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Test: Need for Speed The Run
Die Racer Story funktioniert - doch es hapert anderswo
Von L.A. nach New York in handverlesenen Karossen samt einer Chance auf 25 Mille? Aber ja doch! Need for Speed The Run in die Konsole gelegt und das Action-Rennspiel-Spektakel kann beginnen.Go EastGleich im Intro werden wir mit unserem Alter Ego Jack Rourke ins kalte Wasser, bzw. vielmehr in die Schrottpresse geschmissen. So ergeht es einem Draufgänger nun mal, der Schulden in gewissen Kreisen mach. Der erwacht dann schon mal ans Lenkrad eines Porsche gefesselt in einer Stahl, Plastik, Glas und auch Fleisch, Eingeweide und Knochen genüsslich plattdrückenden Monster-Quetsche. Der NFS-Serienentwickler Black Box (u.a. Carbon , Undercover ) zeigt hier einfach mal Mut zum Crossover und lässt uns erstmalig in der NFS-Reihe die Story selber per Quicktime-Events a la Heavy Rain voranbringen. Keine Angst, das Ganze kommt nur selten im Spiel vor, artet nie in Fingerbrecher-Orgien aus und nach dreimaligem Anlauf mit ein paar netten Flüchen für die Entwickler auf den Lippen dürfte es auch der letzte DAU packen. Irgendwie passt es einfach zum B-Movie-Charme des Spiels und bringt nicht zuletzt durch eine actionreiche Inszenierung Abwechslung ins Rennspiel. Jedenfalls befreien wir Jack, wenn wir die richtigen Knöpfe in der richtigen Reihenfolge der Einblendung nach drücken. Genau rechtzeitig, damit der Walker-Statham-Diesel-Verschnitt von seiner hübschen Assistentin Samantha geleitet – ja wer hätte das gedacht, da knisterts – nach New York starten kann. Der Sieg ist PflichtMal eben so einen ganzen Kontinent queren hat schon was. Zum Glück haben das die Entwickler auch genutzt, um mehr als 50 Etappen einzubauen. Auf den meisten Strecken versuchen wir aber leider einfach nur Positionen gut zumachen, sprich meist bis maximal neun Wagen zu überholen. Für etwas Abwechslung sorgen aber Abschnitte, bei denen wir zum Zeitfahren antreten oder uns in Duellen mit einem direkten Kontrahenten messen. Außerdem warten noch Etappen, auf denen wir innerhalb einer Zeitvorgabe drei Autos überholen müssen und dann den Vorsprung eine Zeit lang halten sollen. Dazu kommen Verfolgungsjagden mit den Cops und auch Jacks „liebe“ Freunde machen bleihaltig - sogar mit Helikoptern - auf uns Jagd. Alle Etappen haben eins gemeinsam: Wir müssen stets gewinnen sonst ist The Run vorbei.Damit wir, falls sieglos, nicht jede Etappen ganz von vorn beginnen müssen und um den Frust durch Totalausfälle, sei es durch Unfälle mit dem Gegenverkehr, den Bullen, durch Absegeln von der Strecke oder einfach durch nerviges Hängenbleiben an Objekten am Straßenrand etwas zu lindern, haben die Entwickler je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad mehr oder weniger viele Rücksetzmöglichkeiten eingebaut. Allerdings spulen wir hier nicht wie bei GRID üblich zurück, sondern werden an Kontrollpunkten wieder ins Renngeschehen geschmissen. Nervig, da wir so immer wieder die gleiche Szenerie durchmachen müssen. Andererseits warten viele geskriptete Ereignisse wie herabfallende Felsen, einstürzende Brücken oder entgegenkommende U-Bahnen(!) auf uns, die wir einfach auswendig beherrschen müssen, um exakt durch den Rennabschnitt zu kommen. Der Weg ist das ZielAmerika bietet ja nun einiges an Natur und dies ist auch im Spiel zu sehen. Uns wird heiß beim Durchqueren der Wüste von Nevada, um anschließend alle Hemdknöpfe zu schließen, wenn wir über die spiegelglatten Bergpässe um das bekannte Skigebiet bei Aspen düsen. In den maisbestellten Ackerflächen der Midlands müssen wir vor langsam fahrenden Treckern auf der Hut sein und hören dazu stilecht Country aus dem hervorragenden Soundtrack. Herbstlich bunt mit belaubten Straßen erwartet dann die Ostküste unsere herrlich röhrenden Motoren. |
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