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Test: Die Legende der Wächter
Wiedermal ein Spiel zum Film zum Buch - zur Abwechslung aber nicht als Jump&Run, sondern in luftiger Höhe.
Seit Generationen wachen die Eulen aus dem majestätischen Ga´Hoole-Baum über die angrenzenden Gebiete – und selten waren ihre Dienste so gefragt wie heute. Wahnsinnige Artgenossen entführen Küken und Eier aus den Nestern, um sie einer Art Gehirnwäsche zu unterziehen und für ihre finsteren Pläne zu missbrauchen. In diesen schwierigen Zeiten muss sich auch der junge Wächter-Rekrut Shard bewähren...Nicht genau wie Buch und FilmSchleiereulerich Soren und seine Gefährten, die Helden der Vorlage, tauchen im Spiel nur am Rande auf, um mit ihren Berichten über die Machenschaften der Feinde gewissermaßen den Anstoß für manche der über 20 Einsätze zu geben. Der Spieler darf für seinen persönlichen Shard aus vier Eulenarten wählen, die sich in den Werten Gesundheit, Angriffsstärke und Fluggeschwindigkeit unterscheiden. Denn bei dieser Thematik kann man als Entwicklerteam natürlich nicht das übliche „Filmumsetzungs-Jump&Run“ abliefern, sondern muss der luftigen Umgebung Tribut zollen.Elegant segelt der gefiederte Hauptdarsteller über Wälder, Gletscher und Wüsten, führt unter Einsatz des rechten Sticks Ausweichmanöver zur Seite aus, nutzt die Beschleunigung durch Luftwirbel und nimmt vor allem auch Gesocks wie böse Eulen und Krähen ins Visier. Färbt sich der Cursor rot, knallt man diesen Shards Kampfkrallen vor den Latz oder setzt zu Greif-Attacken an. Wurden genug Widersacher in die ewigen Jagdgründe geschickt, erhält er ein paar neue Moves wie einen Ramm-Angriff zum Entblättern von Rüstungsträgern oder den eher unnötigen Rückwärtssalto. Häufig muss er außerdem glühende Kohlen aufnehmen, die als Wurfgeschosse Katapulte zerstören und Fledermaushöhlen ausräuchern. Durch gewonnene Kämpfe sowie Sturzflüge sammelt der Held Energie für kurze Turbo-Schübe und den Einsatz seiner „Flügelmänner“ - die Kollegen fliegen in der Nähe mit und können zwischendurch auf Feinde gehetzt werden. Schon wieder KrähenIn den manchmal mehrteiligen Missionen gilt es unter anderem, alle Gegner unschädlich zu machen, verschleppte Jungtiere ins Nest zu transportieren, Lösch-Teams durch Waldbrandgebiete zu eskortieren, unbemerkt Fieslinge zu verfolgen, oder unter Zeitdruck durch Ringe zu fliegen. Je nach Leistung wird man anschließend mit Medaillen belohnt.Die Aufgaben selbst sind also durchaus abwechslungsreich, allerdings bleibt der Ablauf der (zu) zahlreichen Kämpfe leider fast immer gleich, wenn man nicht gerade einen Boss plättet, dem nur mit Feuer beizukommen ist. Das Spiel besitzt nur wenige Gegnertypen, zudem verhalten sich diese reichlich dümmlich. So bleibt der LockOn-Button praktisch ständig gedrückt, man wartet auf den passenden Moment und wiederholt diese Aktion immer wieder. Zwischen den Missionen können mit gefundenen „Funklern“ (in allen Levels großzügig verstreute Münzen) ein paar wertesteigernde Ausrüstungssets erworben werden. Fünf Bonus-Areale liefern jeweils ein paar Aufgaben abseits der Story, durch die man dauerhaft Extraleben für die eigentlichen Levels erhält. Sind alle, anfangs drei, Versuche verbraucht, darf man die Mission nämlich nicht mehr vom letzten Rücksetzpunkt fortsetzen, sondern muss sie neu starten. Da der Schwierigkeitsgrad eher niedrig angesetzt ist, wird das aber sowieso höchstens passieren, falls z.B. eine Eskorte wiederholt scheitert. Ansonsten spart das Spiel leider beim Drumherum – die durch versteckte Schriftrollen freischaltbaren Konzeptzeichnungen locken auch keinen Uhu hinterm Baum hervor. Nach vielleicht fünf Stunden hat man die Story erledigt, der Wiederspielwert hält sich ebenfalls in Grenzen, da sich durch die Wahl anderer Eulenarten nichts an der Geschichte oder den Aufträgen ändert. Ein Multiplayermode, etwa mit Splitscreen-Wettflügen, wäre bestimmt noch für einige Ründchen gut gewesen. Ganz hübschDie Geschichte wird teilweise in Spielgrafik, teilweise in dezent animierten Zeichnungen erzählt. Neulinge in der Ga´Hoole-Welt werden nicht unbedingt überall durchblicken, die Grundlagen reichen aber aus, um Spaß an der Umsetzung haben zu können. Sehr überzeugend ist die deutsche Sprachausgabe gelungen, vor allem der Erzähler - der aus der Vorlage bestens bekannte alte Ezylryb - lässt Märchenatmosphäre aufkommen.Überhaupt muss man die technische Seite loben. Die zu überfliegenden Umgebungen sind abwechslungsreich in leuchtenden Farben gestaltet, und passende Musik unterstützt spannende Situationen. An die Referenztitel auf der PS3 reicht Die Legende der Wächter natürlich nicht heran, für ein „Kinderspiel“ kann es sich aber wirklich sehen und hören lassen. |
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von Warner Bros. Interactive Entertainment
USK-Freigabe ab 6 Jahren
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| PS3 | Oktober 2010 | |
| 360 | Oktober 2010 |
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