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Test: SOCOM: Special Forces

Der Multiplayer-Titel macht auch Solo eine gute Figur
 SOCOM: Special Forces
SOCOM, ein Synonym für Multiplayer-Action. Im aktuellen Ableger sind es zwar „nur“ 32 bis an die Zähne bewaffnete Kämpfer, die sich online duellieren, wenn das PSN denn auch funktioniert. Dafür wartet SOCOM Special Forces mit etwas auf, das schon mal einen Applaus wert ist. Zumindest für die paar Sekunden also mal kurz die Waffen oder den Controller beiseite legen und andächtig nicken: Es gibt einen Solo-Modus. Hurra. Aber wirklich.

Auf nach Südost-Asien, ihr Schnarchnasen!

Ich sag's mal so: Gut sieben Stunden mit einer Solo-Kampagne beschäftigt zu sein, wenn die Serie eigentlich klar auf Multiplayer ausgelegt ist, das ist schon mal eine feine Sache. Als Commander Colin Gray und damit Teil eines fünfköpfigen Teams müssen wir uns mit einer fiesen militärischen Gruppe auseinandersetzen – alles andere wäre auch überraschend, wer erwartet schon, dass die Amerikaner Zivilisten angreifen? Wir spielen dabei aber nicht nur den Commander, sondern auch andere Charaktere des Teams. Wie auch immer: Mit einer gesunden Mischung aus Action und Stealth schlagen wir uns bis zum Finale durch, was aufgrund des moderaten Schwierigkeitsgrades gar nicht so schwer ist. Zwischendurch gibt es ein paar nette Zwischensequenzen, die den Solo-Part gut auflockern und ergänzen. Letztlich ist der Solo-Modus genau das, was ich schon beim halbgaren Vorgänger gefordert habe: ein willkommener Einstieg in das Spiel, um für den sehr spaßigen Multiplayer-Bereich gerüstet zu sein.
Wer auf der PS3 dann in die Multiplayer-Gefechte einsteigt, der wird darf sich auf und über den Koop-Modus freuen, wo wir mit fünf Spielern die Missionen erledigen und hier jetzt auch Taktik ins Spiel kommt, die sich sehen lassen kann. Mit einer entsprechenden Anzahl an Feinden und gesteigerter KI muss munter über das Headset kommuniziert werden, um am Ende das Missionsziel zu erreichen. Zwar gibt es auch hier ab und an den Malus der KI, die mitunter etwas dämlich herumsteht und sich abschießen lässt, aber dem Spaßfaktor tut das keinen Abbruch. Auch bei Team-Deathmatch oder Bomb Squad, bei dem wir einen schwergewichtigen, fußlahmen Bombenleger beschützen müssen, macht das Spiel absolut Laune.

Och, ja, das ist doch ganz schick geworden

Im Gegensatz zum optisch eher nüchternen Vorgänger hat sich das Spiel deutlich weiter entwickelt. Der Titel punktet mit guter Ingame-Grafik, auch wenn noch einiges fehlt, um die Genre-Könige zumindest mal mit einem Streifschuss zu ärgern, aber insgesamt war und bin ich von SOCOM: Special Forces angenehm überrascht. Der Solo-Modus ist spannend genug, um auch allein daher zu kommen. Da haben schon andere Titel weniger Spieldauer abgeliefert und bei SOCOM kommt in der Zeit wirklich Laune auf.
Dass SOCOM mit dem Multiplayer-Part punkten würde, war durchaus zu erwarten, schließlich ist das der Kernpunkt der Serie, weshalb auch der stabile Netzcode keine Überraschung ist. Gerade die Koop-Variante hat es mir dabei angetan, die sollte jeder mal gespielt haben. Aber auch die knifflige Bomb-Squad-Variante kann sich sehen lassen, alles andere ist Standard im Bereich Multiplayer.

Ach, versteck dich doch lieber nicht

Ganz ohne Makel ist aber auch SOCOM nicht geblieben, denn die Steuerung ist zumindest beim Deckungssystem nicht ganz ohne Tücken, das erfordert etwas Eingewöhnungszeit. Auch das Werfen von Granaten ist schwierig, weil es keine Zielhilfe gibt. Und damit es nicht vergessen wird: Die KI ist eben nicht immer grandios und trittsicher, sondern hat mitunter massive Aussetzer, die hier und da den Spielspaß trüben. Zudem ist die Grafik oberflächlich gut, hat aber in einigen Details deutliche Schwachpunkte – insbesondere dann, wenn sich Blätter einfach in Luft auflösen, wenn man durch sie hindurch läuft.
Screen 1
Das Deckungssystem ist nicht immer ganz schlüssig...
Screen 2
...dafür machen die Feuergefechte Spaß.
Screen 3
Grafisch kann der Titel auch bei den Hintergründen punkten...
Screen 4
...insgesamt sieht das Spiel gut aus und macht in der Optik keine groben Fehler.
Screen 5
Dazu kommen noch die netten Stealth-Aktionen im Solo-Teil...
Screen 6
...wenngleich die Grafik im Dschungel nicht immer ganz astrein ist.

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