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Test: Heavy Rain

Ein Meilenstein der interaktiven Unterhaltung?
 Heavy Rain
Zur E3 2006 sah ich das Video The Casting, einen ersten Prototyp dessen, was Quantic Dream sich als nächstes vorgenommen hatte. Die dargestellte Mimik und Körpersprache begeisterte mich, seither freue ich mich auf Heavy Rain. Ich erwartete kein Adventure, sondern einen interaktiven Thriller. So etwas wie Die VersuchungWeitere Infos, nur diesmal mit virtuellen Schauspielern. Nun endlich konnte ich es spielen.

Origami und tote Kinder

Die Story von Heavy Rain könnte aus einem Kinothriller stammen. Immer wieder verschwinden im Herbst Kinder und werden einige Tage später tot aufgefunden – ertrunken im Regenwasser. Auf ihren Körpern findet man eine Orchidee und in ihrer Hand ein Origami. Deshalb wird der Täter der Origami-Killer genannt.
Der Spieler steuert im Verlauf des 8-9 Stunden dauernden Abenteuers vier Charaktere. Familienvater Ethan, Madison, eine Journalistin, Norman, einen FBI-Agenten und Scott, einen Privat-Detektiv. Sie alle wollen den Killer schnappen und dessen aktuelles Opfer retten – haben aber auch alle mit eigenen Problemen zu kämpfen.

Die Ruhe vor dem Sturm

Das Spiel beginnt mit einem ruhigen Prolog. Ethans Welt ist noch in Ordnung und man erlernt in aller Ruhe die Steuerung. Anders als bei FahrenheitWeitere Infos, dem letzten Spiel von Quantic Dream, werden die Symbole für das, was man tun kann, an der passenden Stelle angezeigt, so dass man das Geschehen nicht aus dem Auge verliert.
Die Macher wollten offenbar eine Steuerung umsetzen, die einem das Gefühl vermittelt, wirklich mit der Umgebung zu interagieren, sind dabei aber ein wenig über das Ziel hinausgeschossen. So muss man z.B. um seinen Sohn auf dem Karussell anzuschieben L1 und R1 gedrückt halten und dann schnell mehrfach auf X drücken. Das fühlt sich zwar in manchen Situationen sehr passend an, beispielsweise wenn man ein Baby ganz sachte in sein Bett legen muss, damit es nicht wieder aufwacht. Oft ist es aber auch einfach nur anstrengend, wenn man mehrere Tasten gleichzeitig gedrückt halten muss. Vor allem aber hat Quantic Dream mit der Steuerung Nicht-Gamer quasi ausgesperrt. Wer nicht blind die Buttons des Gamepads kennt, hat spätestens bei den Action-Sequenzen, wo schnell und oft unvorhersehbar ein Button gedrückt werden muss, keine Chance rechtzeitig zu reagieren – egal auf welchem der drei Schwierigkeitsgrade (zwischen denen sich jederzeit wechseln lässt). Sinnvoller wäre gewesen, für Anfänger eine Steuerung anzubieten, die allein auf linkem und rechtem Analogstick basiert.
Gut gelöst: Mit L2 kann man sich oft die Gedanken der Spielfigur zu diversen Themen anhören, was auch Tipps bereithält, wie es weitergehen könnte – wobei die Rätsel aber in der Regel den Namen kaum verdienen.

Starker Tobak

Nachdem man die Charaktere kennengelernt hat, nimmt die Story Fahrt auf. Immer wieder wechselt man zwischen den vier Helden, trifft Entscheidungen, schafft oder scheitert in Actionsequenzen und steuert so auf die unterschiedlichen Enden zu. Dort wird für jeden der vier Charaktere ein Epilog gezeigt, der sich aus den Handlungen während des Spiels ergibt, was viele verschiedene Kombinationen zulässt. Allein für Ethan habe ich fünf verschiedene Enden freigespielt – und das waren noch nicht alle. Kritisieren muss man allerdings, das in der ersten Hälfte des Spiels die Einflussmöglichkeiten auf den Storyverlauf marginal und eher kosmetischer Natur sind – z.B. hat ein Charakter ein Veilchen oder nicht. Oder die Dialoge laufen leicht anders ab, aber mit demselben Endergebnis. Die wirklich schwerwiegenden (Fehl-)Entscheidungen, die auch zum Tod der Hauptcharaktere führen können, kann man erst in der zweiten Hälfte treffen.
Screen 1
Nicht nur für das Karussell...
Screen 2
...muss man viele Tasten drücken
Screen 3
Madison macht sich schick...
Screen 4
...für die Disco

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Heavy Rain

Packshot
Interaktiver Film
von Quantic Dream
USK-Freigabe ab 16 Jahren
PS3Februar 2010
will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)
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