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Test: NBA 2K10
Starker Basketball-Titel mit Einzelspieler-Karriere-Modus
Einige Dinge ändern sich, einige nicht. So ist NBA 2K10 auch in diesem Jahr wieder das Top-Spiel und stellt die Konkurrenz aus dem Haus EA (NBA LIVE 10 ) in Sachen Basketball weit in den Schatten. Hier ändert sich also nichts. Inhaltlich hat sich dagegen etwas getan. Hier hat sich also etwas geändert – auch wenn die Spalding-Pille nicht neu erfunden wurde, sondern nur etwas aufgepeppt worden ist. Aber es gibt nicht nur positive Neuigkeiten, denn wenn man etwas ändert, dann können sich auch Fehler einschleichen. Ärgerliche Fehler. Sehr ärgerliche Fehler.Wo ist denn hier bitte...Auf die NBA-Serie von 2KSports freue ich mich immer wieder, weil es ein Höhepunkt im redaktionellen Spiele-Jahr ist. Immer wieder. Was den Spielspaß anbelangt, so knackt der Titel auch 2009 den Jackpot, zumal es neben den bekannten Modi wie Saison, dem Manager-Modus „The Association“ sowie diversen Mini-Spielen ab sofort einen fordernden Solo-Modus gibt, der dem Spiel eine neue Dimension verleiht. Allerdings müssen wir uns erst einmal durch das unübersichtliche und extrem nervige Menü durchwurschteln, um überhaupt etwas zu finden. War die Sache mit dem Hauptmenü schon im vergangenen Jahr etwas lästig, so ist das jetzt die Krönung. Das ist ungefähr so nervig, als wäre man mit dem Wagen in einer Einbahnstraße unterwegs und an dessen Ende wäre eine Sackgasse. Gut, ganz so schlimm ist es nicht, aber ich kenne kaum eine Menüführung, die schlechter ist, was aber auch an den Bezeichnungen der einzelnen Punkte liegt.Hinter „Mein Spieler“ verbirgt sich der wahrhaft umfassende, spannende Modus, mit dem wir einen Akteur durch die Höhen und Tiefen des Basketball-Lebens lenken. Wie? Was? Be-A-Pro? Ja, genau dasselbe, nur eben von 2KSports – und EA hat das ja in diesem Jahr gestrichen, während bei NBA 2K10 damit jetzt der pure Spielspaß ausbricht. Zumindest meistens. Spiel ab. SPIEL AB! SPIIIIIIIEL!!!!Ich bin dafür bekannt, dass ich ein Team-Spieler bin, so funktioniert Mannschaftssport nun einmal. Das muss auch beim Basketball so sein, entweder zusammen siegen oder zusammen untergehen. Der Knackpunkt ist jedoch, dass die KI in „Mein Spieler“ mitunter so katastrophal ist, dass meine „Karriere“ dadurch ausgebremst wird.Bestes Beispiel: Der Angriff läuft, ein KI-Spieler führt den Ball und bleibt jenseits der 3-Punkte-Linie stehen, ihm gegenüber ein Gegner. Ich laufe mich frei, fordere rechts den Ball, fordere links den Ball, mein Mitspieler steht nur da, prellt die Kugel und guckt. Hallo? Ich laufe durch die Gegend, fordere den Ball – nichts passiert. Die Shot-Clock läuft ab und der Kerl wirft plötzlich auf den Korb – im Grunde genommen richtig, aber es gab fast 24 Sekunden lang bessere Alternativen. Dass meine Kollegen auch Fehler machen, das ist vollkommen in Ordnung, aber in einigen Situationen sind sie lächerlich. In der Defensive haben meine Mitspieler auch genug Aussetzer parat, was meine Leistung dann in der Bewertung schmälert – und das schlägt sich dann auch in der Bewertung des Spieles nieder. So toll der Solo-Modus mit der Spieler-Karriere auch ist, so lästig sind die KI-Aussetzer. Auf der anderen Seite ist der Gegner im Karriere-Modus so stark, dass jeder Fehler gnadenlos bestraft wird. Das hat einige Frustmomente zur Folge, weil der Gegner einfach übermenschlich wirkt und oft in Situationen Punkte macht, die unfair wirken. Mit ein wenig Geduld übersteht man aber auch diese Momente – ein wenig Frustresistenz schadet nicht. Tolle Optik – mit kleinen FehlernDie Grafik war immer eine der Stärken der Serie und auch in diesem Jahr lässt NBA 2K10 seine Muskeln spielen. Das sieht so verdammt gut aus, dass es einfach nur eine Freude ist zu spielen. Rein aus optischen Gründen. Die Animationen sind flüssig, das ganze Drumherum wirkt einfach stimmig – auch die Zuschauer geben ein gutes Bild ab, solange man nicht zu nahe heran geht: Kantige Polygon-Zuschauer, die grausam aussehen. Was aber nur dann wirklich auffällt, wenn man in den Zeitlupen die Kamera umherschwenkt oder das während des Spiels mal tut. Gleiches gilt im Übrigen auch für die kurzen Zwischensequenzen, Impressionen von der Bank oder von den Statistikern um das Spielfeld: Entweder es gibt Clipping-Fehler oder es gibt blasse Texturen ohne Konturen. Ja, das ist Jammern auf hohem Niveau, denn es bleibt ein wirklich hervorragender optischer Eindruck, der Lust auf mehr macht.Dazu passt dann auch noch die gute Geräuschkulisse, angefangen mit dem Publikum, das einfach mitfiebert, über die Kommentatoren, die ihren Job – auch Englisch – tadellos erledigen, bis hin zum Soundtrack, der umfangreich und gut ausgefallen ist. Wobei gerade Musik ja Geschmackssache ist – wie alles andere auch. |
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