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Test: Dynasty Warriors; Strikeforce
Nicht alles, was neu ist, ist auch gutMan weiß ich nicht, was sich einige Entwickler so denken, wenn sie sich an ein Spiel machen. Und manchmal möchte man es auch gar nicht wissen. Dass KOEI seit Jahren auf einer Hack'n'Slay-Schiene fährt, die sich kaum weiterentwickelt und bei der selbst die Charaktere gleich bleiben, mag dem einen ein gewisses Maß an Vertrautheit bescheren, dem anderen nur das Gähnen in die von Tränen verkrusteten Mundwinkel treiben. Die Bemühungen, der mittlerweile tristen Dynasty Warriors-Reihe neues Leben einzuhauchen, gipfeln jetzt in der Dynasty Warriors: Strikeforce. Als vermutlich einziger noch lebender Fan der Serie versuche ich, einen halbwegs objektiven Bericht zu verfassen.Ich hau sie alle platt!Das Prinzip der Dynasty Warriors ist immer dasselbe, auch bei Strikeforce hat sich am Gameplay nichts getan. Wir ziehen mit einer Figur in die Schlacht, metzeln Gegner nieder und müssen feindliche Offiziere besiegen. Dazu kommen dann Zeitlimits und Bonusaufgaben, die es auch schon in den vorherigen Versionen des Spiel gab. Wir sammeln auch weiterhin Power-Ups ein, es gibt Gegenstände, die auf dem Schlachtfeld herumliegen und wir sammeln für erfüllte Missionen und besiegte Feinde Erfahrungspunkte, die unsere Spielfigur aufwerten. Alles schon bekannt, nichts Neues an der asiatischen Front?Nun, es ist zumindest eine Sache neu, denn jetzt ist es möglich auch online im Koop-Modus auf die Jagd nach Gegner zu gehen. Endlich, nach langen Jahren des Darbens erhöht KOEI das Flehen einiger weniger, versprengter Samurai, die sich nun virtuell verbünden können. Und das Geschehen läuft online sehr flüssig ab - wenn man mal jemanden gefunden hat, der sich das Spiel ebenfalls zugelegt hat. Zumindest auf dem Schlachtfeld hat sich nicht viel getan, mal abgesehen von drei kleinen Änderungen. Die Karten werden nun immer teilweise geladen, was aufgrund der grafischen Detailarmut schon ein wenig überflüssig anmutet. Es gibt nicht mehr so viele Feinde wie in den vorherigen Versionen, dafür ist der Schwierigkeitsgrad aber unverhältnismäßig in die Höhe geschnellt. Die Lernkurve – so man beim oft simplen Button-Smashing überhaupt davon reden kann – ist sehr steil und sorgt demnach schon früh für Frustmomente. Im Koop-Modus, der auch via Splitscreen offline gespielt werden kann, lässt sich das Ganze leichter ertragen, aber es bleibt haarig. Mein Lager ist mein HeimDrei Fraktionen stehen zu Beginn des Spiels zur Auswahl, und wir dürfen einen der vielen Helden aussuchen, die allesamt ihre Stärken und Schwächen haben. Mit diesem Offizier ziehen wir dann also in den Krieg, um China zu vereinen und zu befrieden – das Ziel des Spiels ist immer dasselbe, der Weg dahin ist unterschiedlich, beschwerlich und langwierig. Ausgangspunkt für jede Schlacht ist das heimische Lager, in dem verschiedene Zelte oder Hütten stehen: Eine Schmiede für die Verbesserung und Herstellung der Waffen, eine Börse, ein Laden für Gegenstände, ein Trainingscamp, ein Schuppen für die auf dem Schlachtfeld erbeuteten Gegenstände sowie ein Laden, in dem Power-Ups für Waffen gebastelt werden können. Dieses Lager hat es in sich, sorgt für eine deutliche Belebung des Gameplays und eine taktische Variante. Zum einen können die Hütten aufgewertet werden, zum anderen ist es wichtig, die Waffen zu verbessern oder sich schlicht neue zu schmieden. Und das alles funktioniert durch die Gegenstände, die auf dem Schlachtfeld erbeutet werden. Ständig probiert man herum, ob eine Aufwertung möglich ist, ob neue Waffen erstellt werden können, ist auf der Jagd nach weiteren Gegenständen.Wäre da nicht der bereits erwähnte, krachende Schwierigkeitsgrad, dann hätte DWS zu einem wirklich Spaß werden können. Die scheinbar unüberwindbaren Endgegner, die nur im Trial&Error-Prinzip und mit jeder Menge Geduld zu erledigen sind, machen dem Ganzen einen dicken Strich durch die Rechnung. Dazu kommt, dass viel gesprungen werden muss, was oft hakelig und ungenau wird, weil die KI-Gegner diese Techniken einfach perfekt beherrschen. Eine Auswahl des Schwierigkeitsgrades gibt es übrigens nicht – entweder heftig oder gar nicht. Ruhe! Mann, jetzt aber mal leiseApropos gar nicht: Die Hintergrundmusik gehört zur Kategorie nervtötend, kann aber entspannt abgeschaltet werden. Der Rest der Soundkulisse bewegt sich auf durchschnittlichem Niveau, die Sprachfetzen der Offiziere – allesamt auf Englisch – haben sich im Gegensatz zu den Vorgängern nicht verändert, zumal auch die Offiziere alles alte Bekannte sind. Dafür wiederholen sich die Samples diesmal nicht so oft wie sonst.Grafisch sind die Warriors mal wieder mittelprächtig: Einiges sieht gut aus, aber von einem Aha-Effekt in grafischer Hinsicht ist man hier weit entfernt. Dazu kommt noch das Problem mit der teilweise katastrophalen Kameraperspektive, die in engen Schluchten ein weitaus üblerer Feind sein kann, als die übermenschlichen Offiziere. So hat sich bei Strikeforce unterm Strich doch einiges getan, aber sowohl zum Guten als auch zum Schlechten. |
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Dynasty Warriors: Strikeforce

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