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Test: White Knight Chronicles 2

Nachschub für ausgehungerte Fans japanischer Rollenspiele.
 White Knight Chronicles 2
Das Retten der Prinzessin stellt den krönenden Abschluss vieler Abenteuer dar, bei White Knight Chronicles war es damit aber längst noch nicht getan. Der Oberbösewicht und seine Schergen machen immer noch die Spielwelt unsicher, die Heldentruppe um Leonard und Co. fühlt sich verpflichtet, dem finsteren Treiben nun wirklich ein Ende zu setzen.
Eine knappe Zusammenfassung der Vorgeschichte liefert das Spiel in Form von Standbildern samt Erzähler (die gute Sprachausgabe ertönt übrigens in Englisch mit, auf Wunsch auch deutschen, Untertiteln), ansonsten werden zahlreiche Zwischensequenzen in Spielgrafik sowie ein paar schicke Renderszenen geboten. Doch erneut ist die Story abseits kleiner Skurrilitäten kein Glanzpunkt dieses RPGs, zu klischeehaft ist die Ausgangslage, zu unspektakulär zeigt sich der Handlungsverlauf.

Am besten von Anfang an

Neulinge sollten trotz der Story-Zusammenfassung unbedingt mit dem netterweise auf der Disc enthaltenen Erstling beginnen, in den sogar die kleinen Verbesserungen des Nachfolgers bereits integriert wurden. Teil 2 startet ansonsten ausgesprochen abrupt und verzichtet völlig auf Erklärungen zur Handhabung des Ganzen, die man zur Auffrischung der Kenntnisse aber zumindest im Hilfemenü nachlesen kann. Für Veteranen besteht außerdem die Möglichkeit eines Charakter-Imports aus dem abgeschlossenen Save Game von WKC1, um Aussehen und Errungenschaften der Alter Egos zu übertragen.
Alle Partymitglieder starten auf Level 35 (auch bei importiertem Spielstand), bei fehlendem Save Game werden die meisten Fertigkeitspunkte vom Spiel sinnvoll auf die variantenreichen Fähigkeiten in Bereichen wie Schwert, Bogen, Axt oder Magie-Typen vorverteilt, lassen sich aber zu Beginn auch komplett zurückbuchen und nach eigenem Ermessen neu zuordnen.
Der anhand unzähliger Kleinigkeiten optisch individualisierte Avatar spielt diesmal eine dezent wichtigere Rolle und tritt gegenüber Leonard nicht mehr ganz so stark in den Hintergrund, ist aber nach wie vor nur online die Hauptperson.

Etwas schneller, aber immer noch ein bisschen lahm

Die gewohnten Features der Reise durch weitläufige Landschaften bleiben erhalten. Überall lauern hungrige Monstergestalten, denen man dank ihrer Sichtbarkeit in der Spielwelt aber gelegentlich auch schlicht aus dem Weg gehen kann. Das Kreaturendesign ist dabei ansehnlich, gern werden allerdings wieder die gleichen Modelle mit unterschiedlichem Anstrich mehrfach verwurstet.
Der Schwierigkeitsgrad hat vor allem in Gefechten mit Bossgegnern spürbar angezogen, Standardkämpfe übersteht man aber auch ohne allzu raffinierten Einsatz der abwechslungsreiche Fähigkeiten, was fast ein bisschen schade ist, weil diese wie gehabt recht gelungen sind und sich zu interessanten Kombos verbinden lassen. Die Angriffsgeschwindigkeit wirkt jetzt höher, wodurch die Kämpfe geringfügig an Dynamik gewinnen, nach wie vor sind die Aktionen aber mit der bekannten, nicht allseits beliebten Aufladephase verbunden. Auch die Verwandlung in die namensgebende Rittergestalt darf natürlich nicht fehlen, um größeren Widersachern auf Augenhöhe zu begegnen.
Das Sammeln von Gegenständen ist diesmal ein wenig praktischer gelöst, der Komfort im Managen des Gepäcks bzw. dem Vergleichen und Anlegen der liebevoll designten Rüstungsteile lässt jedoch nach wie vor etwas zu wünschen übrig.
Die farbenfrohen und durchaus fantasievoll gestalteten Regionen bieten mit hübscher Pflanzenwelt, unterschiedlichen Klimazonen und schicken Effekten durchaus was fürs Auge, häufig stechen dem Spieler allerdings auch mal schwächere Texturen in selbiges. Es gilt darüber hinaus zu bedenken, dass viele bekannte Regionen erneut besucht werden, wenn auch aus anderer Perspektive - letztendlich ist WKC2 eben eher die zweite Hälfte eines einzigen Abenteuers, kein komplett eigenständiges Spiel.

Online unterhält am längsten

Das Highlight des ersten Teils war für viele Nutzer dessen Multiplayermode, der selbstverständlich erneut den Weg ins Spiel gefunden hat. Gebrauchtkäufer aufgepasst: Fürs Onlinespiel wird jetzt eine GeoNet-Lizenz benötigt. Ein entsprechender Code liegt dem Spiel bei, falls dieser schon verbraucht wurde, bleibt nur der Erwerb einer neuen Lizenz im PlayStation Store (Kostenpunkt: €9,99). Anschließend kann man mit bis zu fünf Kollegen zu teils richtig kniffligen Touren aufbrechen. Hier warten haufenweise neue Ausrüstungsteile und vor allem Unmengen an Quests, mit denen sich die treue Fangemeinde durchaus monatelang beschäftigen kann, ohne jemals „fertig“ zu werden. Freunde kann man wieder im eigenen Georama treffen, einem eigenen kleinen Dorf samt arbeitender Bevölkerung, das jeder Spieler nach seinen Vorstellungen gestaltet und verwaltet, um nicht zuletzt weitere Materialien zum Stärken des Avatars zu gewinnen.
Screen 1
Eine weitere junge Adlige braucht Hilfe
Screen 2
Riesenspinnen - immer wieder beliebt
Screen 3
Braver Hund...
Screen 4
Die schönen Rüstungen sind an den Heldenkörpern zu sehen
Screen 5
Die Rittergestalt ist sehr hilfreich
Screen 6
Ein florierendes Dorf

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White Knight Chronicles 2

Packshot
Rollenspiel
von Sony, Level 5
USK-Freigabe ab 12 Jahren
PS3Juni 2011

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