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Test: Transformers: Kampf um Cybertron
Große Roboter, geringer Umfang
Ich muss es an dieser Stelle mal zugeben: Ich hatte schon Transformers-Spielzeug, da haben die Eltern der meisten Gamer noch in die Windeln gemacht. Ich behaupte nicht, dass es eine treue, innige Liebe war, aber Technik, die begeistert, hinterlässt nun einmal Spuren. Nachdem die Transformers schon mehrfach für PC und verschiedene Konsolen aktiv waren, sich dabei aber nicht immer trittsicher bewegten, soll jetzt der Multi-Titel Transformers – Kampf um Cybertron ein neues Kapitel der Spielgeschichte aufschlagen.Große Typen und markige WorteGigantische Roboter, die so groß wie Häuser sind und sich bei Bedarf in so praktische Dinge wie Fluggeräte oder Fahrzeuge verwandeln können, um sich schneller zu bewegen – das sind Transformers. Und wie es immer so ist, gibt es eben zwei Seiten: die Autobots und die Decepticons. Friedlicher sind die Autobots, die Decepticons aggressiver und machthungrig – klar, dass Konflikte vorprogrammiert sind, schließlich will keine der beiden Parteien einfach so klein beigeben. Und so dreht sich die Kampagne um den Kampf um den Heimatplaneten „Cybertron“, was natürlich zwei Herangehensweisen zulässt, zwei komplett getrennte und unterschiedliche Handlungstränge – je einen für die Autobots und für die Decepticons. Einzelspieler haben insgesamt fünf Kapitel mit insgesamt 42 Missionen zu bewältigen, was je nach Schwierigkeitsgrad zwischen vier und acht Stunden dauern kann. Umfangreich ist das Ganze für Einzelspieler also nicht, sondern eher kurzweilig.Spaß macht das Spiel erst dann, wenn man die Multiplayer-Modi ausreizt: Es gibt zum einen den Eskalation-Modus, in dem dann Online im Koop mehrere Wellen von Gegnern niedermetzeln muss. Außerdem ist es auch möglich, die komplette Kampagne im Koop-Modus zu dritt zu spielen, was gerade dann Spaß macht, wenn der Schwierigkeitsgrad hoch gesetzt wird. Und schließlich gibt es noch den reinen Multiplayer-Modus, in dem dann online Autobots gegen Decepticons ballern, schlagen und metzeln, was das Zeug hält. Hier kann man sich sogar seinen eigenen Transformer erstellen – eine nette Idee, die auch im Solo-Modus hätte Platz finden müssen. Am Balancing sollte aber noch per Patch gefeilt werden, denn einige Waffen sind deutlich besser und verschaffen dem Spieler Vorteile. Wie klein seid ihr eigentlich?Spielerisch ist das Ganze im Kern ganz passabel, lässt aber Tiefgang vermissen. Die Missionen sind relativ eintönig, verlaufen linear und nach demselben Schema: Wir ballern uns durch Gegner hindurch bis zum nächsten Checkpunkt. Und so geht es weiter, bis zum Kapitelende. Kein Transformer lässt sich durch so etwas wie XP oder gesammeltes Altmetall aufwerten, es gibt in den Kampagnen jeweils nur drei unterschiedliche Figuren, die sich je nach Autobot- oder Decepticon-Variante kaum unterscheiden. Einzig die Wahl der Waffen kann in den Missionen noch verändert werden, weil die Roboter an einigen Stellen Geschütze abmontieren können, was dann zum einen Spaß macht und zum anderen auch massiv die Durchschlagskraft bei den Gegnern erhöht. Mehr als zwei Waffen kann aber kein Roboter tragen, dazu kommen noch zwei spezielle Fähigkeiten – und das war es auch. Es ist eben ein sehr oberflächliches Vergnügen, das gerade für Solo-Zocker nur einen geringen Wiederspielwert hat. Das Sammeln von Autobot- und Decepticon-Symbolen bringt auch keine Motivation ins Spiel.Mag der Planet Cybertron faszinierend sein, so fehlt es ihm dann doch an zweierlei: an Menschen und am Verhältnis von Größe. So lange die Transformers sich auf der Erde bewegen, gibt es den Vergleich zwischen Mensch und Maschine, wirken die Roboter einfach gigantisch. Ein Verlust von Atmosphäre, der nicht zu verzeihen ist – wie groß oder wie klein sind die Kerle denn nun eigentlich? Die Entscheidung, auf dem Heimatplaneten einen Handlungsstrang um „dunkles Energon“ zu flechten, ist gerade aus diesen Gründen ein Rohrkrepierer. Was wirklich schön klingt, muss nicht gut aussehenIch mag das Geräusch, wenn sich die Transformer transformieren. Einfach schön, was im Übrigen auch für die weiteren Sounds gilt. Da das Spiel komplett in Deutsch daher kommt, dürfen wir auch den Stimmen der Transformers lauschen – sogar Bumblebee kann reden. Nicht immer passt die Stimmlage auch wirklich zum Charakter, aber Perfektion sollte man nach dem oberflächlichen Gameplay nicht erwarten. Und wenn wir schon bei Perfektion sind: Grafisch gibt es weitaus bessere Titel als den Kampf um Cybertron, zumal die Animationen bei den sprechenden Robotern alles andere als gut aussehen: Hier verformt sich das Metall im Gesicht, statt aus vielen kleinen Einzelteilen zu bestehen, die sich bewegen. Die Animationen der Roboter sind hingegen vollkommen in Ordnung, die 3rd-Person-Ansicht ergibt in diesem Fall auch wirklich Sinn und sorgt sogar für einen kleinen Atmosphäre-Bonus. |
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