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Test: Spider-Man: Dimensions
Gleich 4 Szenarien in einem Spiel! Sparten die Entwickler dafür am Spielspaß?
Dass herausragende Superhelden-Spiele keine Unmöglichkeit sind, bewiesen spätestens die Entwickler von Batman: Arkham Asylum . Dass es der Spinne aber seit Jahren nicht mehr gelingt, in einem ihm gerechten Titel verpackt zu werden, ist dagegen eher ein trauriger Umstand. Nun steht der neuste Kandidat auf dem Prüfstand und schlägt sich leider auch nicht besser als seine VorgängerZerbrochener SpideyShattered Dimensions trägt seinen Untertitel nicht von ungefähr, denn bewusst wurde Spidey aus seinem klassischen New York Open World Szenario hinaus geworfen und in ein neues, nein, gleich vier neue Spielkonzepte gepackt. Wie funktioniert das? Wir spielen abwechselnd einen Spider-Man aus einer unterschiedlichen Dimension. Mit dem Amazing Spider-Man sollten noch die meisten vertraut sein, der Ultimate trägt Venoms (die schwarze Substanz) Kräfte, Spider-Man 2099 kämpft in selbigem Jahr gegen Hightech-Schurken und die Noir Variante orientiert sich deutlich am dunklen Stil des Filmgenres und dessen 30er Jahre Setting.Zusammengehalten werden die einzelnen Universen durch einen dünnen Plot, der sich rund um ein Artefakt dreht. In einem Kampf mit Erzfeind Mysterio zerbricht eben diese Steintafel in mehrere Stücke, die dann irgendwie dazu im Stande sind, Dimensionsrisse zu bilden. Fortan ist es unsere Aufgabe abwechselnd in die Rolle von einem der vier Protagonisten zu schlüpfen, die einzelnen Bruchstücke zu suchen und wieder zusammen zu setzen. Auf dem Weg erledigen wir wie gewohnt viele Gegner, diesmal allerdings nicht im Open World-Szenario sondern in vorgegebenen Schlauchlevels, von Checkpoint zu Checkpoint. Hauptziel fast jeden Levels ist es aber, einen Boss zu besiegen, der diese Artefaktstücke natürlich besitzt. Leider versäumten es die Entwickler bereits beim Leveldesign an das Wörtchen Abwechslung zu denken, daher funktioniert fast jede Mission ähnlich: Ein Boss stellt sich uns in den Weg, wir kloppen ihn runter, er flieht, es kommen zwischendurch ein paar kleinere Schergen, der Boss stellt sich uns wieder in den Weg, wir kloppen ihn runter, er flieht usw. Das Schema wird mit der Zeit ziemlich eintönig. Der Schwächste ist der StärksteÄhnliches Magengrummeln setzt sich auch bei der Steuerung fort. Diese ist zwar eingängig und den letzten Teilen ähnlich, aber viel zu abwechslungsarm. Trotz vieler Kombomöglichkeiten verlassen wir uns mit der Zeit auf immer gleiche effektive Angriffe, das Herumexperimentieren mit neuen Fähigkeiten, die wir per Erfahrungspunkte erlernen können, wird zu wenig belohnt. Gleiches gilt auch für die Flut an immer gleichen Gegnern. Manche haben zwar eigene Stärken und Schwächen, einmal erkannt, ist es aber auch nur noch Routine diese auszunutzen. Einziger Lichtblick ist hier das Noir-Szenario, das erstaunlich stark an Arkham Asylum erinnert. In dieser Dimension ist Spider-Man nicht annähernd so stark, wie seine Counterparts, sondern muss aus dem Schatten agieren und einzelne Gegner ausschalten. Zwar ähneln sich die Spielabschnitte auch hier mit der Zeit, der Ansatz eines schleichenden Spider-Mans wirkt aber frisch und ausbaufähig. Leider gilt das nicht für die drei anderen Helden, hier spielt sich bis auf kleinere Unterschiede in der Steuerung und der Umgebungswelt jeder ziemlich gleich.Altersschwach trotz FrischzellenkurTrotz strafferer Levelarchitektur sieht Shattered Dimensions nicht unbedingt besser aus, als seine Vorgänger, zumindest im Großen und Ganzen. Zwar wirkt der neue Cel-Shading Look gelungen und kann in manchen Gebieten gar verblüffen, abgesehen von kleineren grafischen Highlights bietet der Titel aber sonst kaum etwas fürs Auge und kommt meist eher detailarm und einfallslos daher. Anders dagegen wieder die Noir-Abschnitte. Zumindest hier versprüht der Titel ein gewisses Flair, wenngleich er auch um Längen nicht an die grafische Intensität eines Arkham Asylums heran reicht.Größtes Manko ist aber auch diesmal wohl die Kamera. Diese macht selten von selbst, was wir wollen, bildet oft das Geschehen vom möglichst ungünstigsten Blickwinkel ab und benötigt stets Justierung. Vor allem hier hätten die Entwickler ausbessern müssen. Und noch etwas schlägt aufs Spielergemüt: Das Spiel kommt ohne deutsche Sprachlokalisierung. Das stört zwar kaum in den untertitelten Zwischensequenzen, dafür aber umso mehr im eigentlichen Spiel, wenn Spidey hin und wieder zugegeben witzige Sprüche vom Stapel lässt. Hier fällt es selbst Englisch-Cracks oft schwer die Sprachsamples in der Hitze des Gefechts zu verstehen. |
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