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Test: Street Fighter IV

Im Comic-Look zum vierten Mal ein Street Fighter
 Street Fighter IV
Seit über 20 Jahren gibt es eine Spiele-Serie, die einen kleinen, aber erlesenen Kreis von Fans hat. Vielleicht ist der Kreis auch etwas größer als klein, aber er ist sicher nicht groß. Gehört hat sicher schon jeder Gamer mal etwas von Street Fighter, das zweidimensionale Prügelspiel, das nun in die vierte Runde geht. Wer noch nie etwas von dieser Serie gehört hat, wird sich auch jetzt nicht dafür erwärmen können, Fans des Genres und vor allem von Street Fighter tanzen vermutlich schon im Takt ihres schnell klopfenden Herzens.

Ein Prügelspiel wie alle anderen?

Worum es geht, wenn sich zwei Männer gegenüberstehen und die Fäuste ballen, muss wohl niemandem erklärt werden. Insbesondere Zocker, die sich im Rotlicht-Milieu auskennen, werden wissen, wie wichtig der Einsatz von Händen und Füßen ist, wenn es darum geht, sein Recht zu bekommen oder schlicht zu gewinnen. A schlägt B und umgekehrt, bis einer am Boden liegt und nicht mehr aufsteht. Wer stehen bleibt, hat gewonnen. So simpel geht es auch bei Street Fighter IV zu - allerdings mit einer kleinen Ausnahme. Das Geschehen ist nicht dreidimensional, sondern zweidimensional, so wie in der guten alten Zeit, als Prügelspiele noch Prügelspiele waren und es gute Grafik nur in Spielhallen gab. Auf den Comic-Look des Spiel gehe ich später noch einmal ausführlich ein, vorweg aber schon einmal so viel: Das Rad hat bei Capcom niemand neu erfunden, aber das Spiel bricht aus dem grafischen Einerlei aus, das es bei den Prügel-Serien TekkenWeitere Infos, Dead or AliveWeitere Infos oder Virtua FighterWeitere Infos zu sehen gibt.

Nichts für Solisten

Dreht sich die Scheibe im Laufwerk, dann gibt es ein, äh, sehr übersichtliches Menü: Arcade, Versus, Online, Challenge und Training. Für den Solisten ist da nicht viel Abwechslung geboten, zumal der Arcade-Modus in guter alter Manier abläuft: Acht Kämpfer müssen bezwungen werden, dann ist die Runde vorbei. Der Arcade-Modus hat neben seiner Kürze auch noch einen Haken: Der Endgegner Seth, benannt nach dem ägyptischen Wüstengott, ist ein mehr als unfairer und zudem unberechenbarer Geselle. Da ist es auch vollkommen gleichgültig, in welchem der insgesamt acht Schwierigkeitsgrade ich mich durch die Gegner prügle. Am Ende wartet immer Seth und macht mir das Leben schwer. Sehr schwer. Unglaublich schwer. Gewinnt ihr die erste Runde, legt Seth im zweiten Durchgang noch einen drauf. Für die einen ist es Übung, für die anderen nur Frust – ich hatte beides, ich habe Seth besiegt, aber es war und es ist ein hartes Stück Arbeit.
Inklusive Seth stehen 25 Kämpfer zur Auswahl, neun müssen allerdings erst einmal freigespielt werden. Für jeden Fighter gibt es auch noch zahlreiche Ausstattungsvarianten und unterschiedliche Farben, die ebenfalls freigespielt werden können. Auswirkungen auf die Kampfkraft hat die Ausstattung nicht, es ist nur eine Frage der Optik – aber dazu später noch mehr.
Wer zum ersten Mal einen Street Fighter-Titel spielt – so etwas soll es geben -, der wird eine Einführung vermissen. Stattdessen gibt es die Trainingsoption, über die mit den einzelnen Kämpfern experimentiert werden kann. Sicher gibt es einen Trainingseffekt, aber für Neueinsteiger ist das ein Schmalspurprogramm, damit wird niemand so recht warm.

Zu zweit wird’s genial

Wenn bei Street Fighter IV für Solisten wie ein Schwinger ist, der ein Luftloch schlägt, so ist der Mehrspieler-Modus ein Schlag genau auf die Zwölf. Das Ganze beginnt mit dem Versus-Mode, bei dem zwei Spieler vor dem Bildschirm sitzen und sich virtuell die Fresse polieren. Hier spielt der Titel jetzt das aus, was ein Prügelspiel auszeichnet: Eine gute Steuerung, brachiale Moves und Ultra-Moves sowie erstklassige Konter-Attacken. Ja, im Multiplayer-Modus kommt Leben in das Spiel, da kann ich nach dem Kampf auch auf dem Sofa weiterkämpfen, weil mich mein angeblich bester Freund wieder geschlagen hat. Ich behaupte immer noch, dass ich ihn habe gewinnen lassen, aber die reale Kopfnuss hat er trotzdem verdient. Egal, es wird ja auch noch besser.
Screen 1
Es gibt einige neue Charaktere...
Screen 2
...und auch alte Bekannte zu sehen.
Screen 3
Bis auf die Knochen: Die Special-Moves haben es in sich...
Screen 4
...und sorgen für allerlei Zauber...

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Packshot
Beat´em Up
von Capcom
USK-Freigabe ab 12 Jahren
PCJuli 2009
PS3Februar 2009
360Februar 2009

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