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Test: Top Spin 4
Top Spin ist wieder da. Ass oder Doppelfehler?
Fast drei Jahre sind seit Top Spin 3 vergangen, beinahe zwei seit Virtua Tennis 2009 und nun kommen neue Ableger der beiden Serien im Abstand weniger Wochen. Top Spin 4 hat dabei zuerst Aufschlag, kann es vorlegen?Top Spin bleibt sich treuSchon immer war Top Spin eher simulationslastig, während VT einfach nur Arcade bot. Beides hatte seine Vor- und Nachteile. So werden es auch diesmal Gelegenheitsspieler bei Top Spin schwer haben, in einem spontanen Doppel gegen Spieler mit viel Erfahrung zu bestehen. Denn die Maxime von Top Spin ist und bleibt: Einfach zu erlernen, aber schwer zu meistern.Dabei geht es natürlich vor allem um die Steuerung. Zwar wurden die Risikoschläge abgeschafft, aber einfach mal auf einen der Schlagknöpfe drücken bringt eben nur einen schwachen und schlecht platzierten Ball hervor, mit dem man keinen Gegner wirklich in Schwierigkeiten bringen kann. Wer mächtig draufhauen will, muss nun früh ausholen, daraufhin erscheint (abschaltbar) ein Kreis, der sich langsam schließt. Schlägt man nun genau in dem Moment, wo der Kreis vollständig ist, drischt der Spieler mit Schmackes auf den Ball. Das ist sehr realistisch, denn so sind solche Powerschläge nur möglich, wenn man genug Zeit zum Ausholen hat. Wer es hingegen präzise will, tippt die Schlagtaste nur an, aber auch hier ist genaues Timing gefragt. Hat der Spieler nach dem Antippen keine Zeit mehr zum Ausholen, wird der Schlag ungenau und geht vielleicht sogar ins Aus, tippt man zu früh, wird es eben nur ein harmloser Schlag, den der Gegner leicht erreichen kann und nicht der an die Linie gesetzte Top Spin, der den Gegenspieler aus dem Feld treibt. Das genaue Timing und die Feinheiten der Steuerung lassen sich in der Top Spin Akademie erlernen, wo alles mit Textboxen erklärt wird und dann gegen die Ballmaschine oder einen Sparrings-Partner ausprobiert werden kann. On- und Offline-KarriereNatürlich kann man auch wieder seinen eigenen Spieler kreieren, ihm ein eigenes Aussehen verleihen und Klamotten aussuchen. Witzig: Sogar das Stöhnverhalten des eigenen Spielers kann man einstellen. Dieser Spieler hat dann zunächst 30 Punkte bei allen Fähigkeiten (Vorhand, Rückhand, Volley, Aufschlag, Ausdauer usw) und wird nach und nach hochgelevelt. Dabei haben sich die Entwickler zwei Kniffe einfallen lassen.Zum einen kann man bei Erreichen eines neuen Levels nicht mehr aussuchen, welche Eigenschaft man erhöht und so z.B. ein Vorhand-Monster erschaffen, das aber in Schneckentempo über den Platz kriecht. Statt dessen wählt man jedes Mal eine von drei Spieltypen aus (Serve & Volley, Grundlinie offensiv/defensiv), was jeweils mehrere Werte erhöht, je nach Typ in unterschiedlicher Gewichtung. Weitere Boni kann man durch die Auswahl eines Trainers freischalten. Erfüllt man dessen Ziele (z.B. „spiele 30 Top Spin Winner“), gibt es Zusatzpunkte auf bestimmte Eigenschaften. Zum anderen muss man sich als Online-Fan nicht mehr stundenlang mit der Einzelspieler-Kampagne auseinandersetzen, um einen Level 20 Spieler heranzuzüchten, der auf der Online-World Tour bestehen kann. Auch online kann gelevelt werden, für jedes Match gibt es auch dort Erfahrungspunkte. Doch die Einzelspieler-Karriere ist gar nicht so schlecht. Zwar muss man sich zu Beginn wieder auf Minor-Turnieren mit irgendwelchen Nobodys abgeben, aber die Matches dauernd nicht lang (meist nur ein verlängerter Tie-Break), der Aufstieg geht schnell und vor allem kann man vor jedem Match den Schwierigkeitsgrad verändern, sodass man nicht zu Beginn vollkommen unterfordert ist. Neben Erfahrung sammelt man auch Fans und darf dann bald als Star auch auf den Grand Slam Turnieren gegen die großen Namen antreten. Aktuelle und Alt-StarsTop Spin bietet wie üblich eine Auswahl aktueller und ehemaliger Stars, die man in Schaukämpfen oder Online-Matches selber steuern kann und die im Einzelspielermodus als Gegner fungieren. Die großen der aktuellen Szene wie Nadal, Federer, Djokovic bei den Männern oder Serena Williams, Safina, Wozniacki bei den Frauen fehlen ebenso wenig wie große Idole a la Sampras, Agassi, Becker oder gar Björn Borg. Optisch sind sie meist erkennbar, die Detailtreue schwankt. Während Agassi sogar den Ohrring im Ohr hat, hat der virtuelle Courier abgesehen von der Kappe nur wenig Ähnlichkeit mit seinem realen Vorbild. Dafür sind die Spieltypen aber sehr gut nachempfunden. Ein Sampras stürmt sobald wie möglich ans Netz, ein Nadal powert einem die Bälle um die Ohren und ein Michael Chang ist einfach nicht müde zu kriegen. Im 2K Open Modus kann man mit diesen Stars auch online gegeneinander antreten. Dabei sammelt man sowohl Ranglisten-Punkte für den gewählten Spieler als auch für sich selbst. |
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Top Spin 4

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