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Test: Warriors: Legends of Troy

Metzeln und Morden in der Antike
 Warriors: Legends of Troy
Wenn es um KOEI-Spiele geht, bin ich immer etwas wohlwollender eingestellt, was unter anderem daran liegt, dass ich das Hack'n'Slay-Prinzip der Macher einfach mag. Das gilt sowohl für die Samurai- als auch für die Dynasty-Warriors-Reihe, BladestormWeitere Infos war und ist auch noch einer meiner persönlichen Favoriten, auch wenn das Spiel hinsichtlich des Gameplays etwas aus der Reihe tanzt. Jetzt wartet mit Warriors: Legends of Troy ein neues Machwerk auf uns Spieler, es will uns das alte Griechenland näher bringen und kommt tatsächlich auch mit einigen Verbesserungen daher. Doch es gibt auch ein paar lästige Aussetzer: Achilles kam aufgrund seiner Ferse ja auch nicht ungeschoren davon.

Die trojanische Krieg aus verschiedenen Perspektiven

Es geht bei Legends of Troy um die trojanischen Kriege, um ein wenig Geschichtsunterricht gepaart mit wilden Metzeleien. Mit acht verschiedenen Charakteren dürfen wir in die Schlacht ziehen, was im Hinblick auf andere KOEI-Titel ein wenig spartanisch ist. Zwar sind die Gefechtsszenarien um die historischen Krieger Hektor, Achilles, Aenas, Odysseus, Ajax, Patroklos, Penthesilea und Pares ganz schick inszeniert, doch ist es in der „Kampagne“, die wir als Solo-Spieler bestreiten dürfen, nicht möglich, den Charakter selbst auszuwählen. Scheinbar wahllos wechseln sich die Spielfiguren in der Dramaturgie der Schlachten ab, mal ist dieser an der Reihe, mal ein ganz anderer. Ein sehr ärgerlicher Schnitzer, denn das Spiel selbst weiß durchaus zu gefallen, aber durch die unterschiedlichen Fähigkeiten der Helden ist es schwer, sich mit ihnen vertraut zu machen und die Moves und speziellen Bewegungen zu verinnerlichen. Dass in dieser Form auch kein roter Faden für die Handlung geknüpft werden kann, versteht sich von selbst. Es gibt freilich einen Zusammenhang, aber der ist so dünn, wie die Identifikationsmöglichkeit mit einem der Charaktere.
Immerhin dürfen die einzelnen Szenarien auch noch einmal nachgespielt werden, um Boni zu verdienen und weitere Spezialfähigkeiten und einzigartige Gegenstände freizuschalten. Auf einen Online-Modus verzichtet der Titel, nicht einmal ein Koop-Modus wird geboten, was eine willkommene Abwechslung hätte sein können.

Mit viel Blut und wilden Tötungen

Das Gameplay ist im Kern dasselbe wie in anderen Titeln des Herstellers, wobei KOEI diesmal wieder dazu übergegangen ist, den Spielfiguren Kombos zuzuteilen, sodass es nicht auf ein simples Button-Smashing hinausläuft. Zumal dank Pfeilhagel und heftigen Gegnerattacken auch die Block-Funktion schon auf dem leichtesten der drei Schwierigkeitsgrade zum Tragen kommt. Wenn wir genügend Blut vergossen haben, steht dem Helden der »Rage«-Modus zur Verfügung, in dem, wenn er ausgelöst wird, alles kurz und klein geschlagen werden kann. Hier spielen dann die Verteidigungsmaßnahmen der Gegner keine Rolle mehr, da machen wir kurzen Prozess mit allem und jedem. Auch mit den teilweise fordernden Zwischengegnern, die ziemlich massiv blocken und deren Schilde durch unsere Schläge auch wirklich keinerlei Abnutzung zeigen. Beim normalen Fußvolk ist das anders, da schnitzen wir Schilde zurecht oder, was noch besser ist: Wir richten den Anführer mit einem speziellen, furchteinflößenden Manöver hin, was die umstehenden Gegner dazu veranlasst, erst einmal ängstlich die Schilde fallen und die Moral sinken zu lassen. So kann man sich dann auch durch massive Horden metzeln, ohne auf zu viel Gegenwehr zu treffen. Schwierig wird es dann, wenn die fast übermächtigen Endgegner in den Leveln auflaufen, wo mitunter die hakelige Kameraführung das Gameplay massiv ausbremst.

Wenn es mal etwas besser sein darf

Nach dem Absolvieren eines Szenarios bekommen wir Erfahrungspunkte, die wir in Gegenstände investieren dürfen und den Charakter auf diese Weise aufleveln. Wer es geschickt anstellt und sich gleich auf einem höheren Schwierigkeitsgrad versucht, kann viele Punkte sammeln und die Spielfigur schnell zu einem wandelnden Terminator der griechischen Antike machen. Und die Investitionen lohnen sich achtfach, weil das Feld mit den Erweiterungsslots auf alle Charaktere kopiert werden kann – individuelles Aufleveln ist aber dennoch möglich.
Grafisch hat KOEI einiges an Feinschliff angesetzt, sodass die Kämpfe jetzt farbenfroher und auch deutlich blutiger sind. Dazu kommt, dass gefallene Krieger sich nicht kurzfristig in Luft auflösen, sondern liegen bleiben, was ein deutliches Atmosphäre-Plus ist. Allerdings gibt es in den Umgebungsgrafiken immer noch Popups und hier und da ruckelt das Spiel dann auch mal etwas.
Die Sprachausgabe des Spiels ist komplett in Englisch, die Kampfgeräusche sind vollkommen in Ordnung, musikalisch lässt sich darüber streiten, ob der Soundtrack nötig oder sinnvoll ist. Das muss ohnehin jeder in den Lautstärkeeinstellungen selbst entscheiden.
Screen 1
Richtiges Blocken erleichtert das Fortkommen manchmal ungemein...
Screen 2
...zumal es immer und überall genug Gegner gibt...
Screen 3
Mit dem Schwert immer feste druff...
Screen 4
...wobei die Tötungsmethoden in der Antike durchaus spektakulär ausfallen.

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Packshot
Hack&Slay
von Koei
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
PS3März 2011
360März 2011

» Alle Infos  » Preisentwicklung

will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)

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