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Test: Thor: God of Thunder
Hammertyp, Hammerspiel? Nicht wirklich…
Kaum kommt der hammerschwingende Donnergott Thor in die Kinos, hat uns Sega auch schon ein passendes Lizenzspiel anzubieten. Statt sich an Kenneth Branaghs Marvel-Comic-Verfilmung zu orientieren, wurde dem Spiel allerdings eine ganz eigene Billig-Story verpasst. Kann Liquid Entertainments Spielumsetzung trotzdem überzeugen?Kloppen bis zum UmfallenMit einem Angriff der fiesen Frostriesen auf Thors Heimatstadt Asgard fängt alles an. Als dann auch noch seine Begleiterin Sif getötet wird, dreht der Hammergott völlig durch. Von da an folgt eine Schlacht auf die andere, prügelt man sich durch Horden von Eisriesen, Trollen und anderen bösen Kreaturen. Die Story ist dabei nur ein Gerüst rund um die spielbeherrschenden Schlachten. Wie die God of War -Teile ist auch Thor: God of Thunder ein kampfbetontes Third-Person-Action-Adventure, qualitativ liegen allerdings Welten zwischen dem kleinen Thor und seinem großen Vorbild.Thors bevorzugte Waffe ist natürlich der Mjöllnir, ein mächtiger Hammer, der sowohl im Nahkampf eingesetzt, als auch wie ein Bumerang auf weiter entfernte Gegner geschleudert werden kann. Auch Magie verbrauchende Naturgewalten wie Blitz-, Donner- und Windkraft dürfen in Thors Fähigkeitenrepertoire natürlich nicht fehlen. Während man feindliche Rüstungen gut mit Donnerangriffen knacken kann, sind Trolle vor allem gegen Blitze anfällig. Nach und nach erlernt man Fähigkeiten und Upgrades auf Basis eines Erfahrungspunktesystems, der Skill-Tree ist allerdings nicht so komplex, wie man auf den ersten Blick vielleicht meinen möchte. Für eine gute Perspektive ist trotz freier Kameraführung nicht immer gesorgt, da die Sicht gerne mal von Gegnern oder auch dem Helden selbst verdeckt wird. Nach einer Stunde ist die Luft rausWie einem überbelasteten Furzkissen geht Thor: GoT leider ziemlich schnell die Luft aus. Das Problem: der mangelnde Abwechslungsreichtum. Denn es wird zwar eine Menge gekämpft, wirklich fordernd sind die andauernden Geplänkel aber nicht. Schon etwa nach der ersten Stunde nervt es einfach, dass ständig die gleichen Gegner auf der Bildfläche erscheinen, Welle für Welle, ehe es dann mal endlich weiter geht. Selbst manche Endgegner landeten in der Recyling-Mühle. Derweil sind die Bosskämpfe nicht wirklich fordernd mit dem ständigen Mix aus Eindreschen, Packen und Abgeworfen-werden, und überhaupt erzeugt da kaum mal ein Endgegner ein wirkliches Wow-Gefühl.Die Levels sind zumeist auch nur ein ideenloser Mix aus Schläuchen und reinen Kampfarenen. Eine kurze Hüpfpassage oder der Griff nach einem einsamen Greifhaken sind da schon das höchste der Gefühle. Gescheite Rätsel genießen inmitten der stupiden Klopperei ebenfalls Seltenheitswert. Hier mal eine Tür aufmachen, dort mal einen Aufzugschalter drücken – was Besseres ist den Entwicklern leider nicht eingefallen. Mittels öder Stickwackelei zwei Zahnräder synchron zu schalten, bringt die Hirnzellen auch nicht zum Glühen. Auch optisch kein HammerAuch in grafischer Hinsicht ist Thor: GoT eine ziemliche Enttäuschung mit seiner Welt ohne nennenswerte Sehenswürdigkeiten. Nur selten bekommt man mal eine ansatzweise gut aussehende Hochhaus-Skyline am Horizont zu sehen, ansonsten prägen langweilige Höhlenabschnitte mit kargen Felsformationen oder auch mal ein Dschungel mit billiger Klon-Vegetation und sterilen Sci-Fi-Bauten das Bild. Auch die Cut Scenes wirken plump und einfallslos inszeniert, mit völlig unmotivierten Sprechern und asynchronen Lippenbewegungen. Immerhin hat das Spiel einen 3D-Modus zu bieten, den wir aber nicht getestet haben.Der Sound ist ebenfalls nichts, woran man sich lange erinnert, denn die Klänge reichen von durchschnittlich bis hintergründig, was für ein Action-Spiel aber deutlich zu wenig ist. |
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80%
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