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Noch bevor die PlayStation 3 überhaupt auf dem Markt war, schwirrten einige Trailer durchs Netz, die die Leistung der schwarzen Kiste aus dem Hause Sony beweisen sollten, darunter auch ein Filmchen von Killzone 2. Das gezeigte Material sollte angeblich InGame-Grafik sein und ist selbst für heutige Verhältnisse immer noch atemberaubend. Das Ergebnis ist jetzt im Handel zu finden und sieht nicht so gut aus wie einst behauptet. Dennoch setzt der Shooter die Grafiklatte der Konsolen-Ballereien eine Stufe höher. Doch die Optik ist nicht das einzige, was in Killzone 2 begeistert. Rache ist süßDie Story spielt zwei Jahre nach Killzone , bei dem die faschistischen Helghast den Kolonieplaneten Vekta angriffen. Nun wird der Spieß umgedreht und die ISA (Interplanetare Strategische Allianz) bläst zum Großangriff auf den Heimatplaneten der Helghast. Dort soll der fanatische Redenschwinger und Diktator Visari dingfest gemacht werden. Man braucht ihn lebend, da er Atomwaffen gebunkert hat. Aus diesem Grund kämpft man natürlich an vorderster Front und das als Sergeant Tomas „Sev“ Sevchenko. Als Mitglied des vierköpfigen Alpha-Squads gilt es den rotäugigen und Gasmasken tragenden degenerierten Soldaten in den Hintern zu treten. Ein Wechsel der Charaktere wie im Vorgänger fällt flach. Man spielt ausschließlich Sergeant Sev, man erfährt aber was aus den Protagonisten der PS2-Ära geworden ist.Nach einem sehr beeindruckenden Renderintro und der darauffolgenden Anflugszene in InGame-Grafik, tobt die Schlacht und das ununterbrochen rund acht Stunden lang. Inmitten der Gefechte gilt es Stellungen zu erobern und zu halten, kurze Fahrzeugabschnitte zu absolvieren, Konvois zu begleiten oder Rettungsmissionen durchzuführen. Im ständigen Dauerfeuer geht die Story leider unter. Erst im letzten Drittel zieht die Geschichte nochmal an und hat doch ein bisschen was zu erzählen. In Deckung!Gleich nach der Landung an einem Strand geht die Post ab. Das Szenario erinnert dabei entfernt an die Erstürmung der Normandie. Es wimmelt von Soldaten, überall landen kleine Transporter, die ihre menschliche Fracht ausspucken und den bösen Schergen entgegen schleudern. Um nicht innerhalb der ersten Sekunden mitten im Schlachtgetümmel den Löffel abzugeben, haben sich die Entwickler eine Feature abgeguckt, dass es so in einem Ego-Shooter noch nicht gab, nämlich ein Deckungssytem wie in Epics Schlachtduett oder Uncharted .Die Besonderheit liegt darin, dass wenn man sich per Tastendruck an eine Wand drückt, nicht in eine 3rd-Person-Ansicht umgeschaltet wird, sondern in der Ich-Perspektive bleibt. Mit dem Analogstick kann man nun hinter einer Deckung hervor blinzeln und feuern. Das ist zu Beginn recht ungewohnt, und benötigt ein wenig Einarbeitungszeit, ist aber überlebenswichtig. Eine weitere Ausnahme besteht in der sinnvollen Integrierung der SixAxis-Funktion. Es gilt z.B. an einem Ventil zu drehen und das mit gleichzeitigem Drücken der Schultertasten und der Neigung des Controllers. Eine ähnliche Aktion führt man bei Aktivierungen von Sprengladungen durch und das fühlt sich richtig gut an. Sie kommen von allen SeitenDie KI von Killzone 2 ist überaus gerissen und hat einige Tricks auf Lager. Die gentechnisch manipulierten Soldaten laufen nie blind ins Feuer und suchen den Freitod. Stattdessen gehen sie taktisch vor und kämpfen sich von Deckung zu Deckung. Herauslocken kann man sie nur mit dem klugen Einsatz von Granaten. Das gleiche Spielchen treiben die Helghast aber auch, so dass man ständig gezwungen ist, den Standort zu wechseln. Hat man sich nicht schnell genug verdrückt und der Bildschirm färbt sich grau, ist es an der Zeit ein bleiloses Versteck zu suchen. Dort regeneriert sich die Gesundheit nach wenigen Sekunden. Die Levels sind so aufgebaut, dass man die Recken flankieren kann, aber wie schon bei den explosiven Eiern nutzen die Helghast ebenfalls diese Kampfesweise. Es ist also keine Seltenheit, dass man unerwartet von der Seite beschossen wird. Seit F.E.A.R. oder Far Cry waren Gefechte nicht mehr dermaßen fordernd und machen einen großen Teil des Spielspaßes aus.Killing SpreeNeben den Standardsoldaten, die in verschiedenen Variationen in Massen auftreten, gibt es hin und wieder Zwischengegner zu bezwingen, die mit einer schicken Kamerafahrt fokussiert und eingeführt werden. Da wäre z.B. ein Bursche, der schwer gepanzert und mit einer Minigun auf einem Todesmarsch ist. Auf den ersten Blick ist diese Kampfmaschine kaum zu stoppen. Nur mit einer bestimmten Taktik ist dieser Bastard zu knacken. Deswegen sollte man auf die Rufe der Kampfgefährten hören, die einem in solchen Fällen wertvolle Tipps zuschreien. | ||||||||||||||||||||||
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