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Test: Eternal Sonata
Endlich dürfen auch PS3ler mit Chopin auf Traumreise gehen ...
Lange mussten PS3ler auf ein Japano-RPG wie Eternal Sonata warten. Bereits vor eineinhalb Jahren hatten wir euch die Xbox 360-Version vorgestellt, die mittlerweile zum Schnäppchenpreis erhältlich ist. Wenn ihr unseren Test von damals schon gelesen habt, dann springt ruhig zum Ende dieses Artikels; dort werden wir euch verraten, was das „neue“ von dem „alten“ Eternal Sonata unterscheidet.Mmh, lecker Eintopf!Paris 1849. In einer Villa liegt der berühmte Komponist Frederic Chopin in seinem Krankenbett, irgendwo an der Grenze zwischen Leben und Tod, und träumt ... Es ist ein langer und wunderbarer Traum von einem kleinen Dorf im Wald, wo die Vögel zwitschern und die Blumen blühen, so weit das Auge reicht. In diesem Dorf lebt zusammen mit ihrer fürsorglichen Mutter ein kleines Mädchen namens Polka, das in der sieben Kilometer entfernten Hafenstadt Ritardando Blütenpulver verkauft. Na ja, sie versucht es zumindest, denn die meisten Stadtmenschen fürchten sich vor kleinen Rotkäppchen, die eine tödliche Krankheit wie die „Magie“ mit sich herumschleppen. Und überhaupt: Seitdem irgendein Scharlatan in der Stadt ein Mineralpulver zu Dumpingpreisen verkauft, will anscheinend überhaupt niemand mehr das Pulver des Blumenmädchens kaufen. Da kann Polka schon froh sein, wenn sie nach dem Fußmarsch durch den Wald heil nach Hause kommt, wo ihre liebe Mama lecker Eintopf für sie gekocht hat !Rotkäppchen und der böse Kürbis ...Während Rotkäppchen im Wald gegen Kürbisse kämpft, beginnt ein zweiter Handlungsstrang mit zwei jugendlichen Brotdieben, Allegretto und Beat, die sich durch eine Kanalisation voller Ratten schlagen müssen. Schon bald tritt dann auch der Musiker Frederic Chopin in seinem eigenen Traum in Erscheinung, um zusammen mit den jugendlichen Helden auf große Wanderschaft zu gehen.Zwar ist es den Entwicklern ansatzweise gelungen, Chopins reales Leben in die Traumwelt des Spiels einfließen zu lassen, allzu tiefgehend sind diese Bezüge jedoch nicht. So hat man zwar hin und wieder einen Helden, der sich von Sinnfragen und Selbstzweifeln geplagt in philosophischen Monologen ergeht, ansonsten aber nur ein paar Bildsequenzen über Chopins Leben und Werdegang, die fast schon etwas zusammenhangslos in das Spiel gepackt wurden. So werden die langen Zwischensequenzen vor allem von den üblichen Diskussionen um den besten Rastplatz, Streitgesprächen auf Kindergartenniveau, Verrat in der eigenen Truppe und natürlich der Geschichte eines machthungrigen Oberbösewichts bestimmt. Die Story wirkt in manchen Dingen zwar etwas simpel gestrickt, hat aber durchaus auch einige herzergreifende Szenen zu bieten. Wer sich jetzt übrigens wundert, dass die Orte und Charaktere des Spiels allesamt „musikalische Namen“ tragen, der möge nicht vergessen, dass das alles der Traum eines sterbenden Mannes ist, der nur Musik und Tuberkulosebakterien im Kopf hat! Dynamisch, actionreich, ungewöhnlich: KampfsystemWie in Final Fantasy XII und Blue Dragon gibt es auch in Eternal Sonata (japanischer Originaltitel: Trusty Bell: Chopin's Dream) keine Zufallskämpfe mehr, sondern stattdessen Monster, die in der Spielwelt offen sichtbar herum dackeln. Die Kämpfe verlaufen zwar grundsätzlich rundenbasiert und auf einer separaten Ebene außerhalb der eigentlichen Spielwelt, aber keineswegs nach dem starren Schema, das man von den meisten klassischen Japan-RPGs gewohnt ist. So fällt auf, dass neben den üblichen Kampfaktionen wie Angriff, Einsatz von Objekten, Spezialtechnikengebrauch und Flucht auch der Faktor Bewegung eine wichtige Rolle spielt. Denn wie in einem Fightspiel finden die Kämpfe in kleinen Arenen statt, in denen die Beteiligten frei herumlaufen können. Auch der Faktor Zeit spielt eine wichtige Rolle: Wenn nötig, plant man seine Aktionen innerhalb einer gewissen Bedenkzeit, ehe dann von der ersten Aktion an die beschränkte Aktionszeit abläuft wie eine Sanduhr. Währenddessen kann eine Menge passieren: Einige Haudegen schaffen es, innerhalb einer einzigen Kampfrunde 20 Hiebe auszuteilen! Netter Nebeneffekt: Durch normale Attacken lädt sich - auf der rechten Seite gut sichtbar - ein mehrstufiger Ladebalken auf. Zündet man dann auf der höchsten Stufe eine Spezialtechnik, ist das Ergebnis für den Gegner verheerend: eine Supernova oder irgendeine andere Combo vergleichbaren Ausmaßes. Da gibt es dann aufs Maul wie bei Tekken , so eine Mischung aus Schlaghageln und Blitzlichtgewittern prasselt über den Schirm. Und so hört sich das auch an: Zack, basch, ah, basch, zack, urgh!Die Combo-Power kann übrigens von Kämpfer zu Kämpfer übertragen werden, so dass am Ende nur der Stärkste zur vernichtenden Superattacke ausholt. Beim Einsatz der Spezialtechniken spielen auch Licht und Schatten eine wichtige Rolle. An einem hellen Standort kann man nur Lichttechniken benutzen, an einem schattigen Plätzchen nur Schattentechniken. |
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