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Test: LittleBigPlanet
Der große kleine Hoffnungsträger der PS3 ist endlich da!
Als Systemseller soll LittleBigPlanet der PS3 und allen begeisterten Käufern das Weihnachtsgeschäft versüßen, sein Held, der niedliche „Sackboy“, hat sich bereits zum sympathischen Konsolenmaskottchen gemausert. Die Erwartungen sind dementsprechend hoch, die Vorfreude wurde durch alle möglichen Infoschnipsel zusätzlich geschürt. Liebe auf den ersten SpruchDie erste positive Überraschung beim Spielstart ist die tolle „Märchenonkel“-Stimme, welche den Spieler mit viel Humor bei den ersten Schritten begleitet und auch später immer wieder alle Funktionen ironisch, spöttisch oder anderweitig lustig kommentiert. Der deutsche Sprecher steht seinem englischen Kollegen dabei erfreulicherweise kaum nach. Der Einstiegsabschnitt mit Erklärungen zur Steuerung führt durch eine schrille Landschaft, in die auf witzige Art die Fotos der Entwickler integriert wurden. Anschließend kann man sich der Charaktererschaffung und z.B. dem Storymodus widmen.Die Gestaltungsmöglichkeiten der Figur erweitern sich später durch gefundene und gewonnene Accessoires noch stark, schon am Anfang hat man aber diverse nette Outfits zur Verfügung. Eine Option ist das Sackmaterial, quasi die Hautfarbe des Helden, wo neben dem typischen Kartoffelsackstoff z.B. auch blaue Jeans oder weiße Baumwolle angeboten werden. An Glubschern gibt es unter anderem Knopfaugen, Kreuzstiche oder welche mit langen Wimpern für die Mädels, Klamotten wären Boxershorts, Badeanzug oder auch mal ein schickes Pünktchenkleid. Dazu kommen noch jede Menge Extras wie Bärte, Brillen, Helme, Löwenmähnen und Hasenohren. Das süße Ergebnis lässt sich speichern und im Spielverlauf kann man auch jederzeit zu einem anderen Entwurf aus der Liste wechseln. Ein paar putzige Animationen können während des Spiels durch Knopfdruck plus Controller-Kippen oder Bewegungen des Analogsticks aufgerufen werden, was vor allem für den Multiplayermodus recht nett ist. So kann man etwa „tanzen“ oder die Ärmchen einzeln bewegen und winken. Per Steuerkreuz lassen sich Gesichtsausdrücke einstellen – eine Richtung entblößt ein breites Grinsen, bei einer anderen guckt der kleine Sack als wäre er gerade in ein frisches Hundehäufchen getreten. My home is my castleVom kleinen, ebenfalls gestaltbaren Zimmer aus erreicht man über den „Zentralcomputer“ in Sixaxis-Form die verschiedenen Modi und Menüs. Der leider recht schnell absolvierte Modus Geschichte enthält keine große Story. Im Prinzip geht es darum, die acht Welten verschiedener mächtiger „Meisterschöpfer“ zu erkunden, um darin jeweils mehrere zuckersüße Jump&Run-Bereiche oder Sonderaufgaben wie ein Bullenreiten unter erschwerten Bedingungen zu absolvieren und haufenweise Elemente für eigene Kreationen zu finden. Die Überabschnitte orientieren sich grob an den verschiedenen Kontinenten unserer Erde (eine Märchenwelt mit überdimensionalen Fliegenpilzen und Zwergen für Europa, die afrikanische Savanne, mittelamerikanische Canyons voller Kakteen oder Minen…), aber in ungewöhnlicher Optik und prall gefüllt mit schrägen Ideen. Da schleift man etwa einen partysüchtigen Erdmännchen-Jüngling zurück zu Mama oder besänftigt eine randalierende Braut in der an Grim Fandango erinnernden Totenwelt, um das Skelett am Ende doch noch glücklich unter die Haube zu bringen.LittleBigPlanet sieht mit seiner Seitenansicht auf den ersten Blick aus wie ein moderner 2D-Hüpfer, komplexer wird die Sache aber allein schon durch drei horizontale Ebenen, die sich in den Bildhintergrund erstrecken. Im Vordergrund kann man dann beispielsweise an Hindernissen vorbeilaufen, die hinten den Weg versperren, oder eine hilfreiche Plattform befindet sich nur in der mittleren Bahn. Der Wechsel der Ebenen über hoch- bzw. runter Bewegen des linken Sticks scheint nach der Betaphase noch einmal überarbeitet worden zu sein und geht einem jetzt schneller in Fleisch und Blut über. Besonders überzeugend präsentiert sich auch das Physiksystem, in dem sich die Objekte je nach Material (Holz, Schwamm, Gummi etc.) und Schubskraft realistisch kullernd, schwingend oder fallend bewegen. Die Landschaften sind mit zahlreichen Rücksetzpunkten versehen, was zu große Frustgefahr bannt. Nur wer viermal an einem bestimmten Checkpoint versagt, muss den Level komplett von vorne angehen. Landet man in tiefen Gruben oder anderen ausweglosen Situationen, kann man durch Selbstzerstörung zurück zum Checkpoint gelangen – der Sack bläst in einer knuddeligen Animation seine Bäckchen auf und zerplatzt. Zusammen ist man weniger alleinAußer dem üblichen Sprungbutton X (das Hüpfverhalten ist nebenbei bemerkt etwas träge, was andererseits jedoch realistisch zur sonstigen Physik passt) muss man unter anderem die R1-Taste strapazieren, mit der die Figur z.B. Schalter umlegt, Blöcke verschiebt oder sich an schwingenden Teilen festhält, um Abgründe zu überwinden. An manchen Stellen kann außerdem ein angeleintes Jetpack benutzt werden. Auf diese Weise umgeht man allerlei Gefahren wie unter Strom stehende Böden, tiefes Wasser oder Feuersbrünste und sammelt neben Dekorationen und sonstigen Bau-Elementen auch kleine Punktekugeln. Am Ende des Levels wird das Ergebnis mit dem der anderen Spieler auf der Rangliste verglichen. |
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