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Test: Dead Space 2
Zeigt sich Dead Space wieder von seiner dunkelsten Seite?
Dead Space konnte das Horror-Genre noch erfolgreich weiterentwickeln. Mit innovativem Interface, viel Abwechslung beim Leveldesign, spannendem Plot mit zahlreichen Wendungen und atemberaubender Grafik setzte der Überraschungshit damals Maßstäbe. Entsprechend hoch waren auch die Erwartungen an Teil 2, der ja mindestens genauso spannend werden musste, um die Serie gekonnt weiterzuführen. Das Resultat ist erfreulich und etwas enttäuschend zugleich.Keine Ruhe für IsaacIsaac Clarke, seines Zeichens Weltraum-Ingeneur und zugleich Protagonist, wollte vor drei Jahren eigentlich nur ein paar Reparaturmaßnahmen am Trägerschiff Ishimura vornehmen, wurde aber bereits bei Ankunft von fiesen Alienmutanten überrascht und musste sich fortan im Solotrip durch dunkle Korridore kämpfen, um letztendlich die Quelle allen Bösen – ein riesiges Artefakt namens „Der Marker“ – zu vernichten.Nach getaner Arbeit nahm sich Isaac dann den wohlverdienten Urlaub in der psychiatrischen Anstalt der Raumstation Sprawl, nicht wissend, dass er dorthin etwas mitgebracht hatte. Denn schließlich bricht auch dort die vernichtende Mutation aus und Sprawl wird schnell zur Geisterstation. Nicht ganz, ein paar Überlebende kämpfen noch ums Überleben, einer davon wir, zunächst noch in Zwangsjacke. Es stellt sich heraus, dass es einen zweiten Marker gibt, der die sogenannten Necromorphs beschwört und die ganze Gaudi beginnt erneut. Als ob die kriechenden Missgeburten nicht genug wären, sucht uns gelegentlich auch noch Isaacs Freundin heim. Was es mit diesen Visionen auf sich hat und wer in Dead Space 2 wirklich Freund und Feind ist, gilt es in den gut 12 Stunden Spielzeit herauszufinden. Diese verbringen wir in gewohnter Gruselmanier, nein eher noch eine Spur mehr, denn Gruseleffekte nehmen nochmals deutlich zu. Das liegt nicht nur an der bloßen Anzahl, sondern auch an dem Umstand, dass die Story noch wendungsreicher inszeniert wurde. Wir möchten nicht zu viel verraten, aber ein guter gemeinter Rat: Traut euren Augen nicht immer! Doch so gut das alles klingt, es entstehen auch Probleme: Dadurch, dass ständig etwas passiert, haben wir kaum mal Zeit Luft zu schnappen, ständig greifen uns irgendwelche Monster an, teilweise sogar (und das ist besonders fies) an Speicherpunkten und Shops. Daraus resultiert nicht nur, dass wir vor lauter Hektik sehr beansprucht werden, sondern auch dass viele Schockeinlagen aufgrund der Vielzahl auch vorhersehbarer werden, wenngleich das Spiel schwerer wurde und mehr Frustmomente bietet - und das selbst auf den unteren Schwierigkeitsgraden. Gegen die eintretende Monotonität stemmen sich jedoch zahlreiche spannende Videosequenzen mit eingebauten Quicktime Events. Außerdem bietet dieser Teil dank des Settings in der weitläufigeren Raumstation Sprawl auch mal andere Umgebungen als weitestgehend dunkle Korridore. Dazu gehören eine beschauliche Kinderstation oder eine düstere Kirche. Dead Space 2 schafft es so doch, die Abwechslung hochzuhalten. Strikt linear bleibt der Titel dennoch. Alles andere würde dem Ambiente auch eher schaden. Bewährt oder verbraucht?Kurzum: Beim Gameplay hat sich nicht viel getan. Das ist einerseits gut, da bereits der erste Teil in Sachen Steuerung fast perfekt war, andererseits schade, dass sich die Entwickler nicht mehr so viel trauten wie noch im ersten Teil. Das bewährte Konzept wurde kaum verändert respektive weiterentwickelt. Einzige Neuerung ist wohl, dass die im 1. Teil vorhanden Munitionsknappheit hier noch wesentlich dramatisiert wurde. Das hat aber den positiven Effekt, dass wir uns nicht wie früher nur auf eine Waffe spezialisieren können, sondern meist ein reichhaltiges Arsenal ausschöpfen müssen. Notfalls helfen uns aber auch Isaacs Fähigkeiten weiter, um kein Freiwild zu werden. In diesem Teil liegen nämlich mehr spitze Gegenstände auf dem Boden verteilt, die sich alle prima per Telekinese als Waffe einsetzen lassen. Um hektische Momente etwas zu entspannen, ist es außerdem nach wie vor möglich, Gegner kurzzeitig per Stasis einzufrieren. |
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