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Test: SAW 2
Jigsaws Spielereien nehmen keine Ende. Weder im Kino noch auf der Konsole.
Am 2. Dezember kommt bereits der siebte Teil der SAW-Reihe ins Kino. Vermutlich und hoffentlich wird es der letzte Film-Ableger, der dieses Mal im trendigen 3D dahergesplattert kommt. Spielerisch ist man erst bei Teil 2 angelangt. Auf aus dem Fernseher fliegende Gedärme, Augen oder sonstiges Gekröse muss man bei SAW 2 – Flesh and Blood allerdings verzichten. Das Spiel kommt klassisch und innovationslos in 2D daher.Augen zu und durchDas blutige Spektakel beginnt, wie auch das filmische Pedant, mit einer besonderen Schlüsselsuche. Versteckt ist der Türöffner hinter dem Auge des drogensüchtigen Protagonisten Campbell, den man zu Beginn steuert. Im Film schnappt die Falle zu, im Spiel darf man allerdings selbst Hand anlegen und mit einem Skalpell in Nahansicht die Fäden aus dem Auge schneiden. Überlebt man diese und weitere Aufgaben, beginnt das eigentliche Spiel für Campbell …Mit dem Ende der Einführung des Protagonisten, beginnt die Geschichte rund um Michael Tapp, dessen Vater David Tapp (alias Danny Glover im Film) Killer Jigsaw bereits auf den Fersen war. Michael ist aber kein Cop wie sein Papa, sondern Journalist, der einige schmutzige Geschichten aufgedeckt hat. Nach dem Verlassen eines Tatortes gerät auch er in die Fänge von John Cramer aka Jigsaw und muss um sein Leben pokern. Aus den Fehlern gelerntVon der Story her macht SAW 2 nicht viel falsch. Das Flair der Filme wird ganz gut eingefangen und die drei möglichen Enden reihen sich stimmig in die Splatterorgie ein. Spielerisch haben sich die Entwickler der Zombie Studios Mühe gegeben, um die Fehler des Erstlings auszumerzen, was ihnen zum Teil auch gelungen ist.Der wohl größte Kritikpunkt war die Steuerung im Kampf. Statt per Kombos andere Psychos zu vertrimmen, gibt es nur noch Quicktime-Sequenzen. Hat man also einen Knüppel oder ähnliches zur Hand, reicht es sich zum Gegner zu bewegen und die richtigen Knöpfe zu drücken. Ist man unbewaffnet, lohnt es sich nach einer Falle oder einem Abgrund Ausschau zu halten. Weicht man im richtigen Moment aus, bedeutet das meist das Ende des Angreifers durch Tod nach freiem Fall oder ähnlichem. Leider ist das leichter gesagt als getan, da die Kamera aus der 3rd-Person-Perspektive immer wieder Zicken macht und sich nicht selbst justieren lässt. Tür auf, Held totNeben den Kämpfen ist das Spiel grundsätzlich nur eine Ansammlung von Minispielen und Quicktime-Sequenzen, die zu Beginn innovativ wirken. Da fliegt man z.B. als Dietrich durch ein Schloss und muss Schließmechanismen ausweichen. Klingt abgefahren, ist auch so, langweilt aber nach der x-ten Wiederholung nur noch. Gleiches gilt für die vielen „Überraschungsmomente“.So öffnet man beispielsweise einen Großteil der Türen ohne Probleme. Doch hin und wieder kommt es vor, dass beim Aufmachen ein Klicken ertönt und eine Abfolge zu drückender Symbole erscheint. Zu 90% geht man bei einer solchen Situation drauf und erlebt einen schnellen Tod durch einen Kopfschuss oder ein etwas qualvolleres Ableben durch eine schwingende Klinge, die einen durchbohrt. Dieses unnötige Sterben resultiert aus einem mangelhaften Tutorial, weil man einfach nicht weiß, was in solchen Momenten zu tun ist. Trial and Error ist also an der Tagesordnung. Das wäre nur halb so schlimm, wenn man die Checkpoints in regelmäßigen Abständen gesetzt hätte. Stattdessen ist es keine Seltenheit, dass man einen bereits absolvierten, minutenlangen Abschnitt erneut meistern darf. SAW 2 spielt sich linear. Man läuft von Spielchen zu Spielchen. Wenn andere Gefangene gerettet werden sollen, entscheidet deren Tod oder Weiterleben über eines der Enden. Schummrig schön?Wie auch schon der Vorgänger, wird SAW 2 von der Unreal 3 Engine befeuert. Optisch scheint sich das Spiel im Vergleich zum Vorjahr keinen Schritt weiterentwickelt zu haben. Die Locations passen perfekt zur allgemein düsteren und schmutzigen Stimmung. Die Charaktere können da wieder nicht mithalten. Hölzerne Animationen und viele Clippingfehler trüben das schummrige Gesamtbild enorm.Dafür gibt sich SAW 2 soundtechnisch keine Blöße. Tobin Bell spricht alle Zeilen des Spielleiters höchstpersönlich. Die restlichen englischen Sprecher machen ebenfalls einen guten Job. Musikalisch gibt es die typischen Stücke zu hören, die man aus den Filmen kennt und erwartet. |
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