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Test: Resonance of Fate
Noch eine Alternative zu Final Fantasy XIII - lohnt sich der Abstecher ins Endzeitszenario?
| Das sind ja mal wieder tolle Aussichten - in ferner Zukunft liegt die Erde fast komplett in von giftigen Dämpfen umwaberten Trümmern, nur rund um das Lebenserhaltungssystem Basel hat die Zivilisation noch eine Chance. An diesem letzten Zufluchtsort der Menschheit übernimmt man in tri-Aces neustem Werk die Kontrolle über eine dreiköpfige Gruppe junger Leute, um für die Reichen und Mächtigen (beziehungsweise einige Zufallsbekanntschaften) allerhand Aufträge zu übernehmen. Die Story kommt dabei nach dem neugierig machenden, spektakulären Introvideo nur recht langsam in Fahrt, Hintergrundinformationen sind rar und auch die Hauptfiguren selbst wachsen einem erst über längere Zeit ans Herz. Vorerst sind relativ viele Transportdienste und andere Standardmissionen zu bewältigen, bis endlich etwas Licht in die Sache kommt. Der TurmErhellende Storyschnipsel sind also dünn gesät, interessant erscheint aber auf jeden Fall schon zu Beginn der düstere Schauplatz der Handlung. Basel – die klangliche Parallele zum biblischen Turm kommt nicht von ungefähr. Zum einen ist die Geschichte religiös angehaucht (wenn auch im Bezug auf eine weitestgehend fiktive Glaubensgemeinschaft), zum anderen spielt sich das Ganze aber vor allem in einer Umgebung ab, die mit zahlreichen, durch Aufzüge verbundenen Ebenen bis in den Himmel reicht. Je weiter oben die Etage, desto höher der Lebensstandard, etwa in Sachen Pracht der Wohngegend oder Qualität der Atemluft. Letztere ist wohl generell nicht die beste, was teilweise den schmutzigen Grauschleier über der Umgebungsdarstellung erklärt.Die einzelnen Stockwerke werden auf der Übersichtskarte als Ansammlung sechseckiger Felder dargestellt, auf denen man sich per Cursor bewegt. Diverse Farbschattierungen stehen beispielsweise für sichere Stadtteile oder Gegenden, in denen man mit Zufallsgefechten rechnen muss. Um die Zielorte zu erreichen, müssen meist allerdings erst mal erspielte „Energiezellen“ zum Einsatz gebracht werden. Diese Puzzleteil-ähnlichen Gebilde in mehr oder weniger seltenen Formen und Farben werden auf die Felder gelegt (ohne dass am Rand was übersteht), um diese begehbar zu machen. Hat man passende Zellen parat, können außerdem etwa versteckte Items aufgespürt, nützliche Effekte in den Kampfgebieten erzielt oder Heilstationen installiert werden. So garantiert die Oberwelt, ihrer schmucklosen Aufmachung zum Trotz, einen nicht zu verachtenden Schuss Zusatzmotivation. Auch der Tag- und Nachtwechsel spielt eine gewisse Rolle, da manche Auftraggeber nur zu festgelegten Zeiten zu einer Audienz bereit sind. Was die Kleidung des Trios betrifft, sind die Herrschaften teils ebenfalls wählerisch, was den vorhandenen Klamotten und Accessoires zum Wechseln einen gewissen Sinn gibt. Ansonsten sind die Teile aus dem virtuellen Kleiderschrank einfach nett anzusehen, unter anderem auch in Cutscenes. Rüstungscharakter haben sie dagegen leider nicht. Durchhaltevermögen ist gefragtFalls sich der nächste Abschnitt etwas holprig oder unverständlich anhört, bitte ich den geneigten Leser um Verzeihung – das einige Besonderheiten aufweisende Kampfsystem von Resonance of Fate ist recht schwer zu beschreiben. Selbst den Machern gelingt dies nur bedingt...Alle Features der Gefechte darf sich der Spieler nämlich zwar in trockenen Tutoriallektionen erläutern lassen und ausprobieren, die dazugehörigen Texte kann man allerdings nicht immer als ausreichend hilfreich bezeichnen. So ist stellenweise eher „learning by doing“ angesagt, bis alle Kniffe verinnerlicht sind. Wo andere RPGs den Spieler schrittweise und oft über Stunden mit neuen Elementen vertraut machen, setzt einem dieser Vertreter gleich alles auf einmal vor und erwartet trotzdem, dass sämtliche Aktionen in den von Anfang an fordernden Kämpfen beherrscht werden. Kennern des Spielsystems kommt der gestraffte Beginn natürlich entgegen, Neulingen wird der Einstieg aber nicht gerade leicht gemacht. |
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