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Test: Ratchet & Clank: All 4 One
Ratchet & Clank jetzt mit Vier-Spieler-Koop. Ein paar andere Features blieben dafür auf der Strecke...
Typisch verrückter Wissenschaftler: Dr. Nefarius, der zusammen mit seinem Robo-Butler Lawrence schon in mehreren Abenteuern für Ärger sorgte, lässt einfach nicht locker. Diesmal versucht er, den allseits beliebten Trottel Captain Qwark (mittlerweile vom feigen Superhelden zum Galaxie-Präsidenten avanciert) in eine Falle zu locken – was gründlich schief geht. Gemeinsam mit Qwarks Begleitern Ratchet und Clank werden der Alien-Bösewicht und sein potenzielles Opfer in fremde Gefilde verschleppt, wo die unfreiwilligen Verbündeten nur gemeinsam eine Chance haben. Alle für einen, einer für alleRatchet & Clank: All 4 One bietet erstmals einen Koop-Modus, für gleich bis zu vier Spieler offline oder online bzw. in einer Kombination beider Varianten. Unser aller Lieblings-Lombax Ratchet und sein gewohnt ulkig kichernder kleiner Roboter-Kumpan Clank sind ebenso steuerbar wie Dumpfbacke Qwark und der fiese Doktor. Spielerisch gibt es allerdings leider keine Unterschiede, die Wahl ist also einfach Geschmackssache. Hier hätten sich die Macher ruhig ein paar individuelle Fähigkeiten oder Waffen ausdenken können, um für Abwechslung zu sorgen. Solo-Abenteurern wird übrigens stets ein KI-Gefährte zur Seite gestellt, damit bestimmte Situationen mit der erforderlichen Kooperation lösbar bleiben. So müssen etwa Maschinen zusammen bedient werden, Schüsse aufs gleiche Ziel erhalten mehr Durchschlagskraft, niedergestreckte Freunde werden wiederbelebt oder man zieht sich per am Partner festgemachtem Enterhaken über Abgründe.Für den Zugang zur Online-Lobby wird, wie in letzter Zeit üblich, zwingend der beiliegende Code benötigt. Die Partien erlauben die Wahl des Kapitels inklusive Unterbereichen, am Ende der Abschnitte werden je nach Leistung in diversen Kategorien Bonus-Bolts vergeben. Die Schrauben und Muttern sind wie eh und je die Währung der Spielwelt, in der sich auch wieder besondere goldene Exemplare zum Freischalten ulkiger Cheats verbergen. Wobei „verbergen“ in diesem Fall übertrieben ist – anders als früher liegen die Dinger nämlich normalerweise einfach irgendwo am Wegesrand. Koop auf Kosten der KomplexitätDer Koop-Modus ist eine willkommene Ergänzung – dafür wurden aber leider an anderer Stelle ein paar bekannte und liebgewonnene Features spürbar abgespeckt. Das fängt schon beim Aufbau der Spielwelt an: Während man sonst frei zwischen diversen Planeten als nächstem Einsatzort wählen konnte und zuletzt sogar die Weltraumflüge dazwischen, samt Abstechern auf spaßige Mini-Gestirne, aktiv spielen durfte, folgen die Abschnitte bei All 4 One in fester Reihenfolge aufeinander.Dieser Eindruck setzt sich auch innerhalb der Umgebungen fort. Selbst spektakuläre Katapultsprünge, Geschützeinsätze, rasante Fluchtsequenzen, spaßige Gleitpassagen und andere Geschicklichkeitseinlagen in den durchaus großzügig bemessenen und thematisch vielfältigen Arealen täuschen nicht darüber hinweg, dass die Levels letztendlich doch streng linear angelegt sind. Zumal – wohl teilweise auch der Tatsache geschuldet, dass man sich mit mehreren Leuten einen einzigen Bildschirm teilt und diesmal keinerlei Kamerakontrolle besitzt – auch unsichtbare Grenzen die Bewegungsfreiheit weiter einschränken. Ein Markenzeichen der Serie sind schon immer die fantasievollen Waffen und Gadgets, daran hat sich zum Glück kaum etwas geändert. So lenkt man etwa Feinde durch aufgestellte Doppelgänger ab, zerbröselt störende Gesteinsplatten per Presslufthammer, verklebt Plattformen mit Schleim, um sie sinken zu lassen, oder saugt kleine Kreaturen mit dem praktischen VAC-U auf. Dieses vielseitige Gerät wird außerdem unter anderem dazu verwendet, Begleiter über Lücken zu schießen. Die futuristischen Helferlein sorgen wieder für viel Spaß, innerhalb der zahlreichen Kämpfe geht es allerdings schlicht recht chaotisch zu, vor allem bei mehr als zwei Helden. Wildes Geballer führt locker zum Ziel, von Taktik keine Spur. Schade auch, dass sich die Waffen im neuen Spiel nur durch gekaufte Erweiterungen ein wenig verbessern, nicht durch Benutzung. Der Umfang des Upgrade-Systems wurde generell stark eingeschränkt. Technisch alles beim (guten) AltenInsgesamt ist All 4 One jedenfalls merklich leichter als die bisherigen, zumindest stellenweise knackig-schweren Games. Es eignet sich so auch für unterhaltsame Spieleabende mit weniger erfahrenen Action-Jump&Run-Zockern, während gestählte Veteranen sowohl echte Herausforderungen als auch die erwähnten Freiheiten vermissen.In Sachen Präsentation muss sich der Ableger dagegen nicht vor seinen komplexeren Geschwistern verstecken. Lustige Zwischensequenzen mit professionellen deutschen Sprechern, organisch wirkende Schauplätze wie der Todeshain mit seinen Riesenraupen und Killerkäfern, krachende Soundeffekte und schöne Ausblicke dank toller Weitsicht ergeben kombiniert ein schickes Gesamtpaket. |
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Ratchet & Clank: All 4 One

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