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Test: The Cursed Crusade
Der vierte Kreuzzug ruft – und zwei verfluchte Tempelritter stecken mittendrin ...
Gegen Ende des 12. Jahrhunderts laufen die Vorbereitungen auf einen vierten Kreuzzug. Dem waghalsigen Unternehmen schließen sich auch zwei befreundete Tempelritter an, die auf dem Schlachtfeld von einfachen Söldnern zu dicken Freunden geworden sind: der Franzose Denz de Bayle und der spanische Dieb Esteban Noviembre. Für Denz geht es vor allem darum, seinen verschollenen Vater wiederzufinden, der einst selbst ins heilige Land aufbrach, von dort aber nie zurückkehrte. Ein böser Onkel hat sich mittlerweile Schloss und Gut der Familie unter den Nagel gerissen – für Denz ein unerträglicher Zustand, an dem nur der rechtmäßige Besitzer, sein Vater, etwas ändern könnte. In Jerusalem erhoffen sich die beiden Templer aber auch Erlösung von einem schrecklichen Fluch, der sie immer wieder in schreckliche Albträume versetzt.Schnipp, schnapp, Kopf abVon Anfang an stolpern Denz und Esteban munter von einer Schlacht in die andere. The Cursed Crusade ist also ein sehr kampfbetontes 3rd-Person-Action-Adventure. Von Sprung- und Akrobatikeinlagen verstehen die schwer gerüsteten Herren dagegen nichts. Los geht es im Prinzip mit einer Burgbelagerung in Frankreich, aber auch mit Räubern und zwielichtigen Heerführern innerhalb des eigenen Kreuzritterheeres müssen sich die beiden Söldner herumschlagen. Während in der Solo-Kampagne Esteban von einem NPC verkörpert wird, übernimmt im Koop-Modus ein menschlicher Mitspieler dessen Kontrolle. Das Online-Spiel klappte bei uns mangels Mitspielern (?) bisher noch nicht so richtig, zumindest der Split-Screen-Mode funktioniert aber schon mal ganz ordentlich. Manchmal müssen Denz und Esteban also zusammenarbeiten: Immer wieder mal wird da gemeinsam die Kurbel zu einem Burgtor gedreht, per Räuberleiter ein Podest erklommen oder ein Rammbock in Richtung Burgmauer gewälzt. Aber auch im Kampf bieten sich Möglichkeiten der Kooperation etwa dahingehend, dass einer einen Gegner packt, während der andere ihm den Kopf abhaut …Von Normannenschild bis Saufeder – WaffenGekämpft wird mit rund 130 typisch mittelalterlichen Waffen wie Schwertern, Schlägeln und Speeren, und zwar auf eine Art und Weise, die man durchaus als ziemlich realistisch bezeichnen kann. Es gibt also keine übertriebenen Super-Moves, dafür aber um so mehr ganz alltägliche Stiche und Hiebe, die zum Beispiel mit Tritten und Knaufschlägen kombiniert werden. Wer mag, kann auch beidhändig kämpfen, also zum Beispiel mit zwei Schlägeln gleichzeitig, oder zur Abwechslung mal Schwert und Schild miteinander kombinieren. Jede dieser insgesamt 16 Waffenkombinationen entspricht einem eigenen Kampfstil. Dabei erhält man für gewonnene Kämpfe Siegpunkte, mit denen man neue Kampftechniken und Finishing Moves kaufen kann. Auch einige Talente wie Stärke, Fluchkraft (dazu später mehr) und Rüstungsoptionen lassen sich aufpowern, RPG-Freunden dürfte die Charakterentwicklung aber zu einfach vonstatten gehen. Mangels Schadensanzeige ist auch unklar, wie viel Schaden all die verschiedenen Kampftechniken eigentlich verursachen.Klar fliegen da auch schon mal Köpfe beziehungsweise Helme, ansonsten beschränkt sich die Gewaltdarstellung jedoch auf moderates Durchbohren und dezente Bluteffekte. Auf dem Schlachtfeld zuhauseFür die einfach auszuführenden Combos muss man hauptsächlich drei Tasten kennen: eine für horizontale, eine für vertikale Angriffe und eine mit blockbrechenden Funktionen. Da gewöhnliche Schläge an einem blockenden Gegner abprallen, helfen in so einer Situation nur blockbrechende Techniken wie ein kräftiger Tritt oder Schildstoß weiter. Gelingt dieser “Nussknackereffekt”, ist der Gegner betäubt und somit kurzfristig unfähig zur Gegenwehr. Beim Aufeinanderprallen von Klingen kommt es auch immer wieder zu einfachen Quick Time Events, die ein Kräftemessen der verkeilten Kontrahenten simulieren. Doch so weit muss es gar nicht kommen. Die Fernwaffen Armbrust und Bogen mögen zwar von der Handhabung her etwas umständlich anmuten, ihre tödlichen Geschosse allerdings beenden so manchen Kampf viel schneller als ein zäher Nahkampf. |
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