es aus Papier. Ja warum nicht gleich so, mag man ihm da zu rufen. Daneben kommt noch das klassische QTE-Problem zum Tragen: Die gebotenen Sequenzen sehen zwar schick aus, aber da man mit mindestens einem Auge schauen muss, welche Taste als nächstes gedrückt werden muss, bekommt man nur die Hälfte mit. Störend auch, das eben noch um einen herum stehende, weitere Gegner beim Start des QTE einfach verschwinden, und nach Abschluss erst wieder da sind. Einfältige VielfaltIn den ersten Levels bietet das Spiel viel Abwechslung. Man besucht unterschiedliche Planeten (besonders der Schrottplanet Raxus Prime weiß zu überzeugen), bekommt es mit jeweils anderen Gegnern zu tun, die z.T. auch ein anderes Vorgehen nötig machen (Schußwaffen, Nahkampfwaffen, Schilde) und Starkiller lernt ständig neue Dinge dazu. So kommen Blitze, Blitzschild, Rückstoß und Wurf des Lichtschwerts hinzu, außerdem kann man alle paar Minuten in einem Extra-Menü neue Machttalente, Schlagkombos und andere Eigenschaften (maximale Lebensenergie, Geschwindigkeit mit der sich die Macht wieder auflädt) verbessern. Doch die Story ist zu Anfang ziemlich blass. Vader schickt den Jungen zum nächsten Jedi, der sagt dazu Ja und Amen und das war's.Wenn dann die Story Fahrt aufnimmt (mehr wollen wir dazu nicht verraten), ist es leider bald mit der Abwechslung nicht mehr so weit her, denn man besucht bekannte Schauplätze erneut und bekommt es mit bekannten Gegnern zu tun, meist nur in größerer Zahl. Deren Intelligenz lässt auch oft zu wünschen übrig. Mehrfach sah ich Soldaten auf einen Punkt ballern, wo nichts war oder sie reagierten nicht, obwohl neben ihnen ein Kamerad laut schreiend durch die Luft flog. Darüber hinaus sind die Level recht linear gehalten, meist gibt es Schläuche durch die man sich bewegt, Rätsel sind sehr selten und wenn einem die Anzahl der Gegner zu groß wird, hüpft man einfach immer weiter, bis wieder nachgeladen wird und schon sind alle Gegner die hinter einem her waren verschwunden – dann wird man allerdings nicht alle Holocrons finden, die in den Level versteckt sind und Boni bringen. Auch das Balancing scheint etwas unausgewogen. Während die Rancors oder AT-STs kaum ein Problem darstellen, und eher nerven, weil man sie immer auf die gleiche Weise (QTE) niedermacht, können die in Massen auftretenden Felucianer, die später einen Schild und ein Schwert haben, durchaus eine Hürde darstellen. |
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