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Test: Star Wars The Clone Wars: Republic Heroes

Spielspaß a la LEGO Star Wars?
 Star Wars The Clone Wars: Republic Heroes
Nach Abschluss der zweiten (eigentlich ersten) Star Wars-Trilogie auf der großen Leinwand, lässt Lucasfilm die Jedi und ihre Klone in Comicform gegen die Separatist und ihre Armee aus Droiden antreten. Nun kommt mit Star Wars: The Clone Wars – Republic Heroes ein weiteres Spiel dazu auf den Markt, diesmal aber nicht nur für die Nintendo Konsolen, sondern für alle.

Wie im Fernsehen

Die Präsentation des ganzen erinnert an die Fernsehserie. Aufgeteilt in drei Akte spielt man mit wechselnden Charakteren an unterschiedlichen Schauplätzen und deckt nach und nach die Zusammenhänge auf. Die Story ist allerdings Serienalltag. Die Separatisten werkeln mal wieder an einer Superwaffe und diese gilt es vor ihrem vernichtenden Einsatz zu vernichten – wie einfallsreich. Dabei ist man mal als Jedi, mal als Klon unterwegs.
Nicht nur die Optik ist an den eigenwilligen, eckigen Comicstil der Serie angelehnt, auch die Originalmusik und die Originalsprecher sind an Bord. Fans der Serie wird es freuen.

Tausend Tode

Das Spielprinzip von Republic Heroes lässt sich am ehesten mit LEGO Star WarsWeitere Infos vergleichen – freilich ohne Lego-Charme, Humor und Sammel-/Bautrieb. Hier wie dort steuert man seine Charaktere aus der dritten Person durch die Level, hüpft und ballert bzw. zerlichtsäbelt, wahlweise allein oder zu zweit (an einem Bildschirm, der zweite Spieler kann jederzeit ein- oder aussteigen). Dabei stirbt man desöfteren, das macht aber nichts, der nächste Rücksetzpunkt ist selten mehr als zehn Spielsekunden entfernt.
Die Aufgaben wiederholen sich leider dauernd. Ständig metzelt man sich durch Horden strunzdummer Droiden („Roger, Roger“), als Jedi kommen ab und zu noch Hüpfpassagen hinzu. Hier wird die feste Kamera gerne Mal zum Spielspaßkiller, weil man manchmal die Richtungen schlecht einschätzen kann, da man gerade in der hintersten Ecke des Bildausschnittes als zehn Pixel großer Floh herumhüpft. Zoomen gibt’s nicht. Gerne schießen auch mal Droiden aus dem Off oder bei zwei Spielern ist einer der beiden plötzlich nicht mehr im Bild zu sehen.
Wenig hat man auch aus der Macht gemacht. Neben Lichtschwertgefuchtel und Akrobatik können alle Jedi nur einen Machtstoß ausführen, oder an gewissen Punkten mit der Macht Objekte manipulieren. Unterschiede zwischen den Charakteren gibt es keine, von einem Machtgefühl a la The Force UnleashedWeitere Infos ist man weit entfernt.

Immer dasselbe

In den drei Akten besucht man vier Orte. Einen Wüstenplaneten, eine Raumstation, einen Eisplaneten und einen Planeten mit Säureseen. Zwar wird zwischen den Orten immer wieder hin- und hergeschaltet, aber innerhalb der Orte gibt es kaum Abwechslung. Immer wieder gelangt man in abgeschlossene Bereiche, aus denen man erst herauskommt, wenn man eine bestimmte Anzahl Droiden vernichtet hat. Immer wieder muss man spezielle Droiden übernehmen, um mit ihrer Hilfe Hindernisse zu überwinden und die wenigen Rätsel wiederholen sich auch dauernd. Sogar Boss- und Zwischengegner werden recycelt, wobei die Kämpfe gegen diese ohnehin keine Höhepunkte sind, denn auch hier kann man beliebig oft sterben, so dass es eben nur länger dauert, bis der Gegner fällt. Auch ein Wechsel des Schwierigkeitsgrades ändert daran nichts.
Erfreulich sind kleine Abschnitte in denen man mit Gleitern oder Walkern unterwegs ist, diese sind aber zum Teil sehr kurz (einen Walker-Abschnitt habe ich in unter 2 Minuten geschafft) und letztlich ballert man auch nur stupide alles Kurz und Klein. Alles ist streng linear, verschiedene Wege gibt es nicht. Nur um mal eines der versteckten Artefakte zu finden, muss man sich manchmal ein wenig anstrengen.

Für Fans und Anfänger vielleicht

Optisch kann das Spiel auch nicht viel rausreißen, das Niveau bleibt schwach. Das liegt zum einen an der kantigen Comicvorlage, dazu gesellen sich aber auch Clippingfehler, lange Ladezeiten und zum Teil sehr abrupte Übergänge von einem Raum zum nächsten.
Der Umfang hält sich trotz vieler Missionen in Grenzen, kaum ein Abschnitt dauert länger als zehn Minuten, die meisten sind kürzer. Herausforderungen, wo man an bestimmten Stellen im Spiel versucht, mehr Punkte zu sammeln als der Mitspieler, oder mehr Droiden zu schrotten, ziehen das ganze etwas in die Länge.
Das Gameplay ist stupide, die Steuerung wegen der Kamera oft ungenau, alles in allem ist das Spiel aber vor allem langweilig. Selbst wenn man mal einen Klon vor angreifenden Droiden schützen muss, damit der eine Konsole hacken kann, ist es völlig egal, wie viele Treffer er währenddessen abbekommt. Ein Scheitern ist ausgeschlossen. Wie sagen es zwei Klone so schön nach einer Mission: (Klon 1) Wir haben gesiegt! (Klon 2) Ist das ein Grund überrascht zu sein?
Das mag Anfängern gefallen, aber die müssten dann auch noch Fans der Serie sein. Wer die nicht mag, und die Dialoge zwischen SkyGuy (Anakin) und Snips (Ahsoka) schon im TV nervig fand, wird hier sicher auch nicht glücklich damit. Die jüngeren Fans der Serie werden zudem von der ab 12 Freigabe der USK ausgesperrt.
Screen 1
Anakin und Ahsoka unterwegs
Screen 2
Öfter übernimmt man Droiden
Screen 3
Obi Wan und Meister Plo
Screen 4
Auch Klone steuert man
Screen 5
Kleine Flugeinlage
Screen 6
Zwischensequenz

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Packshot
Action-Adventure
von LucasArts
USK-Freigabe ab 12 Jahren
PCOktober 2009
PS3Oktober 2009
360Oktober 2009

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11.05.09
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