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Test: Driver San Francisco
Tanner ist zurück - kann er an glorreiche Zeiten anknüpfen?
Kaum zu glauben, fast 12 Jahre ist es schon her, da testete ich das Spiel Driver für GameCaptain und fand es damals schon gelungen – bis auf den teilweise recht hohen Schwierigkeitsgrad. Seit dem ersten Auftauchen hat Undercover-Cop Tanner einige Abenteuer bestanden, zuletzt versumpfte die Serie aber im Mittelmaß. Nun wagt Ubisoft den Neustart. Kann Reflections an den großartigen Erstling anknüpfen?Die abgedrehte Story ...Tanner hat es mal wieder geschafft. Mit Jericho hat er ein echtes Gangster-Schwergewicht überführen können, der nun zu seiner Verurteilung gefahren wird. Doch Jericho gelingt die Flucht, Tanner rast ihm hinterher – und gerät in eine Falle. Jericho rammt Tanners Auto und schickt den Undercover-Cop ins Koma. Doch im Geiste jagt Tanner weiter hinter Jericho hinterher, und da er in seinem Krankenzimmer im Unterbewusstsein die aktuellen Nachrichten mitbekommt, stimmen die Ereignisse zum Teil sogar mit der Realität überein.Zugegeben, das klingt wirklich ziemlich abgefahren – aber das passt ja auch zu einem Rennspiel. Insgesamt wird die Geschichte in sich recht schlüssig erzählt und zu einem befriedigenden Ende geführt. Da sie sich zwischenzeitlich auch nicht allzu ernst nimmt, ist die etwas seltsam anmutende Koma-Prämisse kein Problem. ... ermöglicht das herausragende Feature des SpielsVor allem, weil das Koma-Setting auch seinen Sinn hat. Denn da Tanner ja nur im Geiste durch die Gegend rast, kann er auch gewisse übermenschliche Dinge tun. Zum Beispiel shiften – er verlässt einfach seinen aktuellen Körper, sieht von oben auf die Welt herab und sucht sich einen neuen Körper (sprich: Wagen) aus und fährt mit dem weiter. Dieses Feature ist es, dass Driver SF aus der Masse heraushebt und zugleich den Großteil des Spielspaßes ausmacht. Denn die Entwickler haben sich alle Mühe gegeben, es oft und auf viele unterschiedliche Weisen zu nutzen.Beispiel 1: Wir sollen ein Rennen mit 2 Fahrzeugen gleichzeitig bestreiten und auf Platz 1 und 2 ankommen. Also heißt es entweder zwischen den beiden Fahrzeugen schnell hin und her zu wechseln oder man überlässt die beiden Fahrzeuge dem Autopilot, switcht in ein Auto aus dem Gegenverkehr, und crasht die Renngegner einfach aus dem Rennen. Beispiel 2: Ein Geldtransporter ist nach einer Bombenexplosion bewegungsunfähig. Nun nahen aus allen Himmelsrichtungen Gegner, die ihn kaputtcrashen wollen, um an das Geld zu kommen. Der Spieler muss die Bedrohung rechtzeitig ausschalten, in dem er in passende Autos switcht und die Gegner plattmacht. Das hat dann fast schon einen strategischen Touch. Verfolgen, jagen, retten, crashen ...In der Einzelspielerkampagne werden uns nach und nach immer größere Bereiche von San Francisco freigeschaltet. Zwischen den Missionen schwebt man in der Vogelperspektive über der Stadt und sieht blaue und gelbe Symbole. Hinter den gelben verbergen sich Missionen, wobei die Story-Missionen erst freigeschaltet werden, wenn man zwischenzeitlich zwei andere Missionen erledigt hat. Die blauen Aktivitäten dienen hingegen allein dem Zeitvertreib. Hier kann man sich zwar Willenspunkte verdienen und Autos und Fähigkeiten freischalten, allerdings wirkt das ganze etwas angeflanscht, denn wenn man den Nitro-Balken (kurzzeitiger Boost) ein wenig ausgebaut hat, kann man die Story problemlos durchspielen, ohne groß Willenspunkte zu sammeln. Die Autos, die man in den Story-Missionen fährt, sind sowieso vorgegeben oder man switcht einfach in das Gefährt, das man gerade braucht. |
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