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Test: Resistance 3

Zum Abschluss der Serie noch mal ein Feuerwerk
 Resistance 3
So, meine Damen und Herren, wir haben hier ResistanceWeitere Infos, einen Shooter, der ein Flagschiff der PS3 sein soll und ich warte auf ihre Gebote. Resistance zum Ersten, zum Zweiten uuuuuuund zum Dritten – verkauft an mich. Okay, ein dramatischer Einstieg, aber ich wollte gern so anfangen, wie Resistance 3 aufhört – mit einem Paukenschlag und irgendwie auch voller Zuversicht. Denn der dritte Teil der Serie, die den Kampf gegen einen üblen Virus aus dem All beinhaltet, ist ein herrlicher Schlussakkord, der nicht nur für Kenner der Materie spannend und spaßig ist.

Ein neuer Held und dann wird alles gut

Nathan Hale hat zwei Teile von Resistance überlebt, hat großartige Leistungen für die Menschheit vollbracht, aber der dritte Teil muss ohne ihn auskommen. Mit Joseph Capelli steht ausgerechnet der Mann im Rampenlicht, der Nathan Hale ins Jenseits verfrachtet hat, weil er plötzlich doch infiziert war und mutierte. Lassen wir das einfach mal dahingestellt, denn es hieß doch lange, er sei immun gegen das Alien-Zeug. Aber bitte, die Geschichte muss weitergehen und Joe Capelli macht seine Sache auch nicht schlecht, zumal er als Verheirateter und Vater noch eine emotionale Komponente mit ins Spiel bringt. Schließlich verspricht er seiner kleinen Familie, wieder nach Hause zu kommen, wenn die Welt gerettet ist. Und mal ganz ehrlich: Alle Helden machen das so, das steht in jedem Überlebenshandbuch.
Aber wenn wir schon mal dabei sind: Die Geschichte von R3 kann für sich allein stehen, weil zunächst in einer Rückblende alles erzählt wird, was so geschehen ist. Wer also Nathan und seine Taten verpasst hat, kann ganz entspannt und ohne Vorkenntnisse ins Spiel einsteigen. Worum es dabei genau geht? Die Welt ist kurz davor, von Außerirdischen ausgelöscht zu werden und wir müssen das verhindern. Es ist also der ganz normale Wahnsinn, der jedem Studenten täglich begegnet: Die Welt wird gerettet und abends dann noch ein Bier. Etwas mehr Spielzeit ist aber schon vonnöten: Rund 20 Stunden benötigt die Kampagne, die auch noch im Koop-Modus off- und online und auf verschiedenen Schwierigkeitsgraden durchgespielt werden kann.
Für die Online-Zocker steht darüber hinaus noch ein launiger Multiplayer auf dem Programm, der mit einem Rang-System ausgestattet wurde, dazu gibt es zahlreiche Ausrüstungsmöglichkeiten und einige Spezialfähigkeiten, sodass wilden und vor allem flüssig ablaufenden Schlachten nichts mehr im Wege steht. Was den Umfang anbelangt, bewegt sich R3 also entsprechend klassisch: Kampagne und Online-Modus – was brauchen wir auch mehr.

Ach, guck mal, dem fehlt ein Bein ...

Nicht, dass ich Gewalt sonderlich schätze, aber hier wird sie mal vernünftig dargestellt, ohne dass ich von einer Übertreibung sprechen müsste. Bis auf eine Ausnahme geht es auch ausschließlich um Aliens, die wir ins Jenseits schicken müssen – oder wohin die auch immer wollen. Gliedmaßen fallen schon mal ab, ein Kopf ist schnell vom Rumpf geschossen, und ich will nicht behaupten, dass das den Spielspaß fördert, aber es passt eben perfekt zum Spiel. Zumal die insgesamt zwölf Waffen, die wir ab einem bestimmten Zeitpunkt permanent mit uns rumtragen, auch alle unterschiedliche Auswirkungen haben – vom Vorschlaghammer bis zum Atomisierer, von der Steinzeit bis in die Zukunft, alles ist vorhanden. Die Waffen können in drei Stufen durch ihren Gebrauch aufgewertet werden, was automatisch geschieht: Jede Waffe hat ihre Stärken und Schwächen, aber die Balance stimmt einfach auf allen Schwierigkeitsgraden. Klasse ist dabei, die Waffen in der Benutzung zu kombinieren: Mit dem Röntgenblick des Bohrers die Feinde orten, dann die Waffe wechseln und eiskalt zuschlagen. Allerdings kommt es auch immer darauf an, sich unbemerkt zu bewegen, denn sobald ihr in der Sichtlinie des Feindes auftaucht, eröffnet der auch das Feuer. Leider ist die KI mitunter von solchen Aussetzern gezeichnet, dass ich mich gefragt habe, ob die betreffenden Außerirdischen überhaupt so etwas wie ein Gehirn haben. Es ist kein beherrschendes Element, aber es kommt eben vor.

Das muss man nicht sehen, geht aber noch

Grafisch bewegt sich R3 im besseren Durchschnitt: In einigen Bereichen ist es wirklich schön geworden, gerade zum Schluss hin gefiel es mir immer besser, an anderen Stellen sind grobe Texturen und ziemlich hölzerne Animationen – zum Beispiel beim Steigen einer Leiter – weniger prächtig geworden. Aber es macht dennoch Spaß sich das alles anzuschauen, auch die Zwischensequenzen sind wirklich gut gelungen und tragen zur dichten Atmosphäre bei. Dazu gehört auch der Soundtrack, der allerdings auch hin und wieder nervt, weil die Untermalung einfach zu penetrant und dominant ist. Doch am Ende steht etwas, das genau richtig für das Ende so einer Serie ist: ein großartiger Abschluss der Geschichte und noch viel Spaß und Zeit mit dem Multiplayer-Modus.
Screen 1
Die stimmungsvollen Zwischensequenzen tragen sehr zur Atmosphäre bei.
Screen 2
Verdammt, jetzt eine EMP-Granate und alles wird gut.
Screen 3
Wer bohrt denn da ein Loch in den Himmel? Na? Mal wieder die Außerirdischen.
Screen 4
Dafür muss er bluten. Jetzt aber wirklich.
Screen 5
Auch ein Scharfschützengewehr darf nicht fehlen.
Screen 6
Und der legendäre Atomisierer, der wirklich mal aufräumt.

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Packshot
3D-Shooter
von Sony, Insomniac Games
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
PS3September 2011

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