In einer alternativen Version des historischen Europas tobt im Jahr 1935 der Krieg zwischen zwei Großmächten, der "Atlantic Federation" und dem im Osten angesiedelten "Empire". Das kleine Küstenland Gallia versuchte lange sich rauszuhalten, ist durch seine reichen Bodenschatzvorkommen aber einfach ein zu verlockendes Ziel für die Empire-Invasoren. Valkyria Chronicles folgt den spannenden Erlebnissen des Studenten und Naturliebhabers Welkin. Der Sohn eines angesehenen Generals soll seiner Adoptivschwester Isora beim Evakuierungs-bedingten Umzug in die Stadt behilflich sein, als auch schon der erste Angriff über die ländliche Idylle hereinbricht. Zusammen mit der hübschen Bäckerin Alicia, in Krisenzeiten Anführerin des dörflichen Widerstands, wird Welkin eingezogen und leitet fortan eine Einsatztruppe namens Squad 7.
Vive la résistance!
Statt genretypischen Echtzeitgefechten oder dem klassischen rundenbasierten Schlagabtausch nimmt Valkyria Chronicles beim Kampfsystem regelrecht strategische Züge an. Nach einem kurzen Briefing zur aktuellen Mission erfolgt während einer "Command Mode" genannten Phase, in welcher der aktuelle Tummelplatz in Form einer Übersichtskarte dargestellt wird, die Auswahl der anschließend gesteuerten Figur. Feindliche Soldaten (sofern sie sich nicht hinterhältig verstecken), schützende Levelelemente und sonstige Umgebungsmerkmale sind durch Symbole markiert oder eingezeichnet. Pro Zug einer Einheit wird ein "Command Point" verbraucht, sind alle leer, endet die Runde. Es ist dabei übrigens durchaus erlaubt, alle Punkte für eine einzige Figur einzusetzen, die also mehrfach hintereinander angreift.
Nach dem Anklicken des gewünschten Helden wechselt das Spiel mitten ins eigentliche, dreidimensionale Geschehen. Dort kann sich der Kämpfer weitgehend frei bewegen, die Reichweite ist allerdings durch eine Leiste begrenzt, die sich mit jedem Schritt abbaut. Durch Druck auf die R2-Taste schaltet man in eine Ziel-Ansicht, um nahe Gegner ins Visier zu nehmen und möglichst Kopftreffer zu erzielen. Werte wie die benötigte Trefferzahl mit der benutzten Waffe erleichtern die Auswahl der richtigen Methode. Nach Abgabe der Schüsse sollte man hinter Mauern oder Sandsäcken in Deckung gehen, um für Gegenangriffe und die späteren Aktionen der Feinde gerüstet zu sein. Doch Vorsicht - Granaten setzen dem gemütlichen versteckten Dasein ganz schnell mal ein Ende. Und leider eignet sich auch nicht jedes vielversprechende Objekt als Schutz.
Nicht so leicht auszuknocken sind natürlich Panzer, die zwischendurch ebenfalls gesteuert werden dürfen. Solch dicke Brummer sind zwecks Balance jedoch nicht sonderlich manövrierfähig, verbrauchen pro Einsatz zwei Command Points und regenerieren anders als Menschen zwischendurch keine Energie.