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Test: El Shaddai: Ascension of the Metatron
El Shaddai sieht höchst ungewöhnlich aus. Aber spielt es sich auch so?
Weil sie den Himmel allmählich satt haben, lassen sich sieben Engel auf der Erde nieder, wo sie einen Turm errichten und unter den Menschen ein neues Leben beginnen. Dem lieben Gott missfällt jedoch das irdische Dasein seiner himmlischen Diener, und so muss ein Auserwählter namens Enoch her, um die Abtrünnigen zur Rechenschaft zu ziehen. Sollte das nicht gelingen, müsste Gott die Welt wohl mit einer Sintflut reinigen ... 14000 v. Chr. - die Zeit der Riesenschweine und HandysDer Anfang gestaltet sich zunächst einmal etwas verwirrend mit seinen häufigen Wechseln zwischen Gameplay und Cut Scenes. Zudem wird auch gerne mal versäumt, einzelne Figuren ordentlich vorzustellen. Dabei ist die Story ja eigentlich gar nicht mal so kompliziert. In El Shaddai: Ascension of the Metatron übernehmt ihr die Rolle des göttlichen Schreibers Enoch. Enochs Ziel ist der Turm von Babel, denn dort haben sich die abtrünnigen Engel mitsamt ihrer Dienerschaft häuslich niedergelassen. In dem Turm mit seinen sieben Stockwerken wimmelt es von bösen Geistern, schwebenden Marionetten und schlagwütigen Robotertrollen, doch nicht alle Bewohner des sündigen Ortes sind verkommen. Denn bisweilen stößt man auch auf eher harmlose Kreaturen wie die geheimnisvollen Nephilim (lustige Mischwesen aus Mensch und Engel), die nur ein wenig in der Gegend herumhopsen wollen, oder ein paar Menschen, deren Informationen zumindest ein paar von Enochs offenen Fragen beantworten. Und dann sind ja auch noch ein paar Erzengel auf seiner Seite und – nicht zu vergessen – ein feiner Herr namens Luzifel. Er tritt immer wieder als Mentor, Erzähler und Speichergelegenheit in Erscheinung. Merkwürdig nur, dass der Herr Luzifel im Jahre 14000 v. Chr. schon mit Anzug und Handy rumläuft … Aber ehrlich gesagt: Bei einem Typen, der mit einem Fingerschnipsen einen Bosskampf anhält, um eine Geschichte zu erzählen, ist sowas vielleicht normal …Wenn der Himmel zerfließtWo bei anderen Spielen heutzutage oft der Realismus im Vordergrund steht, bedient sich El Shaddai eines grafischen Stils, der vornehmlich auf der Fantasie der Entwickler aufbaut. Das Ergebnis sind faszinierende Traumwelten, die es in dieser Form so wohl noch nicht gegeben hat. Zum Beispiel wandert man einmal über Wolken, die sich wie Wellenberge auftürmen, während ein Discolicht (?!) an einem vorbeischwirrt. Später kommt man durch einen Wald voll riesenhafter Pfähle. Ein anderer Abschnitt ist ganz in Blautönen gehalten. Zudem sehen manche Strukturen aus wie gezeichnet. Auch so Dinge wie ein völlig unwirklich wabernder Hintergrund machen El Shaddai optisch zu einem so ungewöhnlichen Erlebnis. Hinter dem Grafikdesign steckt denn auch der kreative Kopf von Takeyasu Sawaki (Okami , Devil May Cry ). Ja sicher, die Texturen sind allgemein schlicht gehalten, die Details und vor allem auch das Monsterdesign hätten noch mehr Feinschliff vertragen, aber man kann ja auch mal mit einfachen Mitteln ein tolles Ergebnis erzielen.Die musikalische Untermalung bestehend aus Chorgesang, Ethnosound und Orgeldudeln und die markanten Soundeffekte der Sorte Harfenzirpen, Gläserklirren und Fingerschnipsen tragen ihren Teil zur gelungenen Atmosphäre des Spiels bei. |
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