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Test: Trinity: Souls of Zill O'll
Im Vorfeld wurde Trinity eher wenig Aufmerksamkeit zuteil - hat das Spiel jetzt eine Chance verdient?
Böser Opa: Als man dem machtbesessenen Tyrannen Balor prophezeit, dass ein Enkel ihm eines Tages zum Verhängnis werden soll, lässt er seine schwangere Tochter kaltblütig umbringen. Doch es stellt sich heraus, dass der Kronprinz mit einer Elfe angebandelt hat – ein weiteres Todesurteil ist fällig. Das Ergebnis der verbotenen Liason überlebt allerdings und feilt, zum jungen Mann mit viel Wut im Bauch herangewachsen, als Gladiator und Berufsabenteurer an seinen Kampfkünsten, um irgendwann dem verhassten Großvater entgegen treten zu können. Schon bald schließen sich dem Jüngling Areus außerdem zwei weitere Helden mit geheimnisvoller Vergangenheit und eigener Motivation an. Um dem Geschehen ordentlich folgen zu können, sind übrigens gute Englischkenntnisse nötig, denn das Spiel wurde nicht eingedeutscht. Das DreamteamDer Schwerpunkt von Trinity liegt klar auf den zahllosen Begegnungen mit allerhand Monstergesocks, welche in mehr oder weniger großen Wäldern, Schluchten und Burgen stattfinden. Per einfachem Knopfdruck springt man von einem der Hauptcharaktere zum nächsten, die jeweils anderen attackieren die Gegnerschar ganz zuverlässig selbstständig.Auf den ersten Blick sind die Echtzeitgefechte einfach nur schnell und ziemlich hektisch, aber mit dem ständigen Bearbeiten eines einzigen Angriffsbuttons ist es selbst im leichteren der zwei, jederzeit wechselbaren Schwierigkeitsgrade meist nicht getan – je nach Gegnerart und Situation gilt es, Sprünge, Ausweichrollen, Block und vor allem die bis zu sechs gleichzeitig ausrüstbaren Skills jedes Protagonisten einzusetzen, die auf den Symbolbuttons Platz finden bzw. per Schultertaste durchgeschaltet werden. So muss man z.B. Feuerspucker nach Pokemon-Manier am besten mit Areus´ Eiszauber malträtieren, während andere Gestalten eher auf die bodenerschütternden Spezialattacken von Muskelprotz Dagda allergisch reagieren. Die Vampir-ähnliche Schönheit Selene eignet sich als flinkes Leichtgewicht dagegen besonders für rasend schnelle Dolchstöße in der Luft. Dazu kommen unter anderem manipulierbare Elemente in den Levels. Zerbröselt man etwa Stege, plumpsen stinkende Goblins ins Wasser, wo sie sich leichter schockfrosten lassen. Oder Areus entzündet trockenes Holz, um Widersacher zusätzlich zu schädigen. In Dagdas Gestalt werden herumliegende Säulen zu überdimensionalen Knüppeln zweckentfremdet. Nicht nur in Auseinandersetzungen mit Zwischenbossen wie schwebenden Augen und mörderischen Greifen sollte man die durch Angriffe aufgeladene, schick inszenierte Dreierattacke des Teams zum Einsatz bringen. Auch außerhalb der Kämpfe sind, leider aber eher selten, die Besonderheiten von Bedeutung. So erreicht nur die hübsche Blutsaugerin mittels Doppelsprung versteckte Schätze oder Schalter und der Halbelf brennt Barrieren nieder. Spaßig, aber wiederholungsanfälligWer actionreiche Kloppereien mag, wird an den abwechslungsreichen Aktionen der Helden seine Freude haben, motiviert erspielte Punkte ins Upgraden der Fähigkeiten investieren und sich über die flüssigen Wechsel sowie die gelungene Steuerung freuen. Lediglich die Zielerfassung zickt ein wenig herum.Mit der Zeit werden weitere Skills verfügbar oder können durch in Läden erworbene Schriftrollen freigeschaltet werden, darunter beispielsweise auch so manche passive Verbesserung für mehr Lebensenergie oder Abwehrkräfte. Leider ist das Missionsdesign weniger vielseitig – ständig muss man einen Endgegner erledigen oder anderen Recken aus der Patsche helfen. Vor allem in den ersten Stunden des umfangreichen Abenteuers werden außerdem häufig nur unterschiedliche Bereiche der gleichen Kampfgebiete abgeklappert. Schon durch die vielen zum Aufleveln nötigen Zusatzquests geht es zudem in der Story nur langsam vorwärts. Als Abwechslung zu den Freiland-Ausflügen warten verschiedene Herausforderungen in der Arena, wo man nach Bezahlen einer Startgebühr unter Zeitdruck gegen alle möglichen Übelwichte antritt, um Erfahrung und Preise wie Heiltränke abzustauben. Abseits der Dungeons und der Arena können sich die Hauptdarsteller leider nicht bewegen, man klickt lediglich auf der Karte das nächste Ziel an. Sehr statischFreunde wohlklingender Sprachausgaben lässt Trinity am ausgestreckten Arm verhungern. Zwar können die Stimmen in den wenigen komplett vertonten Szenen durchaus überzeugen und ein orchestraler Soundtrack untermalt die Wanderungen stimmungsvoll, die allermeisten Dialoge werden aber nur in kargen Texttafeln abgehandelt, seien es vertiefende Gespräche zwischen den Helden oder die neusten Gerüchte in der städtischen Taverne. Apropos Städte: Die Ort, etwa das „Büro“ der Abenteuerergilde oder Läden, werden ohnehin nur als Menüs bzw. Standbilder präsentiert – eine lebendige Spielwelt sieht anders aus...Die eigentlichen Levels haben da schon mehr zu bieten, vor allem Monsterdesign und Effekte können sich sehen lassen. Allerdings wirken z.B. die Oberflächen in manchen Umgebungen schon ein wenig angestaubt. |
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