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Test: God of War III

Alles nur Hype, oder ist Kratos tatsächlich wieder so gut in Form, wie alle sagen?
 God of War III
Lange drei Jahre musste manch ein Fan auf die spannende Frage warten, wie es mit der God of War-Trilogie wohl zuende geht. Hier ist er nun endlich, der erste NextGen-Auftritt des Spartaners für die PS3, nachdem die ersten beiden Teile noch PS2-Titel waren. Ein würdiger Abschluss der Serie?

Im Schatten der Titanen – oder: Wenn der Kratos zur Laus wird

Typisch Santa Monica Studio – gleich der Auftakt ist mal wieder ein Paukenschlag: Auf dem Rücken der gigantischen Titanenmutter Gaia erklimmt Antiheld Kratos den Olymp, um sich an Göttervater Zeus für dessen Verrat in God of War IIWeitere Infos zu rächen. Doch leichter gesagt als getan, denn vorher stellt sich den beiden Zeus´ Bruder, der Meeresgott Poseidon, in den Weg, der hier als beeindruckendes Mischwesen aus Spinne, Pferdeköpfen und Wasserstrudeln in Erscheinung tritt. Gaia ist nur eine von mehreren Kreaturen in God of War III, deren bildschirmsprengende Dimensionen so ziemlich alles in den Schatten stellen, was an riesigen Geschöpfen in einem Game bislang zu bestaunen war. Und während der winzige Kratos auf solchen Kolossen herumkraxelt, bewegen sich diese natürlich auch. Man wundere sich also nicht, wenn der vermeintlich feste Boden unter den Füßen gehörig schwankt oder sich sogar um 180° dreht!
Natürlich gibt es auch Monster in Kratos´ eigener Größenordnung zuhauf, darunter zum Beispiel Zombiesoldaten, Zentauren, Gorgonen, Minotauren und andere Kreaturen der griechischen Sagenwelt. Nicht selten muss so einem Ungetüm wieder mit einem Quick Time Event ein grausiges Ende bereitet werden. Wenn man so sieht, wie da dem Zentaur der Bauch aufgeschlitzt oder der Zerberus drei Köpfe kürzer gemacht wird, versteht man auch, warum das Spiel erst ab 18 Jahren freigegeben ist. Das ist schon echt heftig, was dort amputationstechnisch teilweise abläuft! Bemerkenswert sind auch die Interaktionsmöglichkeiten mit manchen Gegnern. So kann man sich zum Beispiel eine Harpyie packen, um Abgründe zu überwinden oder einen gebändigten Troll als Reittier und Schläger missbrauchen. Und während manch ein Hammerschläger mit seiner eigenen Waffe zu Klump gehauen werden darf, erstarren alle Gegner zu Stein, sobald man einer Gorgone ihr Haupt vom Leibe reißt. Die meisten Quick Time Events sind in der Ausführung nicht allzu kompliziert, zumal neuerdings die zu drückenden Tasten dort am Bildrand eingeblendet werden, wo sie auch auf dem Pad zu finden sind, also zum Beispiel die X-Taste unten und so weiter. Nur ein paar halbkreisförmige Stickbewegungern gelingen nicht immer auf Anhieb. Wer Lust hat, kann sich auch auf eine flotte Nummer mit der Fräulein Aphrodite einlassen, dieses Sex-Mini-Game ist aber halb so wild, wie es sich jetzt vielleicht anhört.

Hart, aber unfair: Wer Schuhe will, muss Beine abhacken …

An der intuitiven Steuerung hat sich grundsätzlich wenig geändert. Wie gewohnt darf wieder an Kletterwänden und Leitern herumgekraxelt, an Decken und Seilen gehangelt, an Simsen entlang balanciert und per Hakenschwung so mancher Abgrund überquert werden. Von Beginn an stehen Kratos diesmal die bekannten Flügel des Ikarus zur Verfügung, so dass sich selbst weite Abgründe mit einer Kombination aus Doppelsprung und Gleitflug überqueren lassen. Zum Teil erreicht man auch erst im Aufwind einer zuvor entzündeten und herumgeschobenen Riesenfackel das gewünschte Ziel.
Bei den kleinen Rätseln zwischendurch spielen wieder Dinge wie das Umlegen von Schaltern und das Verschieben und Verdrehen von Statuen eine Rolle. Und wenn mal eine Dornenhecke den Weg versperrt, fackelt man diese kurzerhand mit Apollos Feuerbogen ab. Kurioserweise lassen sich in den Gärten des Olymps manche Treppen sogar dann besteigen, wenn deren physikalisch getrennte Teilstücke allein durch eine optische Täuschung miteinander verbunden sind.
Wirkliche Frustmomente gibt es während der etwa 8 bis 10 Stunden Spielzeit dank regelmäßiger Checkpunkte und Speichergelegenheiten eigentlich nicht, zumal wieder am laufenden Band für außergewöhnliche Höhepunkte und jede Menge Abwechslung gesorgt ist. So vollzieht sich alle Nase lang ein Szenenwechsel, ein Boss tritt in Erscheinung, oder Kratos lernt wieder etwas Neues dazu. Guitar Hero-mäßig darf der Spartaner sogar mal etwas Musik machen, nachdem er zuvor eine Orgel richtig gestimmt hat. Und wie der geflügelte Kratos durch einen langen Tunnel voller Hindernisse rast, erinnert das ein wenig an Batman oder Han Solos Falcon-Flug durch den Todesstern.
Screen 1
Die Gorgone: “Oben ohne” erscheint sie, oben ohne Kopf endet sie ...
Screen 2
Der Herr im Hintergrund soll ein ziemlich heißer Typ sein ...
Screen 3
Vereinzelt wirken die Texturen etwas schlicht
Screen 4
Dieser Knüppelknecht glüht förmlich auf, wenn man ihn haut!
Screen 5
Ungleiches Duell: Feuerbogen gegen Morgensternfaust

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God of War III

Packshot
Hack&Slay
von Sony
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
PS3März 2010

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